Wenn Frauen die Macht haben

Seit ich wurde befördert, ich bin Chefin für eine ganze Reihe Leute. Die meisten sind Männer, die immer hatten nur männliche Chefs. Und einer davon wollte selbst diesen Job, desperately. Ich wollte ihn nicht, aber die oberen Chefs wollten mich. Nur mich. Widerstand war zwecklos, ich musste. Die ersten Monate waren ziemlich brutal. Viele Männer akzeptierten mich nicht. Und so, ich musste mehr Chefin spielen als ich wollte.

Diese Phase ist vorbei. Die enfant terrible-Frau ist unangefochtene Chefin, einige widerspenstige Männer sind gegangen, heute mein größtes Problem sind andere Frauen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Frauen es gibt, die anderen Frauen die „Karriere“ nicht gönnen. Aber diese Damen, sie werden dir meist nicht wirklich gefährlich, sie können dir aber das Leben schwer machen.

Kürzlich, ich höre durch Zufall mit wie sich einige meiner männlichen Mitarbeiter an einem Tisch unterhalten, und sie jammerten, die Frauen werden immer mächtiger. Nur noch Frauen regieren. Überall. Und sie werden immer gieriger, sie haben nie genug. Sie wollen nicht 50% der Macht, sondern 100%, und wenn es so weitergeht, sie bekommen es. Richtige Heulsusen waren sie.

So, ich gehe zu ihnen und sage freundlich lächelnd, was wollt ihr dagegen tun? Sie waren sehr erschrocken, aber ich setzte mich dazu, und wir diskutieren. Ich muss das nicht schildern, solche Diskussionen verlaufen immer gleich. Wenn ein Team mit 70% Frauen einen Mann als Chef hat, es ist für sie normal – wenn ein Team mit 70% Männern eine Frau als Chefin hat, es ist eine Ausnahme und gaaaanz schwierig. Crazy.

Vor über 500 Jahren, es gab in Zentralindien ein Königreich Malwa. Damals, alle Königreiche und Sultanate waren regiert von Männern, es waren strikt patriarchale Gesellschaften. 1469-1500 regierte Ghiyas-ud-din Khalji, und er war ein wenig anders. Seine 31 Jahre Regierungszeit waren friedliche Jahre, die längste Friedenszeit weit und breit. Andere Könige und Sultane führten immer Krieg, um zu zeigen, wie groß und stark sie sind. Ghiyas nicht. Er baute in der Hauptstadt Mandu eine Siedlung für 15000 Frauen, Chronisten nannten es „Harem“, aber es war etwas ganz anderes. Read here:

Ghiyas established a madrassa at Sarangpur in Madhya Pradesh, to educate the women…included schoolmistresses, who would teach the other women, along with women who were proficient in reading and reciting the Quran. Only women with the keenest intellect were to join king Ghiyas at his meals every day, in order to discuss matters of theology and philosophy. Each woman was either trained in a particular craft according to her aptitude and talent, or was appointed to some high position at the court of Malwa. Ferishta, in his Tarikh-i-Ferishta, adds that many women in Ghiyas’ harem were taught wrestling and the art of warfare. The majority of the king’s personal bodyguard came from two groups of femme fatales; the Turki band consisting of 500 Turkish women who excelled in the art of archery and the Habiwush band, which had 500 Abyssinian women equipped with swords, shields and firearms. Dressed in “male attire”, these women were a formidable force in Medieval India.

Formal regierte ein König. Aber anscheinend es wurde immer mehr ein on Frauen dominierter Staat.

Nizam-ud-din Ahmed, in his Tabaqat-i-Akbari, narrates that the capital of Malwa, Mandu was renamed Shadiabad, or City of Joy by Ghiyas. The fortress was mostly populated by women. Several intelligent women supervised various imperial karkhanas or factories and markets in the capital. The smartest lot was entrusted with the responsibility of auditing the accounts of the state.

Für das mittelalterliche Indien, so etwas war unerhört. Überall sonst die Frauen waren nur Menschen 2.Klasse. Der König hinterließ ein reich bebildertes Buch „Nimatnama“, the Book of Pleasures, in dem nur Frauen abgebildet sind, in allen möglichen Rollen – und er selbst. Ein Buch voller Rezepte für wunderbares Essen, für die Herstellung von Parfum, und vieles andere mehr. No surprise dass die anderen Männer nicht begeistert waren.

Instead of being remembered in the Persian chronicles as a Sultan who brought out the best in his harem by educating and training them, he is remembered as the Sultan who was on an undying quest for the ideal female beauty. Questions were raised on his merits as a king, even though his long reign of 31 years was the only period the kingdom of Malwa ever witnessed a protracted period of peace.

Die Frauenherrschaft brachte Malwa zwar Frieden und wirtschaftliche Blüte, aber sie verstanden es nicht, sich gegen frustrierte Machos zu verteidigen. 1500 putschte der Sohn des Königs, riss die Herrschaft an sich, und ließ die meisten der Frauen umbringen, die die Führungsschicht des alten Königs ausmachten. Malwa wurde wieder ein ganz normales patriarchales Königreich. Die Männer ertrugen emanzipierte Frauen nicht. Aber wir haben dazu gelernt, so einfach lassen wir uns heute nicht mehr kleinkriegen.

Eines Tages, ich werde die erstaunlich gut erhaltenen Ruinen von Mandu besichtigen.

Mandu is not your typical tourist destination. If tick marks are what you’re looking for, you may go back unsatisfied. But as I said before, if you let go of reality for a while and shroud yourself in the mystery of time travel, you may get a glimpse of a town that once was the shining jewel of empires. You may hear the tinkling anklets of dancing girls, the war cry of feuding armies or even feel the heartbreak of Baz Bahadur when Roopmati committed suicide.

Let’s discuss how we take over

 

 

Über sunflower22a

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3 Antworten zu Wenn Frauen die Macht haben

  1. Holger schreibt:

    Hmmh, Dein Beitrag liest sich m.E. ein wenig idealistisch. Wenn Frauen die Macht haben, muss das nicht zwingend besser sein, als wenn diese bei Männern liegt. Aktuelle Beispiele wären da Killary Rotten Clinton, Gina Haspel, Madeleine Albright, die Raute des Grauens, unsere Panzer-Uschi etc. p.p.; ich hatte vor kurzem einen interessanten Artikel gelesen, in dem es darum ging, dass Menschen, die nach Macht streben, sehr ähnliche Persönlichkeitsmerkmale aufweisen – geschlechtsunabhängig. Ich zitiere daher mal die Band clawfinger:
    „Power to the one who doesn’t want it“

    • sunflower22a schreibt:

      stimmt alles. Leider ist es aber so dass those who don’t want it leicht von der Macht vertrieben werden können (except me). That’s nice if you say, power to nobody. Aber dann kommen andere who want it und dann sind wir wieder am Ausgangspunkt….

  2. Pjotr Panini schreibt:

    Also ich war weder in Malwa, schon gar nicht zu der Zeit, noch im Büro? wo Madame den Vorturner macht.

    Das Märchen aus 2000 und einer Nacht klingt ein wenig widersprüchlich. In meiner Welt stellt sich die Frage warum wurde Haufen Schmarotzer (m/w/d a-z) auf der Burg gemeuchelt wenn alles so super war und die das gestaltet und verwaltet haben? Macht wenig Sinn, klingt nach dem üblichen Femopropagandazeugs (so wie der absurde Pay Gap).

    Wenn bei Madame dann einige gekündigt haben wäre es evtl. (das wenige was ich aus dem Beitrag entnehme und da ich niemanden kenne kann das auch total falsch sein) im eigenen Interesse die Ursache zu erfahren. Z.B. weil Sie keinen weiblichen Chef wollen weil zu Hause schon einer regiert oder das die Dame sich nicht gegen die höheren Instanzen durchsetzen kann wenn Sie es nicht mal schafft ihre eigene Beförderung wegzuverhandeln.

    Oder weil Sie wie viele andere die Erfahrung gemacht haben das Weiber selbst die unfähigste „Dame“ befördern bevor Sie einen Mann in ihren Damenriegen dulden (s. Mrs. von der Leine und Fräulein Maas im Merkelkränzchen). Oder tatsächlich aus irrationalem grund- und lebenserfahrungslosem Ressentiment (also im heutigem Wertesystem das böse per se).

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