Lechts und rinks

Manche meinen / lechts und rinks / kann man nicht velwechsern / werch ein llltum. Ein Gedicht von einem österreichischen Poeten, Georg Jandl. Very nice and to the point.

Ich habe ein wenig Pause gemacht, weil ich habe viel nachgedacht. The world seems upside down. Friendships are falling apart. Neue Freundschaften entstehen. Viele Weltbilder brechen zusammen. Manche werden arm, sehr arm, andere reich. Vieles Vertraute existiert nicht mehr. Die halbe Welt ist im Griff einer kollektiven Massenparanoia. Die Deutschen haben länger gebraucht, bis es richtig losging, aber wie immer sie machen die Paranoia gründlicher als die meisten anderen.

Ich denke darüber nach, Germany zu verlassen. Es ist so ein unfreies Land geworden, es wird mir immer fremder. Ich merke, ich beginne mit dem Gedanken zu spielen, what about America. Yes, the U.S.A., of all places. Aber nicht weil Trump weg ist. I don’t care about that. Ich denke an Florida, an Texas. Republican governors. No lockdown, no mask mandates. The land of the free. Vielleicht, ich versuche es noch einmal mit Moskau. Vielleicht es klappt diesmal. Vor einigen Jahren ich habe es schon fast geschafft, die Firma wollte mich nach Moskau schicken, aber es gab kein Arbeitsvisum. Eine russische Kollegin schildert mir sehr detailliert, die persönlichen Freiheiten in Russland sind heute viel größer als in Germany, niemand kümmert sich mehr um die Corona-Paranoia. Du gehst essen, shoppen, tanzen, alles wie früher, immer weniger Leute tragen diese hässlichen Masken, keine Tests, keine Pandemie, Punkt. How wonderful. Vergleich das mit dem unerträglichen Wahnsinn in der EU.

Aber die Firma will mich nicht gehen lassen. Es ist so crazy wenn du in einem Unternehmen bist, das mit dieser Paranoia viel Geld macht. Viele Leute haben jetzt keine Arbeit mehr, ich habe sehr viel Arbeit. Jede Krise hat Gewinner und Verlierer, du musst nicht einmal böse sein um zu den Gewinnern zu gehören. Nur der richtige Sektor, und manche Sektoren sind eigentlich immer Gewinner. Das macht mir nichts aus oder ein schlechtes Gewissen. Aber die ganze Atmosphäre in diesem Land, das ist nicht die Atmosphäre eines freien Landes. Die vielen Mitläufer des Corona-Wahnsinns machen mich wahnsinnig, diese ganze Masken-Hysterie. Es ist gefährlich geworden, deine Meinung zu sagen.

Es ist nicht lange her, und ich habe Bernie Sanders bewundert. Ich bewundere ihn immer noch, auch Alexandria und die Squad der progressiven linken representatives. Aber irgendwie, Corona hat sie crazy gemacht. Alles das, was die linken oder Mitte-Links-Politiker machen, ihre Lockdowns, ihre ganzen Restriktionen, macht viele Millionen Menschen arm und nützt der reicheren Hälfte. Es nützt der sozialen Klasse, zu der die Wähler dieser Leute gehören: öffentlicher Dienst, home office taugliche Jobs, Angestellte von großen Konzernen. Für die Verlierer dieser Politik, für die Leute die davon arm werden, haben sie keine Augen und keine Ohren. Sie denken nur daran, sich selber vor der eingebildeten Gefahr zu retten.

Und so, ich bewundere jetzt Republican governors, die die Corona-Paranoia beenden. 16 sind es schon. Man muss diese Leute nicht mögen. Biden ist entsetzt über sie. Who cares about this idiot. Die Linken machen Aufrufe, wenn dein republikanischer Governor die Maskenpflicht aufhebt, laufe weiter mit dem Ding rum. Save lives, wear a mask. How crazy is that. Schau auf die facts, und du stellst fest, wie überall auf der Welt, die lockdown und Masken-Staaten haben keine besseren Zahlen als die anderen. Florida hat eine bessere Corona-Bilanz als California, zwei eigentlich sehr vergleichbare Staaten. Florida hat seit September keine Restriktionen mehr, California ist im Dauer-Lockdown. South Dakota und North Dakota sind in jeder Hinsicht sind sehr ähnlich: aber South hat keine Masken und kein lockdown und die besseren Zahlen als North mit seinem maskierten Lockdown. It’s like Germany and Sweden – Schweden hat ohne Lockdown und Masken seit einem halben Jahr bessere Zahlen als Germany.

Look, ich würde es verstehen, wenn diese „Maßnahmen“ etwas bringen würden. Aber es kann inzwischen niemand mehr leugnen, dass sie bedeutungslos sind, sie sind nur Psychologie um die Paranoia aufrecht zu erhalten. Sonst wären in South Dakota, Florida, Schweden und den anderen Gebieten ohne Lockdown und Masken die Leute längst zu Millionen gestorben. Nimm die Masken ab und mach die Läden wieder auf, und kein Mensch merkt mehr irgendwas von Pandemie.

Und so, ich verstehe die Linken nicht mehr. „Die Maske ist links“, sie sagen, und sie sind für autoritäre Regierungen, gegen Grundrechte, gegen die Vernunft. Sie sagen, wer keine Lockdowns macht, setzt die Interessen „der Wirtschaft“ vor die Gesundheit. Für sie, es ist egal, wenn der Mittelstand kaputt geht – sie kommen nicht auf die Idee, dass „die Wirtschaft“ Jobs und Existenzen von Millionen Menschen sind, und nicht nur böse multinationale Konzerne. Schweden hat eine sozialdemokratische Regierung, aber abgesehen davon, du kannst eigentlich sicher sein, die Länder mit einer vernünftigen Corona-Politik haben „rechte“ Regierungen.

So was ist lechts und rinks? Ist es rinks, wenn du die Interessen der wohlhabenden Akademiker im Home Office vertrittst? Ist es lechts, wenn du die Interessen des selbständigen Mittelstands vertrittst und der vielen prekär Beschäftigten im Dienstleistungssektor? Ist es rinks, wenn du eine Politik unterstützt, die dich und die anderen Reichen reicher und die Armen ärmer macht? Ist es lechts, wenn du sagst, Millionen Menschen brauchen wieder eine wirtschaftliche Perspektive, nicht nur die Staatsdiener? Ist es rinks, wenn du der armen Jugend die Schulbildung kaputt machst, aber die reiche Jugend hat einen Ersatz?

Früher, es war mal links, wenn du die Interessen der ärmeren Schichten vertreten hast, man nannte es Arbeiterklasse. Working people, die eine funktionierende Wirtschaft brauchen um nicht nur irgendwie zu überleben, sondern zu leben. Es war rechts, wenn du diese Interessen ignoriert hast und die Interessen reicher, gut gebildeter Kreise vertreten hast. Ich glaube, heute es ist anders herum. Die Rache der Corona-Verlierer wird kommen, und dann werden die Linken sagen, wenn sie kein Brot mehr zu essen haben, sollen sie doch Kuchen essen.

Ich glaube heute, es geht weniger um lechts oder rinks. Wahrscheinlich sind das Kategorien, die nicht so wichtig sind. Viele Leute wollen einen Fürsorgestaat, sie wollen einen Nanny-Staat, der sie vor allen Risiken beschützt, ökonomische Risiken genauso wie andere Risiken. Dafür geben sie die Freiheit gerne ab. Man kann das Sozialismus nennen, man kann es auch anders nennen. Solche Leute sind auch mit einem „rechten“ Regime zufrieden, das sie beschützt. Leute, die aus der Reihe tanzen, haben dort eigentlich keinen Platz.

Andere Menschen wollen Freiheit, und das bedeutet auch Risiko. Sie wollen nicht von „oben“ gesagt bekommen wie sie zu leben haben. Sie wollen Neues ausprobieren, auch wenn es schiefgehen kann. Sie glauben mehr an sich selbst und nicht an Staat und Gesellschaft. Sie haben nichts dagegen, wenn viele andere mit diesen Freiheiten nichts anfangen können, aber sie wehren sich, wenn man diese Freiheiten beschränken will. Sie wollen nicht nur überleben, sondern leben. Solche Leute können „rechte“ Liberale sein, oder auch „linke“ Anarchisten.

In der Geschichte, am Ende hat immer die Freiheit gesiegt. Live free or die.  

Live free or die.

Über sunflower22a

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9 Antworten zu Lechts und rinks

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  2. gkazakou schreibt:

    Genau so!!! Tja, in diese r Pandemie genannten Paranoia wird man, sofern man seine Freiheit und sein Selbstbestimmungsrecht verteidigt, als „rechts“ oder sogar „Nazi“ abgestempelt. Die Nazis kochen auch tatsächlich ihr Süppchen drauf – aber wer ist es, der das Feuer am Brennen hält? Wenn man dies Feuer nicht löscht, wird braune Suppe bald die einzige Nahrung der verarmten Massen sein.

  3. Alice Wunder schreibt:

    Ich glaube, die Mehrheit hier waren schon immer zwanghafte, verstockte Feiglinge. Solange keine konkrete Bedrohung bestand verhielten sie sich wie eine Hühnerschar, weiche flexible Verfügungsmasse und Nahrungslieferant für die wenigen mutigen und selbstbewussten. Nun aber sind sie erstarrt und man muss sie vorsätzlich und bewusst vom Nest treten, wenn man an die Eier will und dabei dicke Handschuhe tragen, denn in Panik können sie zwar nicht mehr laufen aber um so besser picken.

  4. Juri Nello schreibt:

    Manche Sachen kommen missverständlich rüber.

    „Die Deutschen haben länger gebraucht, bis es richtig losging, aber wie immer sie machen die Paranoia gründlicher als die meisten anderen.“

    Late Germany wares the late crown!

    „Die Deutschen brauchten etwas länger zur Eskalation, jedoch dachten sie, sie führten und beherrschten die Paranoia, dafür wurden sie gründlicher von der Paranoia beherrscht.“

    Wäre das ein Ansatz?

    Gruß & so

    • sunflower22a schreibt:

      ich bin nicht sicher ob ich verstehe was du meinst…let me put it in English: It took the Germans longer to really fall victim to the collective paranoia, but as always, when it happened the Germans took it far more seriously than others,

  5. Bill Miller schreibt:

    Bevor ich Zeit habe, den Text durchzulesen erst schon mal meinen Dank!

  6. Diogenes schreibt:

    Es ist unfassbar wie angebliche Linke ihre sämtlichen Ideale verraten haben und sich in ihrem faschistoiden Amoklauf weiterhin für die Guten halten. Es muss was Biologisches sein, anders lässt sich das nicht erklären. Ein kollektiver Massenwahnsinn der sich immer mal wieder unter den Menschen breitmacht und dann zu einem, oftmals blutigen Glaubenskrieg führt.
    Genau das haben wir jetzt: Einen waschechten religiösen Glaubenskrieg. Und das ist erst der Anfang. Das wird noch viel schlimmer.

  7. Trebon schreibt:

    Tja, so ist es, Fake Pandemie für fake people. Fehlt vielleicht noch das kaum einer der nicht sowieso bald weg wäre daran …. usw. Bitter auch so viele Freundschaften als FakeFriends zu erleben da Sie nicht einmal eine andere Meinung aushalten. Aber befreiend, so eine Krise wäscht die Fake people aus dem eigenen Leben.

    Eine Formulierung empfinde ich unpräzise. Diese Menschen geben ihre! Freiheit nicht her. Sie hatten keine und wollen auch keine. Ihre im dumpfen Dämmerlicht dahinvegetierende Existenz wird von keinem Licht jenseits von Staats/Hassfunk und den anderen Verblödungsmedien erhellt. Darf es auch nicht, die Dissonanz wäre unerträglich. Daher auch die Reaktion wenn Sie mit etwas jenseits dieser dämlichdumpfen Medienbrühe konfrontiert werden.

    Sie geben die Freiheit anderer her und das auch allzu gern. Mit dem hämischen Grinsen das typisch für diejenigen ist welche der Obrigkeit ein Opfer für ihre Unterwerfung darbieten welches nicht das ihrige ist und Sie nichts „kostet“. Die etwas geschickteren jubeln im inneren und simulieren nach Außen Leidensmiene.

    Diese Typen gibt es wohl auch in ihren Zielländern zur Genüge.

  8. Trebon schreibt:

    Noch vergessen, der Film zum Thema (In-Shadow) ist kurz und hier

    zu sehen. Das positive Ende kann man imo aber einfacher haben indem man einfach mal öfters einen Spaziergang macht.

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