Fighting ladies

Kampfsport, das ist eine harte Sache. Sport ist sowieso nicht wirklich mein Ding, und Kampf…nun ja, kämpfen musst du dein ganzes Leben, aber in der Regel nicht physisch. Auf Dazed habe ich jetzt einen Text entdeckt, der mich fasziniert hat. Die Fotokünstlerin  Katarzyna Mazur durfte im Berliner „Female Fight Club“ fotografieren. Ladies, die in völligem Freistil aber in gegenseitigem Respekt mit einander kämpfen. Knallhart. Wrestling. Wenn Männer sowas machen, zappe ich sofort weiter, es ist so unansehnlich und unästhetisch. Katarzynas Bilder dagegen sind sehr ästhetisch. Ihre Frauen sind keine Kampfmaschinen, sondern teilweise ganz zarte Wesen. Wenn du  nicht wüsstest was sie tun, du könntest bei manchen ihrer Bilder glauben, sie lieben sich, innig und verschlungen. Das könnte mich sogar wirklich reizen, so engen Körperkontakt mit einer wahrhaft starken Lady, sie zu spüren, zu riechen, ihren Atem hören, ihren Schweiß zu fühlen….aber es wäre eine einseitige Sache, ich hätte keine Chance gegen sie.

<p><a href=”https://vimeo.com/150929421″>Bildband Teaser</a> from <a href=”https://vimeo.com/fotoserieannakonda”>Fotoserie Anna Konda</a> on <a href=”https://vimeo.com”>Vimeo</a&gt;.</p>

27 dieser schönen Bilder gibt es auf Katarzynas Webseite, wer mehr und größere Bilder möchte, kann das Buch kaufen. Theoretisch. Auf ihrer Website schreibt Katarzyna „The work is also available as a book“. Aber das Buch ist nirgendwo zu finden…schade, ich würde es bestimmt kaufen.

1134173

Veröffentlicht unter Ladies (and gentlemen), Musik Kunst Mode | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Bernie for President

This year, sunflower will do something unusual. Sunflower will vote. April 19, the New York primaries. This time, you have a real choice. Bernie Sanders is thrilling me. Imagine that. I will vote for someone who is exactly the kind of person that we don’t like in politics: a 74 year old white old man.

Egal. Es kommt darauf an, was er will. Bernie Sanders, der einzige Sozialist im US-Senat. Nun ja. Für europäische Standards ist er eigentlich ein ganz normaler Sozialdemokrat. So etwas kennen Amerikaner aber gar nicht. Wer kein ultraliberaler Kapitalismusfanatiker ist, ist eben sofort schon ein Sozialist. Er schlägt Dinge vor, für die es höchste Zeit ist. Demokratisierung, umfassende Umverteilung – aber von oben nach unten, nicht umgekehrt.  Er ist nicht korrupt, er nimmt kein Geld von Konzernen. In den social media kursiert schon der Gag, Konzerne werden ihm jetzt Millionen spenden – die letzte Möglichkeit ihn zu diskreditieren.

12705763_10153964635649540_3154424566288410538_n

Die jüngeren Wähler laufen in Scharen zu Bernie über. Ich auch ;-)

Je länger der Wahlkampf dauert, desto mehr gehen Hillary die Argumente aus. Sie steht für dieselbe Politik wie bisher. Sie steht für das große Geld, für die Wall Street. Von dort wird sie finanziert, bestens belegt hier. Nein danke.

Was mich am meisten ärgert, sind diese alten Tussis aus dem Establishment, die jetzt die Frauen-Karte ziehen, um Hillary zu retten. Das sind nicht nur Leute wie Clintons Ex-Außenministerin Madeleine Albright. Was willst du von der schon erwarten. Schau es dir an.

http://graphics8.nytimes.com/video/players/offsite/index.html?videoId=100000004189990

Aber Leute wie die bereits scheintote Uralt-Feministin Gloria Steinem, die nun ernsthaft behauptet, junge Frauen würden auf Bernie nur deswegen abfahren, weil sie den Boys alles nachmachen. Alte, halt doch einfach mal die Klappe mit deinen reaktionären sexistischen Sprüchen.

 

Ich empfehle: a feminists guide to critiquing Hillary Clinton…

Taryn Hogarth, a 22-year-old University of South Dakota student, told USA Today she has faith in Bernie Sanders to reform the criminal justice system and get money out of politics. “I would love to have a woman president, but I’d like the right woman president,” Hogarth said. “I want this to be based on the ideas and what they’re going to do for our country.”

So true. Bernie for President. I’ll do my very best to make it reality.

Bernie

Veröffentlicht unter Politik | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 5 Kommentare

Einer gegen die Steuerhinterzieher-Mafia

Heute mache ich mal was ganz besonderes. Ich schreibe was Gutes über einen Politiker. Kaum zu glauben. Aber wenn es dafür einen Grund gibt, warum nicht? Ich glaube, das habe ich hier bisher nur ein einziges Mal gemacht. Nämlich über Yanis Varoufakis, the sexiest politician alive.

Heute geht es um Fabio de Masi, linker Europa-Abgeordneter. Dieser junge Mann macht gute Politik – und er sieht sogar gut aus. Seine Fotos auf seiner Webseite sind ein Understatement, er könnte sich besser in Szene setzen. Aber anyway. Darum geht es mir nicht. Im Gegensatz zu fast allen anderen Abgeordneten versucht er Dingen auf den Grund zu gehen, statt nur oberflächlich daherzureden. Er befasst sich mit den harten Dingen, an denen man ansetzen muss, wenn man was verändern will. Nämlich der Steuer- und Finanzpolitik. Er sitzt im Luxleaks-Sonderausschuss, und er bohrt dort nach wie kaum ein anderer, schaut euch mal das hier an.

661

Da kommt einiges ans Licht. Haben Sie schon mal was von der „Code of Conduct Group“  gehört? Nein? Kein Wunder. Diese Gruppe will möglichst unbemerkt bleiben. Es gibt sie seit 1998, ein Unterausschuss des EU-Finanzministerrats. Dort reden die Finanzminister gemeinsam mit der Kommission über Unternehmensbesteuerung, angeblich soll dort unfairer Steuerwettbewerb verhindert werden. Wenn die seit 1998 offiziell darüber reden, dann kann ja kaum jemand von denen wirklich über Luxleaks und andere exzessive Steuerdumping-Praktiken überrascht sein, wie sie vor allem in Luxemburg, Irland, Niederlande, aber auch Deutschland praktiziert werden. Da passt es natürlich ins Bild, dass die Protokolle dieser Group streng geheim sind. Ganz streng geheim, geheimer als die TTIP-Dokumente. Nichts ist bisher durchgesickert. Seit neuestem gibt es einen Hochsicherheits-Leseraum für Abgeordnete, da dürfen sie ein bisschen was sehen.

Fabio de Masi will das ändern. ER verklagt jetzt die Kommission auf Zugang zu den Dokumenten. Und  er hat guten juristischen Beistand, der schon mal ausgearbeitet hat, warum die Dokumente ans Licht müssen. Es sieht ganz danach aus, dass diese geheime Code of Conduct Group nicht nur kein Steuerdumpi8ng verhindert hat. Es sieht eher danach aus, dass mancherlei Finanzministerium dort erst auf gute Ideen gekommen ist, was man noch alles machen könnte, um Konzernen das Steuerhinterziehen zu erleichtern,m nach dem Motto, was die Iren können, können wir auch.

Erst im Dezember  bestätigte der Finanzministerrat noch seine Entschlossenheit, auch künftig diese Gruppe in strikter Geheimhaltung weitermachen zu lassen. Das sei im „öffentlichen Interesse“. Selten so gelacht. Es ist im öffentlichen Interesse, dass diese Machenschaften schnell an das Tageslicht kommen. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, sich vorzustellen, dass diese „Code of Conduct Group“ wohl das Gremium ist, in dem Steuerhinterziehung in Milliardenhöhe diskutiert, mitgeplant und akzeptiert wurde. Mein einfaches Gemüt empfindet so etwas, well, seien wir ehrlich, als organisierte Kriminalität. Ich wünsche Fabio de Masi viel Erfolg. Schon jetzt hat er viel erreicht.

a019-058 + - Kopie

I have always been in favor of transparency…

Veröffentlicht unter Politik, sunflower's business views | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Wir brauchen ein Politikerschutzgesetz

Die deutsche Koalitionsregierung hat ihren Streit um ihr geplantes Prostitutionsgesetz, auch als „Prostituiertenschutzgesetz“ bekannt, angeblich beendet. Die Aids-Hilfe kommentierte sarkastisch: „Bundesregierung schützt Koalitionsfrieden statt Prostituierte“. Wäre es ihr um den Schutz der Sexarbeiterinnen gegangen, hätte sie wie in anderen Fällen in erster Linie die Vorschläge übernommen, die die Interessenverbände der Betroffenen machen. Das hat sie aber nicht getan, weil es ihr nicht um den Schutz der Sexarbeiterinnen geht, sondern um eine Eindämmung ihrer Branche. Das war vor allem die Motivation der CDU/CSU. Besonders umstritten ist die geplante Anmeldepflicht. Jede Sexarbeiterin soll sich amtlich registrieren lassen, sonst macht sie sich strafbar. Meine Güte, die Islamisierung des Abendlands schreitet voran, dafür braucht man gar keine  Muslime, dafür reicht schon die CDU/CSU.  Immerhin gelang es dem sozialdemokratischen Koalitionspartner noch zu verhindern, dass die Sexarbeiterin sich an jedem einzelnen Ort registrieren lassen soll, an dem sie tätig werden könnte. Das Schlupfloch für die Union: die Länder dürfen schärfere Regeln beschließen – also de facto wohl nur in Bayern, denn woanders braucht die Union einen Koalitionspartner. Getragen ist das ganze Projekt von der Idee, man müsse den Sexarbeiterinnen „helfen“  – notfalls auch gegen ihren Willen. Allein schon die Tatsache, dass über dieses überflüssige Projekt von „Familienpolitikern“ verhandelt wurde, spricht Bände über die Intentionen. Ein Gesetz zur Regelung eines Wirtschaftssektors gehört in das Wirtschaftsministerium, nirgendwo anders hin.

Alles Unsinn. Restaurativer, prüder Blödsinn. Aber mit Sexarbeiterinnen kann man es ja machen, die haben eben einen niedrigen Sozialstatus, viele schauen mit Verachtung auf sie herab, auch wenn sie am Markt tagtäglich sehr erfolgreich sind und Millionen zahlende Kunden haben. Ich hoffe, der ganze Mist scheitert am Totalboykott der Betroffenen.

Kommentar Dona Carmen: Die heutige Einigung der Großen Koalition von CDU/CSU und SPD auf ein so genanntes „Prostituiertenschutzgesetz“ entwertet alle bisherigen Schritte in Richtung einer rechtlichen Anerkennung von Prostitution und macht sie mit einem Schlag zunichte. Gesundheitliche Zwangsberatung, Zwangsregistrierung und Zwangsouting durch Meldepflicht, Einschränkung der Berufsfreiheit durch örtlich/regionale Begrenzung von Sexarbeit per Gesetz, Stigmatisierung durch Hurenpass, Entmündigung durch Kondomzwang, patriarchale Kontrolle von Frauen durch Prostitutionsstätten-Betreiber – all das bedeutet eine komplette Rechtlosstellung von Sexarbeit. Es ist das genaue Gegenteil von „Schutz“…. Unausweichliche Folge des Gesetzes wird ein Abtauchen in die Illegalität sein. Für die damit verbundene Absenkung der Hygienestandards, die Zunahme persönlicher Gefährdung sowie die Unerreichbarkeit mit Hilfsangeboten tragen Frau Schwesig (SPD) und die Bundesregierung die alleinige Verantwortung. Angesichts dessen von einer Stärkung der Rechte und des Schutzes von Sexarbeiter/innen zu sprechen, ist blanker Zynismus.

Ich träume jetzt mal. Die Koalition hat beschlossen, sich als nächstes Projekt um eine andere soziale Gruppe zu kümmern, man könnte auch sagen Randgruppe, die ebenfalls ein niedriges Sozialprestige hat. Es geht um Politiker. Bei jeder Umfrage über das gesellschaftliche Ansehen von Berufsgruppen landen sie regelmäßig auf den ganz hinteren Plätzen. Seit neuestem werden sie sogar tätlich bedroht. Brauchen wir nicht ein Politiker-Schutzgesetz? Ja, brauchen wir. Und die Koalition hat beschlossen, nach der gleichen Devise vorzugehen wie beim Prostituierten-Schutzgesetz. Also hören sie nicht auf die Vorschläge der Betroffenen selbst. Das hat man bekanntlich jahrzehntelang getan, und herausgekommen ist genau das miserable Image das sie heute haben.

Künftig wird es also eine Anmeldepflicht für Politiker geben. Zentral und bundesweit – die ursprünglich geplante Anmeldepflicht für jeden Auftrittsort wurde schließlich als „zu aufwendig“ wieder verworfen. Dazu gehört auch ein Zwang, sich regelmäßig beraten zu lassen, sowohl gesundheitlich als auch psychologisch. Politik verdirbt bekanntlich den Charakter, und Politiker sind erheblichen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt. Sie müssen also regelmäßig darüber aufgeklärt werden, dass es besser wäre, den Job zu wechseln. Eine bundesweite Ausstiegshilfe soll das Beratungsangebot ergänzen. Neu eingeführt wird auch eine Genehmigungspflicht  für die Betreiber politischer Wirkungsstätten. Vorbestrafte Straftäter dürfen keine politischen Einrichtungen mehr betreiben.

A0105

Nein, nur ein Traum. Aber ein guter Traum.

 

Veröffentlicht unter Gesellschaft, Ladies (and gentlemen), Politik | Verschlagwortet mit , , , , , | 2 Kommentare

Sperrt sie zuhause ein!

In Deutschland dürfen Imame mehr als in den meisten islamischen Ländern. Hass- und Hetzpredigten, kein Problem. Sie müssen schon sehr weit gehen, bis der Staat sie stoppt. In Berlin gibt es die Al-Nur-Moschee, die ist bekannt für solche Typen. Scheich Abdel Moez al-Eila ist jetzt wohl doch zuweit gegagangen, das Ende seiner Karriere in Deutschland droht. Vorläufig darf er nicht mehr predigen. Aber nur weil die Moschee so dumm war, ein Video seiner letzten Hasspredigt ins Netz zu stellen, und dann andere Webseiten das Ding kopiert und verbreitet haben. Er fordert die völlige Unterwerfung von Frauen unter ihre Ehemänner. Sie müssen sexuell jederzeit zur freien Verfügung stehen. Um das Haus zu verlassen oder einen Job anzunehmen, müsse jede Frau ihren Ehemann um Erlaubnis bitten, so der ägyptische Imam in seiner einstweilen letzten Berliner Freitagspredigt. Das Video samt deutscher Übersetzung gibt es hier.

Memri

Ich habe mir den Spaß erlaubt, den Typen zu parodieren. Was würde eine Madame Imam sagen, die genauso drauf ist wie er? Stell es dir vor wie es wäre. Sehr witzig, aber leider irgendwie doch wieder nicht witzig, weil dieses Imam-Arschloch nur die tagtägliche Lebensrealität von Millionen Frauen in Ländern beschrieben hat, in denen Millionen Männer genau so drauf sind wie er.

Just imagine.

„Die meisten Eheprobleme sehen folgendermaßen aus. Du bist eine schöne Frau, und deshalb hat dein Ehemann dich geheiratet. Aber du bist nicht nur für ihn schön, du bist auch schön für alle anderen Männer. Manche Männer, die sich zu schönen Frauen hingezogen fühlen, haben selbst eine schöne Frau. Andere treffen regelmäßig schöne Frauen, andere bezahlen professionelle Frauen für ihre Dienstleistungen. Aber es gibt Männer, die solche Dinge nicht machen. Sie sind hässlich, unhöflich, sie sind brutal, sie stinken, und so weiter. So werden sie gewalttätig.

Solche Männer sind nie zufrieden mit ihrem Leben. Sie stellen dir nach. Sie greifen dich nachts an, manchmal sogar in hellem Tageslicht. Wenn sie ihren Willen hätten, sie würden nicht nur eine Frau heiraten, sondern zwei, sogar drei oder vier. Der Prophet Muhammad hat das sogar erlaubt. Aber oft sie können sich nicht einmal eine Frau leisten. Das tun sie, die Männer. So werden sie gewalttätig. Sie versuchen dich festzuhalten, wollen dich zum Sex zwingen. Es gibt viele solcher Geschichten, du kannst sie im Fernsehen sehen. So sage ich dir, damit musst du aufräumen.

Du darfst deinem Mann nicht erlauben, frei umherzulaufen auf den Straßen. Eine Frau darf ihrem Ehemann niemals erlauben, das Haus ohne deine Erlaubnis zu verlassen, unter keinen Umständen. Unter keinen Umständen darf er einen Job ohne deine Erlaubnis annehmen. Sie sollte nicht zu milde mit ihm sein, und ihm nicht erlauben einen Job anzunehmen, denn das ist nicht seine Rolle. Er muss seiner Frau dienen, ihr alle Wünsche und Vergnügungen erfüllen die sie möchte. Zunächst muss er das Haus sauberhalten. Frauen hassen schmutzige Wohnungen. Seine Pflicht ist es, das Haus jeden Tag zu putzen. Wenn sie von der Arbeit nach Hause kommt, muss er sie küssen und ihr das Abendessen servieren. Jeden Tag ein anderes, er muss einfallsreich sein. Er muss sie fragen, welche Wünsche sie hat. Wenn sie Sex möchte, darf er sich niemals weigern. Er muss sich stets in Übung halten, damit sein Schwanz Höchstleistungen erbringt.

Wie Sheherazade und andere gelehrt haben, die Engel werden den Mann verfluchen, wenn die Frau erwartet, von ihrem Mann befriedigt zu werden und er sich weigert oder sie enttäuscht. Er muss sie befriedigen. Selbst wenn er die Leistung nicht erbringt, darf sie seinen Körper auf jede Art für ihre Lust benutzen, ganz wie sie es möchte. Nur sie darf es, denn er gehört ihr.

Das ist die einzige Möglichkeit, unsere Straßen sicher vor marodierenden Männern zu machen. Das ist ein großes Problem in der (deutschen) Gesellschaft, in der wir leben. Zuviele Männer auf den Straßen. Behaltet sie sicher in euren Häusern, und das Paradies ist eure Bestimmung.“

 tumblr_mt705nVMro1soexhro1_1280

Come on, du blamierst mich ja vor meiner Freundin, zeig was du kannst!

Veröffentlicht unter Gesellschaft, Ladies (and gentlemen), Palestine and the Middle East | Verschlagwortet mit , , | 2 Kommentare

Glück und Schönheit

Wieder eine lange Bahnfahrt. Der Zug ist voll, keine freien Plätze mehr. Am meinem Vierertisch sitzt noch ein Paar mit der kleinen Tochter. Ich habe mir viel zu lesen und zu schreiben mitgenommen, viel Arbeit erledigt. Die kleine Lady beobachtet mich intensiv. Nach stundenlanger hochproduktiver Arbeit ermüde ich. Ich lehne mich zurück, schließe die Augen.

Während ich kurz vor dem Wegschlummern bin, höre ich die kleine Lady zu ihrer Mutter flüstern „Mama, diese Frau dort ist so schön. So schön möchte ich auch sein.“ Mutter antwortet: „Ja, viele Frauen strengen  sich sehr an um schön zu sein. Es ist nicht das Wichtigste im Leben, sehr schön zu sein.“ – „Trotzdem, ich möchte das.“ – „Du redest zuviel über Schönheit, Kind.“

Als ich wieder aufwache, sieht mich die kleine Lady bewundernd an. Ich lächle sie an. Sie lächelt auch, senkt verlegen den Blick. Ihre Mutter ist nicht da, nur der Vater. Ich setzte einen Verschwörerblick auf und sage der Kleinen „Darf ich dir was sagen?“  Fragend sieht sie mich an, „ja“. Ich flüstere ihr ins Ohr, „du bist eine wunderschöne kleine Frau. Und weißt du warum? Weil du glücklich bist. Nur glückliche Menschen können schön sein. Unglückliche Menschen können nur schön aussehen, aber das ist etwas anderes als schön sein. Verstehst du das?“

Fragend schaut sie mich an, denkt nach. „Sind alle glücklichen Menschen schön?“ – „Nein, nicht alle. Aber wer nicht glücklich ist, ist nicht schön.“

1631_947303152013735_1759369484162732407_n

Nachdenklich sieht sie mich an. „Woher weißt du dass ich glücklich bin?“ – „Ich sehe es dir an.“

„Papa, hast du das gehört?“ Ja, sagt er, „und es stimmt. Die Frau hat recht. Und manchmal wird ein glückliches Kind unglücklich, wenn es immer noch schöner sein will.“

Die kleine Lady sagt nichts mehr, sie denkt nach.

Mama kommt wieder.

„Mama, bist du glücklich?“ fragt die Kleine. Oh, jetzt wird es heikel. Mama ist irritiert. „Warum fragst du?“ – „Das ist wichtig.“ – „Ja, das ist wichtig, aber warum fragst du mich das jetzt?“ – „ich will das wissen, Mama.“ – „Warum?“  – „Wenn du nicht glücklich bist, bist du nicht schön.“

Jetzt interveniert Papa. „Mama ist glücklich, das weißt du doch. Aber darüber reden wir doch nicht, wenn der ganze Zug zuhört, verstehst du? Nachher, wenn wir zuhause sind, okay?“ – „Ja.“

Hoffentlich habe ich keine Beziehungs-Krise ausgelöst mit meinem kecken Statement…

cropped-urban-art-wallpaper-viewing-gallery-hd-graffiti-wall

Veröffentlicht unter Ladies (and gentlemen) | Verschlagwortet mit , , , , | 3 Kommentare

Fremde Federn: Zuhause bei der Domina

Johanna Weber ist Domina von Beruf – und das mit Leidenschaft. Sogar einen kleinen Domina-Blog betreibt sie. Da gibt es einen lustigen Text vom Nachbarn, der  bei ihr die Pflanzen gießt und sich dabei den Kleiderschrank ansieht…

“Die Nachbarin zwang ihn sich nuttig anzuziehen“

…und irgendwie hätte ich gerne weitergelesen….

 

charlotte-gainsbourg-by-driu-tiago-for-interview-magazine-russia-september-2013-3

Nein, keine Domina.

Veröffentlicht unter Erotic stories, Fremde Federn, Ladies (and gentlemen) | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen