One week in a refugee camp

This blog is having a break, for the first time. Sunflower is going abroad. No, not for summer vacations. Sunflower was supposed to have no summer vacations at all this year, because of her new job. But she insisted on this one week. Not Ibiza, the Caribbean, Santorini, as usual. How can you party at the Mediterranean when  thousands die on the very same Mediterranean every day? No way. Sunflower will spend a week as a volunteer in a Syrian refugee camp, in Jordan.

No clue how helpful she will be. She won’t tell others what to do. She will take orders. Serving food, cleaning up the mess, whatever needs to be done. Trying to undo a very little bit what American Presidents, German Chancellors have done to this region, by their unbridled support for the Zionists, for Arab dictators. I am crying for these wonderful people and the abyss they are going through, particularly the women of Syria, of Iraq, of Palestine.

No clue whether there will be internet access. Even if there’s internet access, I won’t care. My heart, my mind will not be with this wonderful little blog for this week. Please understand. I will be back in a week. Stay tuned. Thank you so much.

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Attack in the subway

Volle U-Bahnen können ein unangenehmes Terrain für Frauen sein. In asiatischen Metropolen gibt es deshalb schon Waggons, die nur für Frauen reserviert sind, um dort vor sexueller Belästigung sicher zu sein. Europa hat so etwas nicht. Aber Grund dafür hat Europa auch.

Rush hour, U-Bahn Berlin. Während ich gedankenverloren zusehe, wie ein enormer Schwung Leute in die Bahn drängt, ahne ich noch nicht was mir bevorsteht. Kaum fährt die Bahn an, geht es los. Eine Hand an meinem Hintern. Keine liebevolle Berührung, nein, eine Erkundung. Die Hand schiebt das Kleid hoch, bewegt sich darunter. Das Gesicht des Typen sehe ich nicht, er schaut woanders hin, demonstrativ teilnahmslos. Jetzt muss ich etwas tun. Schreien? Mich beschweren? Sinnlos.

Gegenangriff. Meine Hand grabscht jetzt nicht an seinem Hintern, nein, sondern sein Penis ist das Ziel. Im Zangengriff geht es ran. Er ist offenbar so überrascht, dass seine Hand jetzt mit der Abwehr meiner Hand beschäftigt ist. Gewonnen? Nein. Das war es noch nicht.

Sofort fängt er wieder an, noch zielstrebiger als vorher. Ich gehe wieder zum Gegengriff über.  Er tritt mir auf den Fuß. Au, das tut weh. Man, I’ll show you what a weapon is. Stiletto. Ein Schuh, der Name abgeleitet vom italienischen Wort für Schwert. Mein Stiletto-Absatz tritt auf ihn, und, oh wow, er SCHREIT. Er. Schreit. Vor. Schmerz. Haha.

Die ersten Leute um uns bemerken etwas. Bevor sie kapieren was los ist fährt die Bahn in die nächste Station ein. Mr.Unbekannt flüchtet. Mein linker Fuß schmerzt immer noch, aber ich habe ein gutes Gefühl. Ein wirklich gutes Gefühl. Leider enden solche Vorfälle nicht immer so gut.

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You know, I’ve got another stiletto :-)

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One night in North Rhine Westphalia

One of these dull business trips, a hotel in one of the most boring cities of this country. No nightlife, no culture, nothing. Lying in my bed, full of desire, desire to live. No mood for toys tonight. If I were a man, I would go for a brothel now. No such things for ladies.

Ich spüre es. Heute nacht brauche ich Sex. Einen Mann, kein Spielzeug, keine Lady. Woher nehmen?

Eigentlich ist es noch gar nicht so spät.

Immerhin hat Motel One die Hotelbar noch nicht wegrationalisiert.

Vielleicht finde ich dort einen.

I feel like a predator. Let’s hunt for a man. Ich ziehe mich wieder an. High heels, knappes Business-Kostüm, nichts darunter. Viel Schmuck, viel Parfüm. Mal sehen.

An der Hotelbar sitzen sie. Meine Beute. Hierher verirren sich keine Touristen. Alles business travellers. Men. Single, lonely men. Die meisten zu alt. Die beiden interessantesten sitzen zusammen an der Bar und reden über irgendeinen geschäftlichen Blödsinn. Ein schlanker dunkelhaariger, maximal 30, und ein etwas fülligerer Blonder, vielleicht 35. Der dunkelhaarige ist wirklich attraktiv. Auf den ersten Blick zumindest.

Ich setze mich neben sie.

Sofort verstummen sie.

Ist der Wein gut, frage ich den dunkelhaarigen. Absichtsvoll setze ich einen amerikanischen Akzent auf. Deutsche finden das attraktiv, wenn man ihre Sprache mit amerikanischem Akzent spricht.

Oh ja, kann ich empfehlen.

Danke, dann ich bestelle einen.

Leider schaut der Barkeeper weg.

Ein Blick genügt, und der dunkelhaarige ruft den Barkeeper.

Bitte noch einen Sauvignon Blanc, ja, genau den.

Oh danke, Sie sind ein gentleman.

Sind Sie aus Amerika, fragt er.

Yes, aber ich spreche deutsch, Sie müssen kein English sprechen.

Oh, no prroblem, I cän speek English.

Please, ich möchte praktizieren mein Deutsch, bleiben wir in Ihrer Sprache, gentleman.

Der Blonde schaut unglücklich auf die Szene. Er kann mir alles durcheinanderbringen. Genau das hat er vor.

Dominik, wir müssen das noch zu Ende bringen vor dem meeting morgen früh.

Dominik ist Ihr Name?

Ja, und Sie?

Sheila.

Schöner Name. Sehr schön. Richtig, nun ja, erotisch.

Ich setze mein allerschönstes Lächeln auf.

Oh, vielen Dank.

Jetzt wird er Blonde unruhig. He’s gonna spoil everything.

Und Sie, frage ich ihn.

Missmutig antwortet er. „Lukas. Entschuldigen Sie…“

Dominik unterbricht. Lukas, wir klären das beim Frühstück. Ehrlich, jetzt entspann dich doch mal. Sei nicht so unhöflich.

Lukas ist ein pflichtbewusster Mann, that is very German.

I like German men, Dominik. Sie arbeiten Tag und Nacht. Aber Lukas, wenn Sie das noch klären müssen, ich möchte nicht stören. Ich schaue ihm tief in die Augen.

Oh nein, schon gut. Ich meine, es stimmt schon, wir müssen noch was klären, aber das geht auch beim Frühstück. Dominik hört mir jetzt sowieso nicht mehr zu.

Sehen Sie, ich bin auch hier for a business trip. Aber wenn du nicht kannst abschalten, you will run against the wall. That’s for sure. Lassen Sie uns einen schönen Abend haben, okay?

Jetzt habe ich gewonnen.

Dominik ist überrascht: Lukas taut auf. Er redet wie ein Wasserfall. Amerika sei toll, er war schon oft da, und so weiter. Langweilige stories. Er will Dominik ausstechen. Ich gehe darauf ein, plaudere mit ihm über den Times Square und Miami Beach.

Dominik schaut missmutig auf sein Glas. Er war noch nie in Amerika, sagt er. Jetzt müsste er das Thema wechseln, um am Ball – nein, an der Lady – zu bleiben. Tut er aber nicht. Lukas hat jetzt die absolute Lufthoheit. Er glaubt, er ist der große Verführer.

Was Lukas aber nicht merkt, mich interessieren seine wichtigtuerischen Stories über seinen Trip nach Las Vegas und den Grand Canyon überhaupt nicht. Er versucht sich jetzt auch noch auf Englisch, grauenhaft. Man, you just don’t get it.

Ich bringe den armen, frustrierten Dominik wieder ins Spiel. Warum kann er das nicht selbst? Warum??

Es gibt so schöne Orte auf der Welt, und wir sind jetzt hier in diesem furchtbaren Loch gestrandet, meine ich. Dominik, bist du glücklich mit deinem Leben als travelling salesman?

Es sei interessant, man komme rum, man lerne die Welt kennen. Nicht ein Wort glaube ich, es klingt komplett aufgesetzt.

Dominik, ich glaube du bist ein Mann der ist what the Germans call bodenständig. Du möchtest kein travelling salesman sein, kein business nomade, du möchtest lieber zuhause sein bei deiner family.

Ja. Eigentlich stimmt das.

Aber warum machst du es dann?

Er hat keine Wahl, sagt er.

Warum? Du hast eine Wahl. Vielleicht möchtest du doch travelling salesman sein, ab und zu, nicht immer, aber immer nur mit deiner family, das ist für dich zu eng. Sei ehrlich, du findest es gut, ab und zu travelling salesman, even in a most boring place like here. Und nach eine paar Tage du freust dich wieder auf die family, so hast du Abwechslung.

Er bestreitet es. Aber Lukas schaltet sich wieder ein, genau so sei es, bei ihm zumindest.

Jetzt gibt auch Dominik zu, es ist so.

Wir fangen an über die sensiblen Themen zu sprechen. Ehe, Treue, und so weiter. Not my business, I must admit. Honestly. Und bei euch, seid ihr treu? No other lady in your life? Bald wird es richtig gefährlich. Inzwischen habe ich das Jackett soweit geöffnet dass die beiden viel Schönes zu sehen bekommen.

Aber: Bald schließt die Bar. Im Grunde kann ich mir jetzt aussuchen, wen von den beiden ich heute nacht einlade. Oder sogar alle beide. Aber nein, MMF ist nicht mein Ding. Nur einer. Ich weiß, das führt zu einem Riesenkrach zwischen den beiden. Um das zu verhindern, müsste ich jetzt das tun, was ich gar nicht will: alleine in mein Bett gehen. Die beiden sind erwachsen, hey.

Dominik ist süß, aber er ist eine Niete im Bett. Ich hätte es mit Lukas probieren sollen. Ich hätte es wissen können. Er war der dominantere von beiden, er hatte mehr Selbstbewusstsein, er hatte mehr Erfahrung. Aber er war haariger und fülliger. Das habe ich mal wieder überbewertet. Okay, er redete auch zuviel. Ich stelle mir vor wie er im Bett neben mir liegt und mir vom Grand Canyon erzählt. Oder von seinen Bordellerlebnissen in Las Vegas. Zzzzzzz.

Anway. Too late. Noch ein Kuss für Dominik, ich schlüpfe wieder in mein Kostüm und wünsche dem völlig überraschten Gentleman eine gute Nacht und verschwinde in mein Zimmer.

Am nächsten Morgen im Frühstücksraum treffe ich die beiden nicht. Besser so.

Evil woman. Femme fatale. That’s how I feel. And I like it. Je ne regrette rien. We are all human beings. Why don’t we just enjoy it?

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Diese Frauen sind Gazas Zukunft

Gaza. Ein großes Gefängnis , einer der perspektivlosesten Orte den man sich vorstellen kann, und das schon seit Jahrzehnten. Tyrannisiert vom israelischen Kriegsverbrecherregime, terrorisiert  vom Hamas-Regime. Es gibt kaum einen Weg raus aus Gaza. Wer dort lebt, muss sehr, sehr stark sein, um sich eine bessere Zukunft zu schaffen. Für Männer sah das immer wieder so aus, dass sie zu den Waffen gegriffen haben. Angesichts ihrer Unfähigkeit  die israelische Kolonialmacht zu besiegen ,  wandten sie sich der islamischen Ideologie zu und unterdrückten die Frauen Gazas. Als Frau in Gaza bist du dreifach bestraft.

Public Radio International hat sechs Porträts bewundernswerter Frauen in Gaza gebracht.  Madeleine Kulab, 21 Jahre jung und Gazas einzige Fischerin. Ständig im Kampf mit den Restriktionen der Besatzungsmacht, den Treibstoffpreisen, den Vorurteilen der palästinensischen Männer. Sie verdient das Geld für ihre Familie – ihre jüngere Schwester bewundert sie und will ebenfalls ihren eigenen Weg gehen.

DSC_1050_CROP Madeleine Kulab

Jameela Dallol hatte eine der seltenen Gelegenheiten, die palästinensische Westbank zu besuchen und lernte dort palästinensische Gerichte kennen, die man im Gaza-Streifen durch die lange Isolation schon gar nicht mehr kannte. Mit 16 anderen Frauen startete sie „Dallol’s Kitchen“ und serviert diese exotischen und doch palästinensischen Gerichte und schlägt sich so durch.

Amal Ashour, eine der besten Studentinnen der englischen Literatur an Gazas Islamic University. Was machst du mit klassischer englischer Literatur? “Literature is always a nice vacation from Gaza … you go deep into human emotion” sagt sie. Zum Geldverdienen vielleicht etwas schwierig, aber eine Gesellschaft ist schon tot, wenn sie die Kultur aufgibt.

Mariam Abultewi, 25jährige Startup-Unternehmerin, die Gründerin von Wasselni, a social carpooling network for transportation in Gaza.

Walaa Saafin, die erfolgreiche Fotojournalistin, geschieden und neu verheiratet mit einem viel jüngeren Mann, den sie über Facebook kennengelernt hat. Unglaublich, so etwas, im Gazastreifen. Und doch, sie schlägt sich durch, sie wird bewundert für ihre tolle Arbeit.

DSC_1053_web Walaa Saafin

Mona Keskin, Gazas einzige Neurochirurgin. “Look, as a woman, you don’t always have to be polite,” sagt sie. “You have to stand your ground. You can’t worry about being nice.”. Al sein Mann sich weigerte, sich von ihr operieren zu lassen, erklärte sie ihm resolut, dann müsse er sich eben selbst operieren, jemand anders gibt es nicht.

“You can always find hope in Gaza,” sagt Walaa Saafin – für mich die beste Zusammenfassung. Sie lässt unsere lächerlichen First World Problems auf ein realistisches Maß zusammenschnurren.

Frauen wie diese sechs sind Gazas Zukunft. Niemand anders. Helfen wir ihnen.

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Die weibliche Brust als Waffe

Na klar ist die weibliche Brust eine Waffe. „Der Busen“ (why in the world do Germans think that something as female as boobs is masculine in their weird language???) verführt Männer, dafür muss “er” gar nicht nackt gezeigt werden.

Aber das meine ich jetzt nicht. In Hong Kong wurde jetzt eine Studentin angeklagt, weil sie Polizisten mit ihrer Brust “angegriffen” haben soll. Die Brust als Schlagwaffe?  Schaut selbst, wie das geht.

Völlig crazy. Hier ist alles nachzulesen. Ich überlege schon, wie wir daraus eine Kampfsportart machen können. Die einzige, die es dann wirklich nur für Frauen gibt. Aber vielleicht nur was für den 1.April. Oder nur für Hong Kong, a place where the judiciary must be a fool’s paradise.

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Confused about mainstream sexuality

Alles wird spießiger, prüder, restaurativer. Hilfe. Ja, es stimmt, und man muss etwas dagegen tun. Andererseits gibt es auch gegenläufige Trends. Interessanterweise werden manche Tabuthemen heute allmählich immer weniger Tabu, der mainstream diskutiert über sie. Beispielsweise Polyamorie. Der WDR fragt: warum nur einen lieben? Die bieder-konservative Neue Zürcher Zeitung stellt fest:

Die Polyamorie kommt! – Ein neues Liebesuniversum erwartet uns. Die monogame Zweierbindung wird da nur noch ein Schattendasein fristen. Neue Beziehungsformen locken. Polyamorie wird das nächste grosse Ding. In Zukunft werden wir «in Netzwerken lieben» und könnten «Gruppenehen» eingehen. Sie halten diese Begriffe für Monde des Planeten Pluto? Kommt hin: Es ist das neue Liebesuniversum. Und wir befinden uns bereits mittendrin.

Wow, da liege ich ja voll im Trend…bisher dachte ich, ich sträube mich gegen einen neo-biedermeier-Trend.

Ebenfalls ein Trend scheint es zu sein, ab und zu eine andere sexuelle Orientierung auszuprobieren. Vor allem Frauen scheinen allmählich die Hemmungen abzulegen, Bisexualität auszuprobieren. Nach Katy Perry’s wunderbarem „I kissed a girl“

<p><a href=”https://vimeo.com/35291721″>Katy Perry &quot;I Kissed A Girl&quot;</a> from <a href=”https://vimeo.com/user9466567″>Kinga Burza</a> on <a href=”https://vimeo.com”>Vimeo</a&gt;.</p> <p>

hat Hayley Kiyoko jetzt ein schönes Video gemacht, in dem junge Mädchen ihre Liebe zu einander entdecken. Ein realistisches Video, damit der Gewaltszene  des jungen Manns, der damit nicht klarkommt. Hayley behauptet zwar, das Video sei nicht über sie, deshalb tritt sie auch nicht selbst darin auf. Na und. Toll dass sie es gemacht hat.

Und nun auch noch ein Magazin für Frauen, die Frauen lieben, ironischerweise „Straight“ genannt. Wirklich gute Lektüre, auch wenn du keine Frau bist, die Frauen liebt – aber vielleicht mal mehr darüber verstehen  und wissen willst. Kein Kommerzprojekt eines Großverlags, sondern eine Initiative der Journalistin Felicia Mutterer. Chapeau!

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Irgendwie komme ich mir schon fast mainstream vor. Kaum zu fassen.

 

 

 

 

 

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Black beauty

Schon wieder schreibe ich über eine Sport-Ikone. Serena Williams, one of the greatest American athletes ever. Auch wenn mich Tennis nicht interessiert. Welche Epidemie der Rassismus in the land of the free nach wie vor ist, sieht man daran, wie Serena von einer rassistischen und sexistischen Gesellschaft behandelt wird. Kaum eine Sportlerin wird in den sozialen Netzwerken und sogar in den Mainstream-Medien so oft so mies behandelt wie sie. Vergleiche mit Gorillas, Affen, Männern (sorry, für eine Frau ist das kein Kompliment), Monstern, Nigger-Sprüche und so weiter sind absolut üblich. Vox schreibt, bei ihrem letzten großen Sieg konnte man bei Twitter nachlesen:

“she looks like a gorilla, and sounds like a gorilla when she grunts while hitting the ball. In conclusion, she is a gorilla.”

Für die Millionen hasserfüllter Kommentare zu Serena und Venus Williams gibt es sogar wissenschaftliche Studien: Pornographic eroticism and sexual grotesquerie in representations of African American sportswomen.

Die primitiven rassistischen Hass-Sprüche sind das eine. Mainstream-Medien formulieren das etwas sorgfältiger. Die New York Times kann sich keinen offenen Rassismus leisten, aber ein Artikel in dem eine Menge Weiße sich über Serena’s body äußern, das geht. Umgekehrt erscheinen natürlich keine Texte, wo sich eine Menge Schwarze über den Körperbau einer Weißen auslassen.

Abstoßend. Wirklich zum Kotzen.

Julia Robins kommentiert das in MsMagazine sehr treffend:

Women endure the public’s judgment of their bodies daily. One would think that the sports world, in which strength and power are ostensibly celebrated, would be a safe space for women’s bodies—that we would honor women’s strength just as we honor men’s. But instead, we write articles about women’s bodies and insecurities, rather than lauding their achievements.

Serena ist eine Ausnahmesportlerin, und dafür verdient sie uneingeschränkte Bewunderung – auch von Leuten wie mir, denen Sport nichts bedeutet. Das Ausmaß an Rassismus, das eine erfolgreiche schwarze Frau provoziert, ist wirklich furchterregend.

Im Übrigen: sie ist nicht nur eine tolle Sportlerin. Sie ist auch schön. A black beauty.

What is a beautiful woman? Nur eine stolze, selbstbewusste Frau kann schön sein, weil das das Wichtigste ist. Ohne Stolz und Selbstbewusstsein siehst du vielleicht gut aus, aber das reicht nicht für Schönheit. Serena ist schön. Black, powerful, beautiful.

 

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