Heldinnen: Dareen Tatour

Dareen Tatour ist eine Dichterin, eine Poetin. Länder, die Dichterinnen einsperren und verfolgen wegen ihrer Gedichte, nennt man normalerweise Diktaturen und Unrechtsregime. Allerdings nur, wenn ihre herrschenden Regimes nicht mit den USA oder den Führungsmächten der EU verbündet sind. Deshalb zählen nicht nur die Türkei, sondern vor allem auch Israel in der westlichen Öffentlichkeit nicht als Unrechtsregime, sondern als „Demokratien“.

Dareen Tatour ist eine Staatsbürgerin Israels, mit palästinensischen Wurzeln. Sie dichtet schon seit sie 7 Jahre alt ist, und sie ist auch eine Photographin. 160422-dareen-tatour - Kopie

Sie dokumentiert die Überreste der palästinensischen Dörfer, die den „ethnischen Säuberungen“, den Massenvertreibungen durch die Zionisten 1948 zum Opfer gefallen sind. Hier ein kurzes Video über die Reste des Dorfes Damoun:

Für ihr arabisches Gedicht “Resist, my people, resist them” wurde sie verhaftet – ohne solche rechtsstaatlichen Nettigkeiten wie einem Haftbefehl – und angeklagt, wegen Anstiftung zur Gewalt. Aber in dem Gedicht ruft sie nicht zur Gewalt auf, sondern beschreibt die Gewalt der Siedlerkolonialisten gegen die Palästinenser: Morde, Überfälle, Brandstiftungen.

“It is ironic, but not surprising, that I was sent to jail for protesting the killing of my people whereas actual Israeli killers roam free,” sagt Dareen. Nach monatelanger harter Haft sie wurde jetzt zu striktem Hausarrest mit elektronischer Fußfessel in Tel Aviv verurteilt. Selbst Arztbesuche müssen genehmigt werden – in der Haft wurde ihr Fuß gebrochen.

“They sent me to jail for writing a poem,” she said. “But poetry has become my key to freedom and I will hang on to that key until the end.”

Ganz anders sieht es aus, wenn jüdische Israelis echte Verbrechen begehen. Zum Beispiel einen kaltblütigen Mord. Der Soldat Elor Azarya erschoss kaltblütig den wehrlosen, verletzten Abd al-Fattah al-Sharif, Er ist auf freiem Fuß, mehr als eine Anklage wegen Totschlags hat er nicht zu erwarten. Zahlreiche Politiker inclusive Netanyahu solidarisieren sich mit ihm. Wie schlimm des Rassismus in Israel inzwischen ist, zeigt dieses Video über eine Solidaritätskundgebung für diesen Killer.

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Die wandelnde Buchhandlung

This is why I love Berlin. Du sitzt mit drei deiner liebsten Freundinnen in einem guten Restaurant, wir vergnügen uns ganz wunderbar, warten auf das Essen. Dann tritt eine Lady an den Tisch, mit einem dicken Stapel Bücher in den Händen. Sie ist nicht mehr die Jüngste, ihre schönen Gesichtszüge lassen erraten, dass sie schon vieles erlebt hat. Sehr gebildet, sehr elegant, bestimmt eine Künstlerin. Sie ist die „wandelnde Buchhandlung“, so stellt sie sich vor. Sie hat einige schöne Bücher für uns ausgesucht. Romane, Sachbücher, Autobiografien. Jedes einzelne stellt sie vor, erklärt es uns, was macht dieses Buch so interessant. Zum offiziellen Verkaufspreis können wir es kaufen, nicht billiger und nicht teurer als im stationären Buchhandel.

Sie macht das schon lange, nur in ausgesuchten guten und teuren Restaurants. Nur dort wo die Wirte einverstanden sind, wo das passende Publikum essen geht. Sie sagt, das hat eine lange Tradition. Es ist schon lange her, im alten West-Berlin, als „wandelnde Buchhandlungen“ Raubdrucke verkauften, preiswerter als im Laden, oder ganz verbotene Werke. Heute sei alles legal. Natürlich würde mich die ökonomische Seite sehr interessieren. Lebt sie davon, braucht sie es als Zusatzverdienst wegen ihrer mickrigen Rente? Macht sie es um mit interessanten Menschen ins Gespräch zu kommen? Aber, so persönlich wird man in diesem Setting nicht.

Sie kam genau zum richtigen Zeitpunkt, wie selbstverständlich, sie passte wunderbar in unser Gespräch. Charmant überzeugt sie uns, mehr richtige Bücher zu lesen und weniger in Bildschirme zu starren, und jede von uns kauft tatsächlich ein schönes Buch. Wir haben es nicht bereut.

Berlin, du bist so wunderbar. Ich glaube, so etwas gibt es nur hier. That’s why I love you.

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Imagining Chanel

What does the mind conjure up when a garment is not seen but instead described in words?

<p><a href=“https://vimeo.com/92986034″>IMAGINING CHANEL 2014</a> from <a href=“https://vimeo.com/adelevarcoe“>Adele Varcoe</a> on <a href=“https://vimeo.com“>Vimeo</a&gt;.</p>

IMAGINING CHANEL is an exploration into how fashion is experienced through language. It explores the role of the viewers imagination in the creation of fashion to highlight that fashion is something that predominantly exists in our minds. Sociologist, Yaniya Kawamura says; ‚Fashion does provide extra added values to clothing, but the additional elements exist only in peoples imaginations and beliefs. Fashion is not visual clothing but is the invisible elements included in clothing.‘ Imagining Chanel uses the descriptions of garments from the 1920s- 1960s Chanel archive at the Victoria and Albert Museum and the Powerhouse Museum as a tool to draw attention to the role the imagination plays within fashion and that fashion is not something that exists as dress only. The performance mimics the Chanel Salon Fashion Shows from the 1920s to explore a range of physical descriptions from the collection. The audience took part in the fashion spectacle to design their own clothing through the device of their imagination.

This beautiful video was reblogged from Adele Varcoe

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Vegane Extremisten

German bakers are the best in the world. Nirgendwo kannst du so gutes Brot kaufen wie hier. So ist es mysteriös, dass es woanders nicht kopiert wird. Belgisches Brot kann auch sehr gut sein. Die belgische Bäckerei „Le Pain Quotidien“ erobert seit einigen Jahren New York City sehr erfolgreich. Mit Brot von bester Qualität, bio natürlich. Ein  Geschmackserlebnis erster Klasse für Amerikaner, die eigentlich seit Jahrzehnten nicht mehr wirklich wussten, was Brot ist.

So kaufe ich auch gerne in Berlin das beste Brot der Welt. Schon der Geruch beim Kaufen ist ein sinnliches Erlebnis. Except, wenn ein Extrem-Veganer dabei ist. Er steht vor dir in der Schlange. Du riechst du tollen Brote, bist bester Laune. Er möchte ein „veganes Brot“. Hä? Die Lady hinter der Theke sagt, alle Brote sind vegan. Nein, sagt der Typ. Kann ich bitte die Zutatenliste haben, ein Brot nach dem anderen. Überall entdeckt er irgendein Enzym, irgendwelche Spuren von Tieren. Er nervt. Ein gefühlte halbe Stunde lang.

Endlich findet er ein veganes Brot. Umständlich packt er es ein. Ich bin jetzt dran. Ich bin schon so sauer, dass ich laut und deutlich sage, ich möchte bitte ein nicht-veganes Brot. Haben Sie eines mit Eiern drin, Butter, oder so was? Er schaut mich empört an, versteht genau was ich sagen will. Aber er sagt keinen Ton. Die Lady hinter mir kichert. Zum Glück weiß die Lady hinter der Theke noch, dass der größte Teil ihrer Brote den Vegan-Test nicht bestanden haben, und mein Favorit ist dabei.

Sie nerven, diese religiösen Fanatiker. Herzlichen Dank an kiezneurotiker für seinen reich illustrierten Text gegen die Vegan-Missionare. Welch einen Mist diese Leute essen, hat der Foodblogger und Fleischer wurstsack ausgezeichnet beschrieben:

Trotzdem finde ich mich wieder einmal in meiner Annahme bestätigt, dass es dem westlichen Veganismus um alles mögliche geht, jedoch nicht ums Gemüse.

Wer nicht begreift, dass ein Bio- / Demeter– oder Biolandwirt Tiere halten muss um auch „veganes“ Gemüse oder heimisches Soja anzubauen, der verarscht seine Kunden und lässt sie immer weiter in eine Traumwelt abgleiten, die vor allem denjenigen schadet, die für uns Lebensmittel anbauen und herstellen – den Bauern und der Landwirtschaft.

Wer nicht weiß, dass Schweine ihre großen Schnautzen haben, um damit im Boden wühlen und sie stattdessen in eine kleine, enge Imbissbude in Berlin sperrt, um sie als emotionales und werbendes Nutztier für sein Geschäft mit Zusatzstoff-geschwängertem Fastfood zu nutzen, ist weder ein Tierfreund noch ein „Weltretter“.

Wir brauchen dringend eine breite kulinarische Bildung, die weiter reicht als bis zum Tellerrand und auch von der Landwirtschaft entfernten Genießern wieder einen Zugang zum Ursprung der Lebensmittel ermöglicht.

Was wir nicht brauchen ist ein Geschäft mit diesem Unwissen, dass auf Zusatzstoffen und hochindustriellen Prozessen aufbaut, Nutztierhaltung verurteilt, aber selbst Tiere zur Promotion der eigenen, weltfremden Ideologie nutzt.

So ist es. Ich gehe jetzt einen Burger essen. Nein, nicht bei dieser miesen Golden Arches Kette. Bei einer ehrlichen, handwerklichen Burgerbraterin. Bio-Qualität. Guten Appetit!

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Enjoy the sun

Der Frühling kommt mit Macht, und erleichtert werfen die Menschen ihre schweren Winterklamotten ab. Die Sonnenstrahlen machen gute Laune, noch ist es  nicht so drückend heiß wie im Sommer. Schön, wenn du einen Park in der Nähe hast, im Grünen macht die Sonne noch mehr gute Laune als zwischen Asphalt und Beton.

Genau das tun auch die Mitglieder der  Outdoor Co-ed Topless Pulp Fiction Appreciation Society. Selbstbewusste Ladies, die sich im Prospect Park in Brooklyn treffen, um gute Bücher zu lesen. Topless. Weil es schöner ist. Legal in New York seit einem Gerichtsurteil von 1992. Wenn Männer das dürfen, kann man es Frauen nicht verbieten. Eigentlich logisch. Die New York Times meint zurecht: members of this book club are part of the growing number who believe it’s time for women’s nipples to have their moment in the sun. Die NYT hat ein schönes Video dazu gemacht:

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http://graphics8.nytimes.com/video/players/offsite/index.html?videoId=100000004162595

Skandalöse Zustände, meinen die Republikaner. Nicht weit weg, in New Hampshire, hat kürzlich auch ein Richter zwei Ladies freigesprochen, die ihren Oberkörper am Strand nicht in einen Käfig zwängen wollten. Jetzt diskutiert das Repräsentantenhaus von New Hampshire über ein Verbot. Der Parlamentspräsident, selber Republikaner, sorgt sich schon darüber, dass sein Staat sich lächerlich macht. Zu recht.

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Making America great again

So Bernie lost New York. Not really surprising, despite all hopes. NY has always been the state that loved Hillary, the state that made her Senator, where Wall Street is, where she gets her money. Yet, even the fact that her victory was in doubt for more than one second is such a great thing. I am…still thrilled. Not at all disappointed.

OK, Bernie may not get the White House. It doesn’t matter. He has achieved already way more than he, than we ever could imagine.

America is changing.

Du spürst es, es liegt in der Luft. The wind of change. Wahrscheinlich, es muss so ähnlich gewesen sein 1980 als Ronald Reagan gewählt wurde. Das war mehr als ein normaler Wechsel im Weißen Haus. Das war eine neue Epoche. So ist es jetzt auch, das glaube ich. Zugegeben, ich bin notorische Optimistin. Es ist eigentlich egal wer das Weiße Haus gewinnt.

Millionen Menschen schauen nicht mehr passiv zu und kämpfen individuell um das Überleben, gegen den Abstieg. Sie machen Politik. Wieder einmal, die Konservativen sind radikaler, konsequenter, emotionaler. Donald Trump gibt ihnen eine Stimme, der Provinz, den Verlierern der Globalisierung, den Verunsicherten – vor allem der männlichen Hälfte. Ich habe keine Angst mehr vor Donald Trump. Trump wird in kein Land einmarschieren. Trump wird keinem Land ein Freihandelsabkommen aufnötigen. Trump wird den Rest der Welt mehr in Ruhe lassen als alle anderen Präsidenten in den letzten 50 Jahren. Er wird Israel fallenlassen. Genau deswegen wird sich das Problem mit den Muslimen rasch lösen. Die wollen auch nur in Ruhe gelassen werden. Sie werden sich mit Trump sehr gut verstehen. Ganz im Gegensatz zu den religiösen christlichen Extremisten, sie hassen Trump mehr als sie Clinton hassen. Er zerstört ihren Traum, Amerika zu einem Fundamentalistenstaat zu machen. Sie machen sich längst lächerlich mit ihren Moral-Gesetzen in den Bundesstaaten.

Viel gefährlicher ist Ted Cruz. Er ist das Flaggschiff der rechtskonservativen, rechtsradikalen Finanzelite. Interventionismus, noch mehr Globalisierung, religiöser Extremismus sind sein Programm, das Programm seiner Finanziers, und er ist intelligent. Vor diesem Mann muss die ganze Welt Angst haben, nicht vor Trump. Aber Cruz hat keine Chance auf das Weiße Haus.

Die demokratische Seite der Wählerschaft ist weiblicher und deshalb rationaler, weniger impulsiv und vorsichtiger. Auch sie wollen ein anderes Amerika, sozialer, gerechter, weniger aggressiv. Junge Menschen begeistern sich für Bernie Sanders, aber die älteren zögern, sind noch auf der Seite dessen was sie kennen, ohne Begeisterung, sondern sehr nüchtern. So wird wohl Hillary gewinnen, aber sie wird Präsidentin eines anderen Landes sein. Die Menschen werden mehr soziale Gerechtigkeit, weniger Einfluss des big money, weniger religiösen Wahnsinn durchsetzen. Das ist der neue Mainstream. It is unstoppable. America wird wieder ein spannendes Land in den nächsten Jahren. The American dream is back. So exciting.

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Um so mehr, Europa macht mir Sorgen. Das Land von Liberté Egalité Fraternité, vor allem. Die Jugendproteste sind ziellos, planlos, richtungslos, wirkungslos. Die verbliebenen Progressiven  sind unfähig in diesem Land, eine politische Bewegung zu organisieren. Front National vs Establishment, da kannst du nur weglaufen. Britain, nicht besser. Sie stimmen über die EU ab, bestimmt bald wieder über Schottlands Unabhängigkeit. So rückwärtsorientiert, unfassbar. Und Germany? Noch seid ihr satt und zufrieden, aber wie lange noch? Was passiert, wenn bei euch Wirtschaftskrise ist? Es fällt mir schwer, sehr optimistisch für ein gerechteres, sozialeres Deutschland zu sein.

This land is my land, this land is our land

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The winner takes it all

Meine lieben Mitbewohnerinnen haben sich ein sehr außergewöhnliches Geschenk ausgedacht. Sie buchen die VIP-Suite in einem sehr noblen Hotel. Für einen CMNF-Abend, nur für mich. Fünf sorgfältig ausgewählte Gentlemen. Keinen kenne ich, jeder nennt nur den Vornamen, ich auch. Über Berufliches wird nicht gesprochen. Dresscode für die Herren: elegant, high-end, aber auf keinen Fall konventionell. Anzug und Krawatte sind nicht angesagt. The dresscode for the lady is: shoes and jewellery, nothing else. We will enjoy the evening, exquisite food, champagne, and music. At midnight, the lady will invite one of the men to stay for the night, the others say goodbye. The leaving four will pay the bill, the lucky fifth and the lady never will see the bill.

There are clear rules. Nobody must touch me. Nur ein Wangenkuss zur Begrüßung ist erlaubt.

I am excited. Very excited. Even if you wear basically nothing, you can spend whole days thinking about what you will wear. I will wear a lot of jewellery. My largest earrings. Mindestens 2 Halsketten. Bracelets. And a new piece by Sylvie Monthulé, this fabulous French designer. Her creations are truly exciting.

Während alles vorbereitet wird, warte ich im Schlafzimmer der Suite. Als meine liebsten Ladies mit allem fertig sind, verabschieden sie sich. Ich betrete den Raum, begrüße die Gentlemen unter ihren bewundernden Blicken.

Die Gentlemen sind wirklich sorgfältig ausgesucht. All very likable. Sehr kultivierte Herren.

Valentin, ganz in Seide. Seide fühlt sich nicht nur gut an, hat einen wunderschönen Glanz – Seide lässt auch die Umrisse des Körpers gut erkennen. Martin, mit einem westafrikanischen Outfit seines Vaters, ein wunderschön gesticktes farbenfrohes Kleid für Männer. Bestimmt sehr bequem. Er könnte ohne weiteres als Häuptling eines Stammes durchgehen, wenn er nicht so hellhäutig wäre. Chad, Amerikaner, er kommt wie Charlie Chaplin, redet auch so, sehr amüsant, sehr süß. Pierre, mit einem indonesischen Batikhemd voller fantastischer Vögel. Ein tragbares Kunstwerk. Julius, er kommt mit einem sehr langen T-Shirt, man könne fast sagen einem Kleid, voller Botticelli-Motive. Macht sich gut. Männermode kann sehr vielseitig sein. Anscheinend muss man soviel Kreativität als Dresscode vorschreiben, und eine hohe Belohnung aussetzen. Dann funktioniert es. Von alleine würden sie es nie machen.

Es ist hinreißend, wie sie sich gegenseitig belauern – nun, sie sind Konkurrenten. Jeder scheint seine Aufmerksamkeit zu 50% auf mich und zu 50% auf seinen wahrgenommenen Hauptkonkurrenten aufzuteilen. Jeder scheint einen Hauptkonkurrenten zu identifizieren, nur einer nicht. Er sieht nur mich. Anfangs bemühe ich mich, auf keinen Fall einen Favoriten durchblicken zu lassen. Es fällt mir nicht schwer, alle sind sehr spannende Exemplare der Gattung Mann.

Wir unterhalten uns ganz wunderbar, und doch: es ist eine eigenartige gespielte Lässigkeit. Die Gentlemen achten auf jedes Wort, auf die kleinste Bewegung. They try their best to look me into the eyes and not on my tits.

Am Tisch sieht man nur die halbe Person, und so: Die Gentlemen sind meine Gäste, ab und zu stehe ich auf, serviere noch ein Glas Sekt, eine Praline oder ich schalte auf eine andere Hintergrundmusik. I enjoy them watching me, my body, my movements.

Nach dem Essen machen wir Stehempfang, it’s more sexy. Small talk. Ernsthaftere Gespräche. Die Herren sind unsicher, beeindrucken sie mich durch tiefsinnigere Konversation oder langweilen sie mich genau damit? Sollen sie zeigen was für tolle Hechte sie sind, oder sollen sie das vermeiden und lieber mich bewundern? Difficult choices, I am sure. I really enjoy the game. Nur wer sich keinerlei Verkrampfung anmerken lässt, hat eine Chance. Souverän und doch leicht, selbstbewusst und doch bewundernd der Lady gegenüber, full of desire und doch nicht „schmachtend“, that s the right combination. Maybe they know it, am Ende siegt derjenige, der genausoviel von sich preisgibt, dass er geheimnisvoll und interessant ist, eine Aura verströmt: den will ich näher kennenlernen, und das geht nur alleine mit ihm. Das ist mehr sexy als alle körperliche Attraktion.

Natürlich lasse ich sie warten. Meine #1 steht lange nicht fest. Pierre und Julius haben die besten Chancen. Sie ahnen es, sie versuchen sich zu neutralisieren ohne dass ich es merke. Natürlich merke ich es. Am Ende gibt eine einzige Bemerkung den Ausschlag. It strikes a chord in me that nobody can possibly know.

Pierre was the lucky one.  The winner takes it all. Als die anderen sich traurig verabschiedeten, war er zunächst sehr erschöpft, sagte fast nichts mehr. Ich dachte, welche Enttäuschung. Er war plötzlich sehr passiv. Aber ich verstand, es war eine große Anstrengung.

When I undressed him, his energy returned. He was the right choice. We had a very erotic night, unbelievably intense. Ein wunderbares Geschenk. Kultivierte Erotik ist die höchste Form menschlicher Evolution. It’s paradise.

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