Fremde Federn: The Broken Contract

Frances Coppola ist eine Finanzmarktanalytikerin. Keine Analystin, sie arbeitet nicht mehr für Banken und die Finanzindustrie, sondern schreibt über sie. Nicht mit allem ich stimme überein, aber sie schreibt viele interessante Dinge die du woanders nicht lesen kannst.

Und manchmal, sie schreibt auch etwas grundsätzlicher. Ich möchte empfehlen The Broken Contract. Der Zusammenbruch des Weltbildes aus der Bibel, seit der Vertreibung aus dem Paradies. Die Frau, als Strafe für die „Ursünde“, Gott sagte zu ihr: “I will make your pains in childbearing very severe; with painful labor you will give birth to children. Your desire will be for your husband, and he will rule over you.” Zum Mann, Gott sagte: ““Because you listened to your wife and ate fruit from the tree about which I commanded you, ‘You must not eat from it,’ cursed is the ground because of you; through painful toil you will eat food from it all the days of your life. It will produce thorns and thistles for you, and you will eat the plants of the field. By the sweat of your brow you will eat your food until you return to the ground, since from it you were taken; for dust you are and to dust you will return.” So die Bibel. All fantasy? Of course.

Aber es war auch die Grundlage für die Gesellschaftsordnung, die nach dem Übergang von Jägern und Sammlern zu Bauern und Hirten entstanden ist. Sie beginnt sich erst jetzt aufzulösen. Frauen sind für ihren Status nicht an das Kinderbekommen mehr gebunden, Männer nicht an die harte körperliche Arbeit.

„The values we attach to men and women are changing. We no longer value women by their ability to produce children, and in particular sons – at least in developed countries we don’t, though in poorer areas of some developing countries this view of women may still be current. And we need to stop valuing men by their ability to work and produce….This is tough for many people, both men who feel emasculated by taking on nurturing roles that have traditionally been done by women, and women who feel threatened by men taking over some of their caring responsibilities. In some ways the attitude of women is even worse than that of men: women who regard men who work in nurturing roles as „not real men“ can do immense damage to the self-esteem and capability of those men.”

A really excellent text, please accept my recommendation to read it here.

Eve’s organic apples are selling very well.

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In memoriam: Kamal Boullata 1942 – 2019

A great Palestinian artist and historian has passed away. Kamal Boullata starb, ausgerechnet, in Berlin am 6.August. Kamal wurde berühmt durch sein Buch „Palestinian Art: From 1850 to the Present”. Niemand hat vor oder nach ihm eine solch umfassende und profounde Übersicht über die Kunst in Palästina, vor und nach der Kolonisierung durch Europäer geschrieben, und von Palästinensern im Exil. Es ist kein reines Geschichtsbuch, es ist auch und gerade ein Buch über die Gegenwart. Ein Buch über die Spannung zwischen Tradition und Bewahrung der palästinensischen Identität unter dem Druck der Kolonisierung und Vertreibung, und der Innovation in der Gegenwartskunst – denn du kannst deine Identität nur bewahren, wenn du sie nicht einfrieren willst, sondern weiterentwickelst. Bestellt euch das Buch, nicht bei Amazon, sondern bei Al-Shabaka in New York.

Kamal war auch selbst Künstler, von politischen Propagandaplakaten und –motiven zu moderner Gegenwartskunst. Im Palestine Poster Project sind einige seiner Motive zu sehen, aus den 1960er bis 1980er Jahren. Sie zeigen die Evolution des palästinensischen Freiheitskampfes, vom bewaffneten Freiheitskampf zum Kampf für Frieden.

Die Poster sind heute weitgehend in Vergessenheit geraten, bekannter wurde seine abstrakte moderne Malerei, die mit Motiven aus der Kunstgeschichte Palästinas kreativ umgeht.

In the Beginning, There was the Word – 1983

Die spielerische Verarbeitung arabischer Kalligraphie in die abstrakte Kunst ist eines seiner Markenzeichen.

Kamal war aber auch politisch engagiert, nicht nur in seinen frühen politischen Postern. Er hat das palästinensische Thinktank Al-Shabaka in New York mit gegründet. Al-Shabaka ist ein unabhängiges Policy Network, und gibt ausgezeichnete Einblicke in die palästinensischen Realitäten. Subscribe to its newsletters, it will help you to understand what’s going on.

Kamal gab 2008 das bemerkenswerte Buch heraus Belonging and Globalisation: Critical Essays in Contemporary Art and Culture. Das bewegende Thema deiner kulturellen Identität unter dem Druck der Globalisierung, mit Essays von vielen Künstlern und Intellektuellen außerhalb des westlichen Mainstreams. Also Leute, die im Westen niemanden interessieren. Mich interessieren sie viel mehr als die geschwätzigen Plappermäuler, die die western mainstream media füllen. Read this book, you will benefit enormously. It will widen your horizon, if that’s something you are actually interested in.

Steve Sabella noted just after Boullata’s death: „I had dinner with Kamal three weeks ago just before I left for Jerusalem, the city of our birth. He looked young, energised, inspired, speaking about many projects. From the moment we met in 2002, any conversation with Kamal ignited my imagination. Only beauty emerges when one delves into his art and listens to his carefully chosen words -words that I felt always came out from the heart. Kamal inspired thousands in his life, and I do feel his journey has just begun. Kamal’s departure is not a loss, but a reward to all humanity.“

Kamal wurde in Jerusalem geboren, als es noch britisches Mandatsgebiet war. Die Kolonialisten haben ihn vertrieben, Jahrzehnte verbrachte er im Exil in Marokko, USA, Frankreich und schließlich in Berlin. Die Deutschen haben es nicht einmal zur Kenntnis genommen, welch ein großer Künstler und Intellektueller in ihrer Hauptstadt lebte, dafür sind sie zu selbstfixiert.

Wenn es euch interessiert – und ich hoffe es ist so – bestellt euch einen Druck von Qasida bei Al-Shabaka.

Titled Qasida, the print’s geometric components mirror the rhythmic structure of the classical Arabic ode. The silkscreen is hand-printed on acid-free MultiArt Silk, 400 gr. and produced in the studios of Martin Samuel in Berlin in a limited deluxe edition of 50, titled, dated, numbered and signed by the artist with 10 artist’s proofs noted in Roman numerals.

I am really so sad.

 

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Sheryl auf der Yacht

Sheryl hat sich ihr teures Studium verdient mit einem Nebenjob als Escort-Lady. Für sie, es war klar, sie macht nur sehr niveauvolle und lukrative Sexarbeit, nichts im Niedriglohn-Sektor. Sie ist extrem charmant, sehr schön, spricht drei Sprachen und beherrscht die Kunst der niveauvollen Unterhaltung mit den unterschiedlichsten Menschen perfekt. Jetzt, das Studium ist erfolgreich abgeschlossen, sie braucht das Geld eigentlich nicht mehr, aber gelegentlich, sie spielt weiter Escort, for the thrill of it.

Aber, weil sie es nicht mehr braucht, sie verlangt viel Geld, mehr als andere, und ihre Strategie geht auf. Für ihre Kunden, die Preise sind das Signal, sie ist etwas Besonderes. Sie ist Luxus. So ihre Kunden sind Männer oder Paare, für die Geld spielt keine Rolle. The upper class, the high society, people she doesn’t have to like, but she likes to milk them.

Ein Kunde hat sie überrascht mit einem außergewöhnlichen Angebot. Sie soll mitkommen auf seiner Privatyacht, 2 oder 3 Wochen Karibik, und ihn unterhalten und ab und zu auch Gäste auf der Yacht. Aber die Bedingung ist: sie soll nackt sein, die ganze Zeit. Nonstop. Immer. Als wäre es das normalste der Welt. Und dafür, sie kann einen Fantasy-Preis verlangen.

Zweimal schon hatte sie 12-hour dinner dates mit ihm, sie waren angenehm und unkompliziert. Sheryl denkt nach, erkundigt sich bei einigen Leuten über diesen Kunden, und schließlich, she agrees. Für sehr viel Geld, sie macht es. Sie hat sich gründlich vorbereitet und ist sehr gespannt auf diesen Job.

Als sie auf die Yacht kommt, sie ist beeindruckt. Niemals, sie war auf einer Privat-Yacht. Sie hat ein gut ausgestattetes privates Zimmer, and she undresses. For the next 15 days, she will not wear anything except jewellery. Strange feeling.

Der Kunde zeigt ihr die Yacht, stellt das Personal vor, und bittet um Entschuldigung, er habe jetzt keine Zeit, er habe zu tun. Sunbathing, der kleine Pool, ein kleines Nickerchen, ein Cocktail aus der Bordbar, ein Snack, time goes on, es wird langsam ein wenig langweilig. Ein Glück, es gibt Internet, und so sie beginnt Dinge zu tun, für die sie eigentlich nicht auf diese Yacht gekommen ist: checking emails, social media, internet…Der Kunde lässt sich erst wieder zum Abendessen sehen, ein excellentes Dinner mit wunderbarem Sunset-Panorama. Er sagt, er geniesse ihre ausgezeichneten Unterhaltungskünste und ihre Schönheit, das wisse sie schon, und er freue sich, dass sie macht das jetzt in seiner Yacht. Es wird eine sehr angeregte Unterhaltung, sie verstehen die Kunst des Respekts vor anderen Meinungen, aber haben manchmal sehr kontroverse, manchmal auch ähnliche Ansichten. Vor allem über Präsident Trump. Sheryl hätte nicht gedacht, dass sie hier sehr politische Unterhaltungen haben wird.

Irgendwann, er steht auf, bedankt sich und wünscht eine gute Nacht, er ist jetzt müde. Sheryl is very surprised. Als escort lady, man lädt dich ein, weil man irgendwann Sex haben will, aber hier, es muss wohl nicht sein. No problem.

Der nächste Tag verläuft genauso, wirklich langweilig. Beim Abendessen, er wirkt abwesend, sie sprechen nur Smalltalk. Sheryl beginnt es, langweilig zu werden. Sie springt oft ins Meer, schwimmt, sunbathing, aber es ist eintönig auf dieser Yacht.

Am dritten Tag, er kündigt Besuch an. Ein Paar, ein alter Freund und seine Frau. Sie werden über Nacht bleiben. Sheryl ist gespannt, und auch ein wenig nervös. So etwas hat sie noch nicht gemacht. Sheryl’s Kunde hatte sie vorbereitet, der Typ sei eigentlich schrecklich, Republikaner aus Texas, aber er habe ihn bisher gebraucht. Jetzt nicht mehr. Sie solle versuchen, mit ihm über Politik zu diskutieren. Über Trump. Sie soll ruhig sagen was sie denkt. Machen Sie ihn fertig. Er selbst werde nicht viel sagen. Aber er werde es genießen, wenn Sheryl ihn provoziert. Und was ist mit seiner Frau? Seine Frau Carol sei sehr klug, sehr charmant, aber leider sie widerspreche ihrem Mann nie, obwohl sie ganz anders denkt als er.

Als die beiden kommen, sie sind nicht so überrascht wie Sheryl erwartet hat, dass sie ist nackt. Es scheint, sie ist nicht die erste… Der Mann ist Sheryl sofort unsympathisch, ein großspuriger Egozentriker, so sie empfindet es. Die Lady macht schnell den Eindruck, dass sie das alles nicht sehr ernst nimmt. Es dauert nicht lange, und Sheryl und der Texaner streiten sich. Sheryls Kunde grinst vor Vergnügen, Carol ist es vermutlich peinlich. Der Texaner hat wenig Argumente, spielt nur mit Vorurteilen. Es wird kritisch, als er empört sagt, man könne doch nicht auf eine Ostküsten-Hure hören. Seine Frau lacht sarkastisch und sagt ihm, er sei doch ein großer Verehrer von Ostküsten-Huren.

Sheryl‘s Kunde beendet das Gespräch bevor es eskaliert, und nimmt den Texaner mit in seinen Arbeitsraum. Sheryl und Carol bleiben am kleinen Pool zurück. Sheryl ist verunsichert, ist sie zuweit gegangen? Carol lacht, du hast es ihm gegeben, gut so. Er braucht das. Das Schlimme ist, er lässt sich nur von Männern etwas sagen, aber Männer sind heute zu feige, ihm etwas zu sagen, sie schicken Frauen vor. Hat er Sie deshalb angeheuert, oder was hat er Ihnen erzählt? – Ich soll ihn und seine Gäste unterhalten. – Nackt? – Ja, das wollte er unbedingt. – Wegen mir müssen Sie nicht nackt sein. – Danke, aber ich finde es eigentlich schön, wollen wir in den Pool?

Carol trug einen ziemlich durchsichtigen Hauch von Strandkleid, und darunter einen Bikini. Sie zieht das Kleid und ihr Top aus, und geht mit Sheryl in den Pool. Ganz nackt ist nichts für mich, aber topless finde ich auch schön. Ist es nicht ein eigenartiges Gefühl, was Sie da machen? Sie lassen sich von diesen Typen benutzen, nur für Geld? Was ist das für ein Gefühl? Wie passt das zu Ihrem Respekt vor sich selbst? Sheryl und Carol finden sich bald sympathisch, obwohl sie so anders sind. Aber auf dieser Yacht haben sie jetzt wenig andere Möglichkeiten außer miteinander zu sprechen. Sie wollen nicht über Politik und dieselben Themen sprechen wie die Männer, so sie reden über Sexarbeit. Carol ist sehr neugierig.

Carol sagt irgendwann, eigentlich, sie sei auch eine Art Escort Lady. Wenn sie ehrlich ist, sie hat ihren Mann vor allem wegen seinem Geld geheiratet. Er war damals noch sympathischer, aber wenn er wäre arm gewesen, er hätte keine Chance bei ihr gehabt. Vermutlich, Sheryl habe es interessanter, immer derselbe sei ja langweilig. Schon oft, sie habe mit Scheidung gedroht, damit wäre sie unabhängig, aber ihr sehr konservatives Umfeld habe das bisher verhindert. Aber ihre Ehe sei völlige Fassade, sie hätten beide viele Affären und schon lange getrennte Schlafzimmer. Und so stellt sich die Frage, darf Carol heute nacht Sheryl‘s Zimmer haben, wenn ihr Kunde heute Sex mit ihr will? Und vielleicht auch, wenn er es nicht will? Mit ihrem „Ehemann“ ein Bett, nein, auf keinen Fall.

Genauso kommt es. Den ganzen langen Abend verbringen die beiden Ladies miteinander, von den Männern ist nichts zu sehen, auch nicht beim excellenten Abendessen. Schließlich, die Ladies liegen beide in Sheryl’s Bett, und Sheryl ist sehr erstaunt wie sich dieser Trip entwickelt. Carol erlebt zum ersten Mal Sex mit einer Frau, es ist ein Erlebnis, das ihre Gefühle sehr durcheinander bringt.

Als die Texaner am nächsten Morgen wieder gegangen sind, Sheryl’s Kunde bittet um Entschuldigung, dass er so wenig Zeit für sie hat. Erst später an diesem Tag, er hat Zeit für sie. Sheryl macht ihm Vorwürfe, genauer – sie spielt dass sie ihm Vorwürfe macht. Warum laden Sie mich ein, wenn Sie nie Zeit für mich haben? Ja, das stimmt, er bittet um Entschuldigung. Er freut sich, dass sie ist hier. Sheryl will wissen, warum er unbedingt will, dass sie immer nackt ist. Er sagt, er hat sie eingeladen, weil die beiden Dinner Dates sehr schön waren, weil sie dabei so wunderbare Unterhaltungen hatten, und weil es danach auch so wunderbar war. Als er sie nackt gesehen hat, er fand, sie ist die schönste Frau die er je gesehen hat. Deshalb. Er genieße jede Minute, sie nackt zu sehen.

Aber Schönheit kann durch schöne Kleider noch schöner werden. – Natürlich, aber er liebt die ganz natürliche Schönheit. Er freut sich, dass sie das Angebot angenommen hat. – Es war natürlich unwiderstehlich, aber dennoch, so etwas ist auch ein Risiko. Ihre Freundinnen wissen, wo sie ist. – Natürlich. – Sheryl fragt ihn, ob er es genießt, Macht über Frauen zu haben. Natürlich, sie ist sein Gast, aber auch seine Auftragnehmerin, und mit seinem Geld, er kann Macht ausüben. Er genießt es, Macht zu haben, natürlich. Macht über Männer auszuüben, sei nicht so schön, aber notwendig. Macht über Frauen ist anstrengender, weil man als zivilisierter Mann mehr Hemmungen hat, Macht gegenüber Frauen durchzusetzen. Aber es ist schöner. – Sheryl bezweifelt das, sie hat schon oft erlebt, wie Männer sehr brutal sich gegen Frauen durchsetzen. – Das sind keine zivilisierten Männer, sondern brutale. Er sei nicht brutal. So zum Beispiel, unsere Vereinbarung ist, wir haben Sex wenn wir beide wollen. Wenn sie zwei Wochen lang nicht will, er sei enttäuscht aber es ist okay. – You’re fooling me. Any other agreement would be illegal. – Natürlich, aber dennoch, sie sei eine wunderbare Frau, er respektiere alle ihre Wünsche.

Sehr charmant, aber Sheryl weiß, auch er spielt nur. Sie will wissen, ob er so etwas schon einmal gemacht hat. – Escorts waren schon oft hier, aber nie so lange. – Auch wenn er sich sehr charmant und zivilisiert gebe, dennoch müsse er es doch jetzt genießen, dass er sich Sheryl zwei Wochen lang leisten kann, und dass er ihr sagen kann, sie soll immer nackt sein, für ihn. Das ist Macht. – Ja natürlich. Er hat oft geträumt, wie ein mittelalterlicher Sultan einen Harem von 10 nackten Frauen hat, sie wirklich besitzt, aber ihnen auch ein Leben in Luxus ermöglicht. – Luxus ohne Freiheit ist nichts Schönes. – Das stimmt. – Sheryl sagt, an den mittelalterlichen Höfen Europas hatten die männlichen Herrscher alle Kurtisanen. Sie brauchten Liebe außerhalb ihrer Zwangsehen. Kurtisanen waren sehr angesehene und oft mächtige Frauen, alles andere als Sklavinnen, und sie wurden für ihre Dienste fürstlich bezahlt. Sie fühle sich als Kurtisane für 2 Wochen, nicht als Haremssklavin. – Er ist begeistert. Ja, vergessen wir die Haremssklavin, Kurtisane, das ist viel schöner. Sie diskutieren noch lange über Harem, Sheryl erzählt ihm viel über Realität und Mythos des Harems, über Fatema al-Menissi, die marokkanische Feministin und ihre Literatur über den westlichen Haremsbegriff, er ist sehr beeindruckt.

Er will wissen, ob Sheryl das Bild „Brennus und sein Anteil an der Beute“ kennt? – Ja. Der keltische Krieger, der Rom plünderte als Beuteanteil fünf nackte Frauen bekommt. Paul Jamin hat es 1893 gemalt. Ich frage mich, was für Phantasien solche Maler haben. – Sie haben genau die gleichen Phantasien wie ich. Sie sind erschreckt, natürlich, aber glauben Sie mir, diese fünf Frauen würde ich verwöhnen wenn ich sie besitzen würde. Eine Kopie dieses Bildes habe ich zuhause an der Wand. Daneben die moderne Persiflage von Allen Hatch. Kennen Sie die auch? – Nein, was ist das? – Der Keltenkrieger ist ein moderner Mann im Anzug, der die fünf nackten Frauen bekommt. Wenn ich Besucherinnen habe, sie sind, haha, nicht begeistert. – No surprise. Ich finde solche Phantasien auch nicht amüsant, obwohl ich gerade die Hauptrolle in einer solchen Phantasie spiele. – Sie finden das nicht amüsant, was Sie jetzt machen? Warum tun Sie es dann? – Ich bin eine freie Frau und spiele mit dem Feuer. Mit dem Feuer spielen ist Teil der menschlichen Natur. It’s thrilling. Aber Sie träumen nicht von freien Frauen, sondern von gefangenen, von Sklavinnen. – Ich weiß dass das alle Frauen verstören muss. Aber ich bewundere alle Frauen eigentlich, ich bete sie an, und um das zu tun, muss ich sie um mich herum haben.

Stundenlang führen sie solche Gespräche, Sheryl fühlt sich manchmal wie eine Psychotherapeutin, manchmal spielt sie Bewunderung für den großen, reichen Mann, manchmal macht sie sich über ihn lustig. Er genießt es. „Solche Gespräche kann ich nur mit Ihnen führen, Sheryl. Meine Freunde ticken alle wie ich, das ist langweilig, oder sie sind zu blöd überhaupt Gespräche zu führen. Sie sind wunderbar. Die klügste und schönste Escort Lady der Welt. Ich liebe Sie.“ – „Danke für die Komplimente, aber Sie wissen, ich bin nur Dienstleisterin.“ Sheryl navigiert durch gefährliche Gewässer.

Er erwähnt beiläufig, morgen abend werde die Yacht an einer Privatinsel anlegen, dort gebe es eine Party bei einem Freund. Sheryl sei herzlich eingeladen, aber wenn sie keine Lust habe, könne sie natürlich gerne auf der Yacht bleiben. – Nackt? – Ja, das ist unsere Abmachung. Aber bei dieser Party tragen alle nicht viel, vor allem die Gastgeberin. Man könnte sagen, es ist eine erotische Party.

Als das Boot anlegt, sie werden begrüßt von einer nicht mehr ganz jungen Lady, die nichts trägt als einen kleinen Bikinislip. Sie begrüßt Sheryl leicht ironisch, „mit einer Nackten ist unser Freund hier noch nie aufgetaucht, herzlich willkommen, ich freue mich“. Es sind etwa 20 fast alles ältere Amerikaner und Europäer, offenbar Paare, dazu einige jüngere lokale Frauen. Es gibt ein Buffet, Cocktails, Mocktails, Sekt, und eine traumhafte Strandkulisse.

Die Herren finden Sheryl sofort sehr interessant, während Sheryl’s Kunde nur mit einem anderen Herren redet, etwas abseits, als würde ihn die ganze Party gar nicht interessieren. Ein Herr kneift Sheryl in den Hintern und macht eine freche Bemerkung. Sie gibt ihm eine Ohrfeige und beschimpft ihn. Er ist völlig konsterniert. „Das werden Sie bereuen“, er giftet sie an. „Nein, Sie sind es der dies bereuen wird“, sie faucht zurück. Die Gastgeberin hat es gesehen und kommt zu Sheryl. „Sehr gut, das freut mich, dass Sie diesem alten Arschloch die Meinung gesagt haben.“  – „Wer ist das?“ – „Mein Mann. Er verachtet Frauen, für ihn sind wir nur Dinge die man benutzt und dann wegwirft.“ Sheryl ist sichtlich überrascht. „Wir hassen uns, aber wir tun nach außen so als wäre alles okay.“ – „Warum?“ – „Das hat seine Gründe.“

Sheryl und die Gastgeberin kommen ins Gespräch. Ja, wir machen hier Parties, bei denen man ins Gespräch kommt, aber auch Sex haben kann wenn man will. Ich mache das schon länger. Ihr Freund kommt auch gerne, aber er ist ein wenig anders, er ist Single und kommt manchmal allein, aber er scheint sich wenig für die Frauen hier zu interessieren, außer für mich. Aber leider versteht er sich auch sehr gut mit dem Arschloch von vorhin. Bald entführt die Gastgeberin Sheryl in ein kleines Pavillon, sehr geschmackvoll eingerichtet, und Sheryl wird die erste Frau, mit der sie sich auf ihren Parties erotisch vergnügt. Sie ist sehr begeistert, und Sheryl sehr dankbar für diese neue Erfahrung, sie will das unbedingt öfter machen. Alle Männer sind sehr erstaunt, als die beiden aus dem Pavillon kommen, und die Gastgeberin hat ihren Slip dort vergessen.

Am nächsten Abend, sie hat wieder ein langes Gespräch mit dem Kunden. Sie sagt, sie ist wirklich erstaunt, dass sie hier viel mehr mit Frauen aus seiner Szene zu tun hat als mit Männern… Er ist darüber auch erstaunt. Es scheint mehr Lesbierinnen zu geben als er dachte. Sheryl erwidert, sie ist nicht lesbisch, sonst sie würde das hier nicht machen. Aber viel mehr Frauen sind bisexuell, probieren beides aus. Viele geben es nicht zu, vor allem nicht sich selbst, erst wenn sie älter werden, ihre Hemmungen fallen langsam. Es ist eine andere, ich würde sagen schönere sexuelle Intimität. – Er sagt, ja, das kann sein. Er will wissen, ob es in Beziehungen zwischen Frauen auch immer um Macht und Dominanz geht, wie zwischen Frau und Mann. – Sheryl ist erstaunt. Das ist immer abhängig von den konkreten Menschen, sowohl zwischen Frauen als auch zwischen Frauen und Männern. Sie will wissen, ob Macht für ihn wichtig ist. Macht, wie ist das wenn man Macht hat, und viel Geld ist automatisch Macht.  Macht es ihn zufrieden, Macht zu haben? – Er denkt nach, dann sagt er sehr entschieden, ja, das ist so. Es ist ihm sehr wichtig, Macht zu haben, nicht abstrakt, sondern konkret. Die Macht, anderen Menschen sagen zu können, was sie tun sollen, oder sie dazu zu bringen, das zu tun, was er will – oder auch, Dinge nicht zu tun, die er nicht will. Es ist ihm wichtig, Macht zu haben, dass ohne ihn viele Dinge nicht passieren können. – Sheryl freut sich über seine Offenheit. Sie will wissen, ob das auch für seine Beziehungen zu Frauen gilt. Wieder, er denkt nach. Ja, sagt er, auch zu Frauen. Er gibt zu, das ist ein Problem, denn eine Beziehung müsse eigentlich auf etwas anderem als Macht beruhen. Einerseits, es wäre schöner, wenn sie aus Liebe hier wäre, nicht weil er sie dafür bezahlt. Aber er gebe zu, er kann wahrscheinlich keine Beziehung haben auf gleichberechtigter Basis.

Schließlich, er fragt sie, ob sie ihn gern haben könnte. Er habe sich, nun ja, irgendwie in sie verliebt. Sheryl bleibt freundlich. Sie muss freundlich bleiben. Das sind heikle Momente. Sie sagt, sie kennt keine einzige Sexarbeiterin, die sich jemals in einen Kunden verliebt hat. Das Pretty-Woman-Klischee ist fantasy. Wir spielen diese Zuneigung, aber wir fühlen sie nicht so wie wir sie spielen. Wir verkaufen auch Illusionen. – Er weiß das, aber seine Gefühle seien echt. Er sei selbst überrascht. – Sie dankt ihm sehr, aber ihr Engagement endet nach 2 Wochen. Sie kann und will keine Liebesbeziehung zu einem Mann und zu einem Kunden haben, das sei nicht ihre Welt. Aber er könne sie gerne wieder engagieren. Er seufzt, sie glaubt sogar eine Träne in seinem Auge zu sehen. Er schweigt. Sheryl, ich danke Ihnen für Ihre Ehrlichkeit. Wollen wir ins Bett gehen?

Es wird eine Nacht, ganz anders als die Nächte mit ihm vorher. Er ist nicht dominant, kommt nicht rasch zum Ziel. Er verwöhnt sie, stundenlang. Noch nie hat sie das mit einem Kunden erlebt. Es war, als ob er wirklich versuchen würde, ihre Zuneigung zu gewinnen. Tatsächlich, es war sehr schön. Sie ist ein wenig verwirrt, sie glaubt dass sie professionell ihren Job sehr gut im Griff hat, aber dieser Kunde bringt sie ein wenig an die Grenze. Sie würde lügen, wenn sie sagen würde, dass sie keinerlei Gefühle für diesen Kunden empfindet. Sie hat ein wenig Angst, wie das nach zwei Wochen sein wird.

So geht das tagelang, natürlich will er irgendwann auch mehr über sie wissen. Ihre persönlichen Details sind top secret, das ist Prinzip. Aber natürlich nicht ihre Ansichten. „Warum machen Sie das hier, Sie sagen immer, Sie machen es nicht wegen dem Geld, sondern weil es ist interessant. The thrill of it. Aber seien Sie ehrlich, ist das nicht langweilig hier, zwei Wochen mit mir, und fast nichts passiert? Ohne Internet, Sie würden doch hier sterben vor Langeweile.“ – „Ja, einerseits. Andererseits, das hier ist eine Ausnahme. Normalerweise, man trifft Kunden für einen Abend, eine Nacht. Das ist abwechslungsreich und oft spannend. Nur weil die beiden Nächte mit Ihnen sehr angenehm waren, ich habe das hier gemacht. Es ist auch ein Risiko, natürlich. Aber negative Erlebnisse hatte ich bisher nicht viele, sehr wenige.“ – „Bestimmt. Aber nur sehr wenige Frauen machen so ein Hobby. Was sagen Ihre Bekannten dazu?“ – „Einige wissen es, einige nicht. Einige finden es nicht gut aber akzeptieren es. Aber es sind auch Freundschaften kaputtgegangen, vor allem mit Frauen. Es gibt einen Typus Frau, die so etwas sehr kategorisch ablehnen, sehr rigoros, sehr moralisch, ich würde sagen pseudo-moralisch. Sie haben ein kompliziertes Verhältnis zu anderen Formen von Sexualität als ihrer eigenen. Manche davon sind stark auf monogame Mann-Frau-Beziehungen programmiert, manche auf lesbische Beziehungen. Für die ist Sex zwischen Mann und Frau latent eine Vergewaltigung der Frau.“ – „Aber mit diesem Hobby bekommen Sie doch nie eine stabile Beziehung, wollen Sie das nicht?“ – „Ich habe sehr tiefe, auch erotische Freundschaften mit einigen Frauen, die teilweise ähnliche Dinge machen. Sie geben mir Halt im Leben. Ich will keine monogame Beziehung mit nur einem Menschen. Dauerhaft nur mit einem Mann, nein, das ist nichts für mich.“ Er ist sehr neugierig, aber sie spricht irgendwann nur noch allgemein über Polyamorie und ähnliche Lebensformen.

Sheryl ist nach einer Woche bemerkenswert verunsichert. Bisher, sie hat ihren Job als Escort sehr professionell, sehr souverän gemacht, jetzt sie ist wirklich verunsichert. Kann sie das wirklich ganz ohne Emotionen machen, in dieser Intensität von zwei Wochen? Sie denkt viel nach. Als der Kunde einen halben Tag nicht an Bord ist, sie kommt mit der Köchin ins Gespräch. Sie sagt, sie war auch einmal Sexarbeiterin, aber Sheryl dürfe das ihrem Kunden auf keinen Fall sagen. Sie habe das nicht lange ausgehalten. Sex mit Männern ohne Gefühle, das kann sie nicht. Leider, denn eigentlich es war gutes Geld. Halten Sie das wirklich aus, zwei Wochen lang mit ihm, und danach gehen Sie wie eine normale Dienstleisterin wieder? Sheryl sagt ja, aber sie ist tatsächlich nicht ganz davon überzeugt.

Nur einmal kommt noch Besuch auf die Yacht, ein jüngeres Paar, mit dem sich der Kunde gut versteht. Die Frau ist kühl und sehr abweisend gegenüber Sheryl, ignoriert sie förmlich, während der Mann sympathisch wirkt und Sheryl sehr interessant findet. Wahrscheinlich, es gibt heute nacht eine Beziehungskrise zwischen den beiden. In dieser Nacht, der Kunde und Sheryl bleiben für sich allein. Am nächsten Morgen, die Besucher sind schon weg, als Sheryl aufwacht.

Am nächsten Tag, Sheryl liegt sunbathing auf den Sonnendeck und die genießt die Nachmittagssonne, und denkt über viele nach. Als der Kunde zu ihr kommt, sie wacht aus dem Halbschlaf auf und lächelt. Er kniet neben ihr nieder, als würde er die Sonnengöttin anbeten. „Sie sind die schönste Frau der Welt. Honestly.“ – „Thank you. But you know, it’s not true.“ – „Für mich ja. Darf ich Sie ein wenig streicheln?“ – Eigentlich, sie wollte nein sagen, aber sie hört sich selbst „okay“ sagen. Sie erwartet keine besonders einfühlsamen Berührungen, aber sie täuscht sich. Er beginnt am Kopf, und langsam geht es weiter den Körper abwärts, fast als hätte er einen Lehrkurs bei einer Tantramasseurin gemacht. Selten, ihre Pussy wurde so zärtlich berührt und gestreichelt. Eigentlich, sie müsste sofort alles stoppen, es wird kritisch, als seine Finger ihre Klitoris beginnen zu berühren. Sheryl ignoriert alle roten Linien, sie bekommt einen Orgasmus, den er immer wieder verlängert. Es ist unglaublich.

Verwirrt und schockiert sie schaut in sein sehr glückliches Gesicht. Beide sagen nichts. Sheryl hat gegen ihr professionelles Ethos verstoßen, ein Orgasmus mit einem Kunden nicht zu bekommen, nur zu simulieren. Aber es war wunderschön. Dennoch, sie ist froh, wenn es in fünf Tagen vorbei ist, es beginnt eine emotionale Achterbahn zu werden.

Am nächsten Tag, er fragt, ob sie einen Strand besuchen möchte. Eine Insel in der Nähe ist unbewohnt, sie gehört einem Bekannten. Wir können anlegen, sie kann an Land gehen falls sie will, es gibt einen schönen Strand, Sie können ihn ganz für sich alleine haben. Niemand ist dort. Als sie an Land geht, sie ist verzaubert von der Schönheit und Unberührtheit dieser Insel. Welch ein Gefühl, nackt und alleine über diesen Strand zu gehen, in das Inselinnere zu gehen. Wie Eva im Paradies. Sie beginnt das Zeitgefühl zu verlieren, und sie stellt sich vor, was passiert, wenn er sie jetzt hier lässt und wegfährt. Lady Robinson…no, don’t worry. Drei Stunden war sie an Land, sagt er ihr später.

Am letzten Abend, sie haben eine intensive Diskussion. Sheryl fordert ihn heraus, redet über die soziale Verpflichtung reicher Menschen, warum es sehr reiche Menschen besser nicht geben sollte, und ähnliche Dinge. Er bezieht klare Kontrapositionen, es ist die individuelle Freiheit, sein Recht, reich zu werden. The pursuit of happiness. Er verneint, dass zuviel Reichtum auf Kosten anderer geht, asozial ist. Er hat keine sozialen Verpflichtungen außer das Gesetz zu achten und Steuern zu zahlen. Mehr nicht. Er lehnt Sheryl’s „sozialistische Visionen“ rundweg ab. Sie beginnen sich immer heftiger zu streiten. Er will die Diskussion beenden und mit ihr ins Bett, sie lehnt ab. Er wird immer mehr müde, gibt auf. Er sagt ihr, sie könne Politikerin werden. Aber er werde sie nicht wählen. Er geht ins Bett, ohne sie.

Der letzte Tag. Als Sheryl wieder ein Kleid anzieht, es ist ein ungewohntes Gefühl, fast lästig. Ihre Nacktheit hat sie bald auch als Freiheit empfunden, auch wenn es ihr Kunde sicher nicht so gemeint hat. Zum Abschied, er umarmt Sheryl und haucht ihr ins Ohr, „I love you“. …sie sagt, I don’t love you, make no mistake, but I enjoyed your company much more than I expected. That’s the best thing an escort lady can and will tell you, Mister. – Thank you, thank you so much. Can I contact you again? – You can. She smiles and waves goodbye.

Sheryl braucht ein wenig Abstand, dieser Mann hat sie wirklich überrascht. Sie hat viel Geld verdient, aber zu ihrer Arbeit gehört, keine Gefühle für Kunden zu entwickeln. Sie braucht Abstand von ihm. Entweder sie macht jetzt Pause vom Escort business – oder es wäre gut, schnell jemand anders zu haben und nicht mehr an ihn zu denken. Das ist ihr noch nicht klar. Im Flugzeug nach Hause, viele Dinge gehen ihr durch den Kopf. Sie wird mit einigen ihrer besten Freundinnen darüber sprechen…

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Wenn Frauen die Macht haben

Seit ich wurde befördert, ich bin Chefin für eine ganze Reihe Leute. Die meisten sind Männer, die immer hatten nur männliche Chefs. Und einer davon wollte selbst diesen Job, desperately. Ich wollte ihn nicht, aber die oberen Chefs wollten mich. Nur mich. Widerstand war zwecklos, ich musste. Die ersten Monate waren ziemlich brutal. Viele Männer akzeptierten mich nicht. Und so, ich musste mehr Chefin spielen als ich wollte.

Diese Phase ist vorbei. Die enfant terrible-Frau ist unangefochtene Chefin, einige widerspenstige Männer sind gegangen, heute mein größtes Problem sind andere Frauen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Frauen es gibt, die anderen Frauen die „Karriere“ nicht gönnen. Aber diese Damen, sie werden dir meist nicht wirklich gefährlich, sie können dir aber das Leben schwer machen.

Kürzlich, ich höre durch Zufall mit wie sich einige meiner männlichen Mitarbeiter an einem Tisch unterhalten, und sie jammerten, die Frauen werden immer mächtiger. Nur noch Frauen regieren. Überall. Und sie werden immer gieriger, sie haben nie genug. Sie wollen nicht 50% der Macht, sondern 100%, und wenn es so weitergeht, sie bekommen es. Richtige Heulsusen waren sie.

So, ich gehe zu ihnen und sage freundlich lächelnd, was wollt ihr dagegen tun? Sie waren sehr erschrocken, aber ich setzte mich dazu, und wir diskutieren. Ich muss das nicht schildern, solche Diskussionen verlaufen immer gleich. Wenn ein Team mit 70% Frauen einen Mann als Chef hat, es ist für sie normal – wenn ein Team mit 70% Männern eine Frau als Chefin hat, es ist eine Ausnahme und gaaaanz schwierig. Crazy.

Vor über 500 Jahren, es gab in Zentralindien ein Königreich Malwa. Damals, alle Königreiche und Sultanate waren regiert von Männern, es waren strikt patriarchale Gesellschaften. 1469-1500 regierte Ghiyas-ud-din Khalji, und er war ein wenig anders. Seine 31 Jahre Regierungszeit waren friedliche Jahre, die längste Friedenszeit weit und breit. Andere Könige und Sultane führten immer Krieg, um zu zeigen, wie groß und stark sie sind. Ghiyas nicht. Er baute in der Hauptstadt Mandu eine Siedlung für 15000 Frauen, Chronisten nannten es „Harem“, aber es war etwas ganz anderes. Read here:

Ghiyas established a madrassa at Sarangpur in Madhya Pradesh, to educate the women…included schoolmistresses, who would teach the other women, along with women who were proficient in reading and reciting the Quran. Only women with the keenest intellect were to join king Ghiyas at his meals every day, in order to discuss matters of theology and philosophy. Each woman was either trained in a particular craft according to her aptitude and talent, or was appointed to some high position at the court of Malwa. Ferishta, in his Tarikh-i-Ferishta, adds that many women in Ghiyas’ harem were taught wrestling and the art of warfare. The majority of the king’s personal bodyguard came from two groups of femme fatales; the Turki band consisting of 500 Turkish women who excelled in the art of archery and the Habiwush band, which had 500 Abyssinian women equipped with swords, shields and firearms. Dressed in “male attire”, these women were a formidable force in Medieval India.

Formal regierte ein König. Aber anscheinend es wurde immer mehr ein on Frauen dominierter Staat.

Nizam-ud-din Ahmed, in his Tabaqat-i-Akbari, narrates that the capital of Malwa, Mandu was renamed Shadiabad, or City of Joy by Ghiyas. The fortress was mostly populated by women. Several intelligent women supervised various imperial karkhanas or factories and markets in the capital. The smartest lot was entrusted with the responsibility of auditing the accounts of the state.

Für das mittelalterliche Indien, so etwas war unerhört. Überall sonst die Frauen waren nur Menschen 2.Klasse. Der König hinterließ ein reich bebildertes Buch „Nimatnama“, the Book of Pleasures, in dem nur Frauen abgebildet sind, in allen möglichen Rollen – und er selbst. Ein Buch voller Rezepte für wunderbares Essen, für die Herstellung von Parfum, und vieles andere mehr. No surprise dass die anderen Männer nicht begeistert waren.

Instead of being remembered in the Persian chronicles as a Sultan who brought out the best in his harem by educating and training them, he is remembered as the Sultan who was on an undying quest for the ideal female beauty. Questions were raised on his merits as a king, even though his long reign of 31 years was the only period the kingdom of Malwa ever witnessed a protracted period of peace.

Die Frauenherrschaft brachte Malwa zwar Frieden und wirtschaftliche Blüte, aber sie verstanden es nicht, sich gegen frustrierte Machos zu verteidigen. 1500 putschte der Sohn des Königs, riss die Herrschaft an sich, und ließ die meisten der Frauen umbringen, die die Führungsschicht des alten Königs ausmachten. Malwa wurde wieder ein ganz normales patriarchales Königreich. Die Männer ertrugen emanzipierte Frauen nicht. Aber wir haben dazu gelernt, so einfach lassen wir uns heute nicht mehr kleinkriegen.

Eines Tages, ich werde die erstaunlich gut erhaltenen Ruinen von Mandu besichtigen.

Mandu is not your typical tourist destination. If tick marks are what you’re looking for, you may go back unsatisfied. But as I said before, if you let go of reality for a while and shroud yourself in the mystery of time travel, you may get a glimpse of a town that once was the shining jewel of empires. You may hear the tinkling anklets of dancing girls, the war cry of feuding armies or even feel the heartbreak of Baz Bahadur when Roopmati committed suicide.

Let’s discuss how we take over

 

 

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I don’t like the Greens

Germany, you are a mystery to me. I have long given up being part of you, despite my German passport. For many years I tried to become German, which is of course difficult when you move here when you’re 30 and have never been here before, hardly speak the language…and for historical reasons have this passport that says you ARE German. I learnt the rather difficult  language quickly, but…after so many years you guys still called me “ihr Amerikaner”. So, I gave up. I no longer wanted to “integrate”. Now, I am what I am. An American in Germany.

Excuse me for writing this piece in English. I was determined to publish this blog in German. For a German audience. These were the days when I really wanted to “integrate”, to be – or become – German. A friend proofread everything so it was in perfect German. No longer. I am no longer embarrassed by my imperfect German. And when I write about you Germans, I think in English and so please allow me to write in English. The next piece will be in German again.

I am puzzled about you, once again. Absolutely. You are in a green hype. The Green Party and its popstar leaders are topping the polls, one of them may become your next chancellor. It should not be too difficult to win against a dull Merkel clone whose name nobody can pronounce so that everybody calls her AKK. AKK – imagine. What a name.

Surely, America is no stranger to political lunacy. Compared to Trump, all your figures are wonderful. Yet we have hope. We have Bernie Sanders, we have Alexandria Ocasio-Cortez. Admittedly, another complicated name, so we call her AOC. AOC sounds better than AKK, anyway.

And you have these Greens.

Yeah. They’re more affable than all the other idiots. Look at this BlackRock manager who almost became Merkel’s successor. Look at these Social Democrats. I mean, who takes them seriously? This Rezo youtuber did a wonderful job in exposing the completely emptiness of your party establishment. You are lucky that your right-wing extremists are amateurs, too. Your billionaires and oligarchs are not behind them, they still back the establishment, the CDU. That’s a big difference to America.

So, in the polls the Greens rise and rise and now they’re ahead of the CDU. A coalition of the Greens with the CDU looks increasingly likely. Yet what I don’t understand is why nobody in your Land of the Dichter and Denker thinks a minute ahead and questions what these Greens are. What will happen when they rule. In a coalition with exactly this CDU.

Let’s first look at where they rule already. In your Länders, your federal states, you have them in government almost everywhere. Have you noticed a difference anywhere? It escapes my attention that in Baden-Württemberg, in Hessen, in Berlin, in Schleswig-Holstein, in Hamburg, in Thuringen, wherever, the realities are different from Bavaria or Lower Saxony. Apart from that, did you notice that this country seems to be literally fed up with the CDU, and the only way the Greens have to get into the Cabinet is a coalition with exactly this party?

So you vote for the Greens to get rid of the CDU and what you get is a government of the Greens with exactly this CDU. Very nice.

Did they ever tell you what they will do in government? No? They didn’t have to, because you never asked them. You are happy with a feeling. Feeling Green. Young and modern pop stars are better than old bureaucrats who don’t understand how to deal with social media. Haha.

The first piece questioning that was in taz, a paper that I don’t like because it is so Greens-affiliated. A good piece, really – read it before you vote for them.

Let me tell you what will happen to this country, the country I live in, two years after the Greens rule jointly in a coalition with the CDU.

There will be Rezo videos against the Greens, for continuing the same old bullshit that we see now. There will be widespread protests against the austerity that they will impose in the wake of trade wars affecting the German export economy, bringing the global crisis back home to your glorious car industry. There will be something like the French yellow vests movement – not against a few ecotaxes but against the failure to tax the rich to make the poor richer. And you will be lucky that your AfD is such a disorganized bunch of amateurs that they get nowhere close to France’s Marine LePen.

You will have your Green government and you will have the economic crisis that these pop stars are not prepared for. They are a feeling, nothing more.

And your capitalists, the ones ruling the country in reality, won’t care who sits in the Chancellery and in the Bundestag. They get what they want. They get austerity, a proper and growing low-wage sector, a dying Tarifvertrag system, weak trade unions, global competition against China, deregulation, and low taxes for the rich and the corporations. Of course, painted with a little greenery. Maybe with a Mietpreisbremse that works.

The only problem is, people will feel the pain and won’t buy the Green stories any longer. You will be just like the UK, France, Italy, the Netherlands. Political chaos, political parties falling apart and no proper alternative emerging. And it won’t matter, because the capitalists get what they want under any political setup, as long as you prevent a progressive movement like Bernie Sanders in America from getting the power that is now shaking America.

Bernie is changing America, already now. Your Greens are changing nothing, they’re stabilizing the capitalist system destroying people and the planet. That’s the big difference.

The Greens are not what you think they are. Think about it.

 

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Verbietet automatische Gesichtserkennung!

Es wird Zeit, bestimmte Aspekte des technischen Fortschritts zu verbieten, schlicht und einfach zu verbieten, weil sie sozial schädlich sind.

Im Mai berichtet Zerohedge, dass in UK ein Mann eine Geldstrafe bekam von 90 Pfund, weil er sein Gesicht verdeckt hat, damit ihn eine automatische Gesichtserkennungskamera nicht erkennen kann. Polizisten haben ihn ergriffen und gegen seinen Willen fotografiert und gleich mit einer Geldstrafe versehen. Nordkorea? Nein, London.

Vor wenigen Wochen, ein Report wurde veröffentlicht von der Georgetown University „America Under Watch – Face Surveillance in the United States“. Es ist ein Orwellianisches Szenario, was gerade beginnt. Die Polizei in großen Städten wird bald in der Lage sein, dich in jeder Menschenmenge zu erkennen und deine Bewegungen über ein Netz von Gesichtserkennungskameras zu verfolgen – selbst wenn du kein Smartphone dabei hast. Die Autoren dieses Berichts, Clare Garvie, and Laura M. Moy, verlangen “a complete moratorium on police use of face recognition”, damit es eine demokratische Diskussion darüber geben kann, ob wir so eine Totalüberwachung wollen oder nicht.

Die Polizei setzt die Gesichtserkennungstechnologie natürlich vor allem gegen sogenannte Randgruppen ein:

Amina du Jean has never shared her real identity online. Yet somehow, the Metropolitan Police who recently turned up on her doorstep knew her full name and university. They hadn’t come to arrest du Jean – as an independent sex worker, they’d have no grounds to – but rather to perform a “welfare check”. “They said they were concerned that I was a victim of trafficking”, she tells me.

What they were really saying was that they were watching her. Du Jean can’t be sure of how the police identified her, but she can guess. As a sex worker and former J-Pop idol, her face is all over the internet.

Natürlich ist die automatische Gesichtserkennung in den Händen von autoritären Regimes gefährlich. Aber auch jedes andere Regime, es kann noch so demokratisch sein, wird gefährliche Dinge tun, wenn sie es können.

Noch niemand hat darüber nachgedacht, was verrückte Privatpersonen mit so einer Technologie machen können. Noch niemand? Irrtum. Es hat bereits begonnen. Ein religiöser Wahnsinniger hat begonnen, mit dieser Technologie Sexarbeiterinnen zu tyrannisieren. Ein Anonymus namens „Omid“ attackiert auf Instagram Frauen, die er für Sexarbeiterinnen hält, und sorgt dafür, dass ihr Instagram-Accounts gelöscht oder gesperrt werden – oft genug ihre Einkommensquelle. Xbiz beschreibt hier genau, was dieser Typ macht. Noch benutzt er keine Gesichtserkennungs-Software.

Das macht inzwischen jemand anders. Du musst kein religiöser Wahnsinniger sein, es reicht, dass du ein Macho-Arschloch bist und deine Freundin erpressen willst. Yiqin Fu schreibt auf Twitter:

A Germany-based Chinese programmer said he and some friends have identified 100k porn actresses from around the world, cross-referencing faces in porn videos with social media profile pictures. The goal is to help others check whether their girlfriends ever acted in those films.

 The side project took them half a year. 100+ terabytes of video data from 1024, 91, sex8, PornHub, and xvideos were compared against profile pictures from Facebook, Instagram, TikTok, Weibo, and others.

Of the 1,000 or so comments, most express excitement about the service. The most up-voted comment asks if the OP plans on identifying the men in porn videos. „A true blessing for us credulous programmers. When can we use it?“ another read.”

Es wird Zeit, diese Technologie so weitgehend wie möglich zu verbieten. San Francisco und Oakland in Kalifornien sind dabei, auf ihrem Stadtgebiet Gesichtserkennungskameras im öffentlichen Raum zu verbieten. Excellent. Ein Forscher von Microsoft hat jetzt gefordert, Gesichtserkennungstechnologie wie Plutonium zu behandeln und sehr strikt zu regulieren. Er hat recht. Die Debatte hat begonnen. In America. Und Deutschland? Schläft.

Perhaps a Burqa ist he only way to protect yourself…

 

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Wieder Krieg?

America can drive you mad. Die Eskalation gegen den Iran lässt wieder Kriegsängste hochkommen. Sind die Amerikaner wahnsinnig? Ja. Jedenfalls die Regierung. Bitte fangen Sie jetzt nicht an, von den früheren Präsidenten zu träumen. George Bush zum Beispiel. Oder Clinton. Oder Reagan. Die haben viel mehr Kriege angefangen als Mr.Trump. Mr.Trump hat bisher überhaupt keinen Krieg angefangen. Stattdessen, er hat Kim Jong Un getroffen und zum Freund erklärt. Manchmal ich denke mir, rational handelnde Kriegstreiber im Weißen Haus sind gefährlicher als irrationale Populisten, die wenigstens wissen, dass Kriege unpopulär sind.

Ich glaube, gefährlich sind bestimmte Leute um Trump, das sind sehr rationale Leute. Natürlich vor allem John Bolton. Bolton, dieser alte hässliche Kriegstreiber, der schon den Irak-Krieg mit angezettelt hat, der Krieg gegen Venezuela will, und offen Krieg gegen Iran propagiert. Was wollen Sie von so einem hässlichen alten Widerling auch anderes erwarten? Würden Sie von so jemandem einen Gebrauchtwagen kaufen? Never.

Bolton hat verlangt, dass man bis zu 120,000 Truppen in die Region verlegt, um den Iran anzugreifen. Das sind so viele Soldaten, wie vor der Irak-Invasion in Kuwait stationiert wurden. Das Signal an Teheran ist klar: wir bereiten einen großen Krieg vor, nicht nur einige Luftschläge. Die angeblichen Attacken auf Saudi-Schiffe passen ins Bild: Bolton will die Iraner provozieren, und dann hat er einen Vorwand. Und bisher, viele glauben, die Iraner gehen ihm in die Falle.

Ich glaube das nicht. Es könnte eher anders herum sein, und Bolton unterschätzt die strategische Gerissenheit der Iraner. Am Ende, er könnte in der Falle Teherans stecken. Teheran hat genau studiert, wie Trump mit Kim umgegangen ist. Am Anfang, Trump macht eine maximum pressure strategy, eskaliert schnell und brutal, und für Teheran sind die Wirtschafts-Sanktionen tatsächlich sehr hart. Aber die Kosten für Trump sind bisher null. Die Spannungen mit den Europäern sind ihm völlig egal, das denken nur die naiven Europäer, dass das ein Schaden ist.

Aber Trump kalkuliert, dass Iran Angst bekommt und dann nachgibt, das Atomprogramm aufgibt, und er als Sieger dasteht, ohne Kosten. Aber wenn Teheran nicht nachgibt, dann irgendwann kommt der Punkt, an dem auch Kosten für Trump entstehen. Wenn er nämlich mit Militäraktionen anfängt. Und das auch noch mit einem beginnenden Wahlkampf. Es wäre furchtbar für Iran, für die Region – aber ein Geschenk für Bernie Sanders und alle anderen demokratischen Kandidaten.

Bei Kim, Trump hat irgendwann gemerkt, es funktioniert nicht so, und er hat eine andere Lösung gewählt. Sie war gut für Nordkorea – aber auch gut für Trump. Er hat eigentlich gar nichts erreicht, aber das ist egal. Nur die Show zählt. Er hat politisch nicht verloren, sogar Punkte gemacht.  Bolton & Co waren damit nicht einverstanden, aber sie mussten den Mund halten.

Ich glaube, es ist nicht unwahrscheinlich, dass es bei Iran ähnlich läuft. Bolton weiß, dass Iran nur durch politische Eskalation nicht kapitulieren wird. Bolton will den Krieg, weil er Teheran besiegen will, er will kein Arrangement mit Iran. Er weiß, dass Trump den Krieg nicht wirklich wollen kann, und er weiß, dass er den Krieg nur bekommen wird, wenn er Trump austrickst. Dazu muss aber Teheran mitspielen – dazu es muss zu einer Situation kommen, in der Trump wie ein Verlierer dasteht, wenn er nicht die nächste Stufe der Eskalation geht, nämlich militärische Aktion.

In other words: Bolton’s Strategie wird nur funktionieren, wenn Teheran Fehler macht. Aber Teheran hat offenbar verstanden, wie die Lage in Washington ist. Außenminister Mohammad Javad Zarif, der Architekt des Atomabkommens, gab Reuters ein großes Interview, in dem er sagte: “I don’t think he wants war,” Zarif said in an interview at the Iranian mission to the United Nations in New York. “But that doesn’t exclude him being basically lured into one.”

https://www.reuters.tv/v/PwDC/2019/04/26/iran-warns-u-s-of-consequences-over-oil-sanctions

Natürlich, es ist ein riskantes Spiel für beide Seiten. Wenn es Bolton und der hinter ihm stehenden Israel- und Saudi-Lobby gelingt, Trump in einen Krieg zu locken, Iran wird teuer bezahlen. Aber die USA auch. Iran bereitet sich auf eine US-Invasion seit 40 Jahren vor. Iran hat Saddam Hussein in den 1980er Jahren besiegt. Iran ist ein sehr, sehr harter Gegner. Die Kosten wären auch für die USA brutal, und für Trump höchstpersönlich.

Aber wenn es Bolton und Netanyahu und den Saudis nicht gelingt, den Krieg zu provozieren, dann ist Bolton erledigt. Niemand wird ihn mehr ernstnehmen. Ich bin sicher, Iran wird Trump einen Ausweg ermöglichen der ihn aussehen lässt wie einen Sieger. Es könnte sogar zu einem Treffen von Trump mit dem iranischen Präsidenten kommen, Szenario Kim Jong Un. Trump ist unberechenbar. Auch für Bolton. Trump is mad, sure. Aber unter einem rationalen Präsidenten wie George W. Bush, wir hätten schon längst den Krieg mit Iran.

Crazy world.

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