Happy anniversary

Heute habe ich eine Nachricht bekommen. „Happy anniversary with wordpress.com.”  Überraschung. Na so was.  Ja, vor einem Jahr habe ich diesen Blog gestartet, anfangs wusste ich noch gar nicht so recht warum eigentlich, es war mehr so eine Art Experimentierlaune. Inzwischen hat sich dieser Blog zu meinem persönlichen Kaleidoskop auf die Welt gemausert, und es lesen hier weit mehr Leute mit als ich es je für möglich gehalten hätte. Herzlichen Dank! Ehrlich gesagt, ich wundere mich immer wieder, warum eigentlich meine Weisheiten so interessant sind. Aber, liebe Leserinnen und Leser, ich fühle mich geschmeichelt und deshalb auch – wegen euch – verantwortlich, regelmäßig hier etwas zu veröffentlichen, mindestens alle zwei Tage.  Auch wenn ich manchmal eigentlich keine Zeit dafür habe. Die gelernte Journalistin fühlt sich dann in der Pflicht…und dazu  macht es auch noch Spaß.

Eines war mir immer klar: ich mache keinen Blog mit Belanglosigkeiten, mit Sachen über die tausend andere Leute auch schreiben. Keinen Mode-Blog, keinen Rezepte-Blog, keinen Reise-Blog, keinen Restaurantbewertungs-Blog, keinen Blog voller Polit-Tiraden, keinen Feminismus-Blog, keinen Kunst-Blog, keinen Nahost-Blog, keinen Erotik-Blog. Von all dem gibt es genug. Ein bisschen was von allem mische ich mit hier rein, aber ich mache meine eigene Mischung. Ich schreibe nur was, wenn ich auch was zu sagen habe, Beiträge mit Argumenten, Standpunkten  und mit Meinung. Mit Dingen, die ich in meinem aktuellen professionellen Leben nicht bringen kann. Mit viel Kontrapunkten gegen den herrschenden neokonservativen, neoliberalen, neoprüden, restaurativen, oberflächlichen, langweiligen, politisch korrekten Zeitgeist. Mit meinem ganz eigenen Stil. Und nicht auf englisch für die ganze Welt, sondern auf deutsch nur für einen Teil der Welt.

Ich bin nicht politisch korrekt. Ich möchte mehr Ecken und Kanten im öffentlichen Leben, mehr Leidenschaft, mehr Erotik. Mehr Schönheit, mehr Eleganz. Ich möchte mehr Flirts, mehr Menschen die sich küssen und umarmen, mehr Sexyness sehen, ich freue mich über alle Menschen mit Charakter und mit Courage und Widerspruchsgeist – und weniger Hirnlosigkeit, Feigheit, Angepasstheit, weniger normierte dümmliche Schönheitsideale, weniger Lustfeindlichkeit. Und ich wehre mich dagegen, wenn Sexarbeiterinnen diskriminiert und entmündigt werden. Das sind die einzigen, bei denen auch angeblich fortschrittliche Leute noch  die Sau rauslassen können und ungehemmt sich für was besseres halten.

Das provoziert. Soll es auch. Die vielen beleidigenden, hasserfüllten Kommentare klicke ich allesamt weg. Sowas kann man auch als Trophäe stehen lassen, aber sowas brauche ich nicht. Über diese Reaktionen wundere ich mich nicht, ich erwarte sie und sie gehen mir, auf gut deutsch gesagt, am Arsch vorbei. Ich freue mich über alle anderen Kommentare, auch und gerade über diejenigen, die gut argumentiert Kontrapunkte setzen. Dazu ermutige ich euch ausdrücklich.

Herzlichen Dank noch an die vielen anderen Bloggerinnen und Blogger, bei denen ich mich anfangs umgesehen habe um zu checken wie es geht. Die mich verlinkt haben und die ich verlinkt habe. Die mir viele inspirierende Ideen gegeben habe und denen ich hoffentlich auch welche gegeben habe.

Schaut weiter hier vorbei, ich hoffe ich habe euch auch im zweiten Jahr noch so manches Interessantes zu bieten.

 S041+

Über sunflower22a

I am a mystery.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Happy anniversary

  1. Danke! Und Happy Birthday!

    Mir scheint, es ist nicht der Mangel an Information, nicht der Mangel an Aufklärung, nicht der Mangel an Wissen, nicht der Mangel an State- und Under-Statement, nicht der Mangel an Newrotik, nicht der Mangel an der «Leichtigkeit Gott zu sein», auch nicht der Mangel an Vergänglichkeit, nicht der Mangel daran, zu brennen wie Sonnen und Quallen und nicht der Mangel an der Wichtigkeit, wie viele Menschen uns Lesen oder Hören, nicht der Mangel an Schuld, nicht der Mangel an Egalität oder Illegalität, nicht der Mangel an guten Hotels in Polen, auch nicht der Mangel an Dingen, die glänzen wie Gold und nicht der Mangel an Dingen die schlecht sind – ebenso wenig wie der Mangel an Menschen, denen es leicht fällt, den Idioten zu
    spielen, und es scheint mir auch nicht der Mangel an Untergangs-Ideologien zu sein …

    Nein, es braucht mehr Plätze unter Sonnenblumen.

  2. Pingback: engel – und männer in schwarz | neuköllner botschaft

  3. kiezneurotiker schreibt:

    Glückwunsch. Mach weiter so. Du hast einen der interessantesten Blogs erschaffen, den ich in meinem Reader habe.

  4. Pingback: death smells | neuköllner botschaft

  5. Pingback: Zwei Jahre | sunflower22a

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s