The beauty of the naked body

Irgendwann ist in der Evolution etwas schiefgelaufen, und die frühe Menschheit entwickelte das Konzept der „Scham“. Man schämt sich für etwas. Nachvollziehbar, wenn man Mist gebaut hat. Nicht nachvollziehbar, wenn man sich für seinen Körper schämt. Man muss ihn verhüllen, man darf ihn nicht zeigen. Vor allem für Frauen ist es in vielen Kulturen eine totale Katastrophe, wenn man sie nackt sieht. All diese irrsinnigen Vorstellungen von Ehre, Moral, Sittlichkeit…eigentlich ist das alles geisteskrank.

Der Graue-Maus-Feminismus protestantisch geprägter Länder reiht sich nahtlos ein in diese Evolutionsgeschichte von Dummheit.

Caitlin Stasey, australische Schauspielerin und bekennende Feministin, hat diese traurige Tatsache wieder mal auf den Punkt gebracht. Caitlin liebt wie ich die unglaubliche Vielfalt femininer Lebensentwürfe (I am avoiding deliberately the crazy German term „weiblich“), und zwar insbesondere von Lebensentwürfen, die Sexualität als ganz wichtigen Teil des Lebens umarmen statt sie wegzusperren in ein Gefängnis von „Scham“ und ähnlichem Nonsens.

Ihre neue Website herself.com ist ein wunderbares Beispiel, wie offen frau mit Sexualität umgehen kann. Sie interviewt eine Reihe sehr unterschiedlicher Frauen, und zeigt sie in ihrer natürlichen Schönheit- auch sich selbst. Casey Calvert, als konservative Jüdin erzogen, sagt: „feminism & porn go hand in hand… I spent the majority of my life being ashamed of my sexuality. The fact that I fantasized about BDSM was my deep dark secret. The few times I dared tell my friends in adolescence ended in disaster. I didn’t stop feeling ashamed until I was 21, and decided to start exploring it, rather than hiding it.”

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Milena aus Rio sagt, love comes first every day. “I did everything a religious person would do until I turned eighteen, and now I just don’t care….I think I will never have a serious relationship with a man again.When I was fifteen years old I found out how much better I felt being with a girl.”

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Caitlin selbst, “My vagina has been an unending and constant source of turmoil for me – not that vaginas are intrinsically female, it’s just happened to be a big part of womanhood for me personally – UTIs, PH imbalances, sexual dysfunction, pain, discomfort.”

Und noch viel mutiger “monogamy? It’s so pointless, painful & archaic”

Caitlin, I adore you.

Natürlich ist Caitlin sofort der geifernden Kritik ihrer prüden Zeitgenossinnen ausgesetzt. Frauen dürfen sich nicht nackt zeigen, schon gar nicht Feministinnen.

„But when I asked a female colleague to read an interview with one of the women featured on Stasey’s site, she immediately became distracted by the naked photos accompanying the piece. “I’m sorry,” she said. “I just can’t stop staring at her boobs.”

Getting naked on the internet only ensures that your body, rather than your brain, continues to be the focus. If you put naked shots of yourself on the internet and expect any other reaction apart from people ogling your body, you’re naive.”

So etwas schreibt eine Frau auf der News-Website news.com.au. Sollen wir uns für unsere Körper “schämen“, weil Männer uns deswegen attraktiv finden könnten?

Welch ein Schwachsinn. Emanzipieren wir uns endlich vom Meinungsterror verklemmter Pseudo-Feministinnen. Styleite sagt alles, was dazu zu sagen ist. Ich bewundere Caitlin für ihren Mut. Und ich verspreche euch, mein Blog ist und bleibt, forever and ever, „NSFW“. Because life is more than being safe for work.

Über sunflower22a

I am a mystery.
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Eine Antwort zu The beauty of the naked body

  1. Hermann Willaredt schreibt:

    Ein schöner Beitrag und auch die Referenzseite herself.com ist interessant und lesenswert.

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