Vielfalt ist Freiheit

Vielfalt ist der größte Schatz der Erde, und der Menschheit. Städte, in denen alles gleich aussieht, alle Menschen gleich aussehen, alle das gleiche denken, sind das Langweiligste was du dir vorstellen kannst. Andersherum, die größten Attraktionen sind die vielfältigsten, die multikulturellen Städte wie New York, Berlin, London usw. Das sage ich schon lange, du musst keine Wissenschaftlerin sein um das zu erkennen. Leider gibt es sehr, sehr viele Menschen, die genau diese Vielfalt gnadenlos bekämpfen, sie zutiefst hassen und sie durch eine öde Monokultur ersetzen wollen. Meist sind es religiöse Motive. IS, Boko Haram, das Haus Saud, radikale Zionisten, fundamentalistische Christen…alle hassen die Vielfalt, die multikulturelle Gesellschaft, die Toleranz. Sie bekämpfen sie, oft genug mit Gewalt. Und deswegen hasse ich sie.

Der schöne Blog Sociological Images von Lisa Wade hat jetzt auf eine wissenschaftliche Untersuchung (download hier) hingewiesen, die ein interessantes Ergebnis gebracht hat. Sie wollten wissen, wie sich Religion auf das gegenseitige Vertrauen in andere Menschen in einer Gesellschaft auswirkt. Resultat: Am meisten vertrauen sich Menschen gegenseitig in vielfältigen und nur schwach religiösen Gesellschaften. 77,405 Menschen in 69 Ländern wurden dafür befragt. In vielfältigen, stark religiösen Gesellschaften ist das gegenseitige Misstrauen höher.

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Mich überrascht das nicht. Je stärker religiös du bist, desto absoluter werden deine Werte, desto weniger akzeptabel sind andere Lebensformen. Weniger Religion bedeutet mehr Offenheit für andere Lebensstile, eigentlich sehr einleuchtend.

We often think that religion helps to build a strong society, in part because it gives people a shared set of beliefs that fosters trust. When you know what your neighbors think about right and wrong, it is easier to assume they are trustworthy people.

Das mag für deine Nachbarin gelten – aber wenn ihr beide gemeinsam um so mehr andere ablehnt, weil sie andere sets of beliefs haben, dann beginnt das Problem. So please, religiöse Abrüstung ist der Weg zur Toleranz, zum Frieden.

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This guy really understands the problem.

 

Über sunflower22a

I am a mystery.
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7 Antworten zu Vielfalt ist Freiheit

  1. mordred schreibt:

    „Leider gibt es sehr, sehr viele Menschen, die genau diese Vielfalt gnadenlos bekämpfen, sie zutiefst hassen und sie durch eine öde Monokultur ersetzen wollen. Meist sind es religiöse Motive. IS, Boko Haram, das Haus Saud, radikale Zionisten, fundamentalistische Christen…alle hassen die Vielfalt, die multikulturelle Gesellschaft, die Toleranz. Sie bekämpfen sie, oft genug mit Gewalt. Und deswegen hasse ich sie.“
    sorry, aber was derart oberflächliches hast du imho noch nie geschrieben.
    religiöse motive? religion ist für die doch nur ein vehikel, eine selbstgestrickte legitimation. die beweggründe sind macht und kohle, rache, geilheit auf unterdrückung etc. andere benutzen zb den kapitalismus für die gleichen motive. man betrachte u.a. diverse freihandelsabkommen.
    auch könnte man deine gewählten bsp. für vielfalt -> freiheit als oberflächlich sehen. denn um bspw. die vielfalt new yorks sehen zu können (geschweige denn zu nutzen oder gar zu besitzen) muss man schon über das nötige kleingeld verfügen.
    ich bin kein terroristenversteher, ganz im gegenteil. nur denke ich nicht, dass deine einfache sichtweise auf die dinge nicht hilfreich ist. denn was wäre demnach die lösung? -> alle terroristen auslöschen? die erfahrung hat gezeigt, dass für jeden getöteten 2 nachwachsen. ganz besonders, wenn es kollateralschäden unter zivilisten gibt.

    • sunflower22a schreibt:

      Sorry wenn das oberflächlich rüberkommt, oder missverständlich. Aber ich habe nichts von „Terroristen auslöschen“ geschrieben, nur dass ich religiöse Fanatiker hasse. Ich habe aber kein Rezept gegen sie. Leider.
      Dass man Vielfalt auch mit wenig Kleingeld schätzen kann, zeigt doch Berlin. Kaum eine tourist destination in Europa ist so vielfältig und dennoch preiswert, nicht zu vergleichen mit London oder Paris. Manche weit weniger vielfältige Destination ist dagegen sauteuer.

  2. Vox Populist schreibt:

    Man kann das viel grundlegender formulieren: „Vielfalt“ funktioniert nur, wenn ein starkes Fundament gemeinsamer Werte vorhanden ist. Wenn wir unter diesen Werten in einem liberalen westlichen Staat Heute (als Idealvorstellung) Demokratie, Menschenrechte, Meinungsfreiheit usw. verstehen, dann sind diese Eckpfeiler unserer Kultur gegensätzlich zu den Werten vieler tief religiöser Menschen, deren archaisches Wertgerüst in einem Zeitalter erfunden wurde, als Menschenrechte und Demokratie noch niemanden interessiert haben. Nicht von ungefähr gibt es beispielsweise in keinem einzigen der 57 islamischen Staaten einen funktionierenden Rechtsstaat mit Gewaltenteilung, freien Wahlen, Meinungs- und Religionsfreiheit und freier Presse. Ein in Ägypten oder Saudi-Arabien sozialisierter Mensch hat ein ganz anderes Wertefundament, als ein Deutscher oder Schwede. Für uns steht die Religion unter dem Staat, ist Privatsache, für ihn steht sie über dem Staat, ist öffentliche Angelegenheit. Deshalb fällt es einem Schweden auch leichter sich in Deutschland zu „integrieren“, als einem Saudi. Er mag Köttbullar und wir mögen Bulletten, aber keiner von uns ist der felsenfesten Überzeugung, dass vergewaltigte Frauen gesteinigt werden müssen.

    Einen heterogenen Staat ohne ethnische, religiöse und kulturelle Konflikte gibt es nicht. Vielfalt ist zumeist Babylon, nicht Shangri-La. Extrem homogene Länder (wie beispielsweise Japan oder Korea) haben es da natürlich einfacher. „Integration“, das Zauberwort im politischen Diskurs in Deutschland ist dort kein Thema in der politischen Debatte, weil eben nur 1 % der Einwohner einen „Migrationshintergrund“ haben, gegenüber 25 % bei uns.

    Vielfalt zum Funktionieren zu bringen ist harte Arbeit. Wenn man Lebensstile akzeptieren soll, die einem zutiefst zuwider sind, dann ist es mit der Toleranz des Durchschnittsbürgers schnell vorbei. Hier in Deutschland sind wir Einwanderungsländern wie Australien, Kanada oder den USA um Jahrzehnte hinterher, weil wir nicht einmal für uns selbst die Frage beantworten können, was eigentlich die deutsche Leitkultur ist, an der sich Einwanderer orientieren sollen. Der Begriff alleine ist für viele von uns schon rassistisch und stinkt nach Herrenmenschentum, weil wir anders als fast jedes andere Einwanderungsland auf der Welt ein geschichtsloses Volk sind, dessen Mythen und Vergangenheit durch die Nazis ausgelöscht wurden. Da wir nicht einmal selbst wissen, was eigentlich deutsch ist, ist es nicht verwunderlich, dass unsere Mitbürger mit „Migrationshintergrund“ auch nach fünfzig Jahren und drei Generationen noch Türkeifahnen auf einer riesigen Demo schwenken und einem Diktatoren zujubeln. In den USA wäre das bereits für einen Einwanderer der ersten Generation absolut undenkbar – diese sind noch stolzer darauf Amerikaner zu sein, als der Durchschnittsbürger.

  3. Bill schreibt:

    hm…
    ich weiss nicht so recht, für die Russ. Föderation wird ein höheres Vertrauen als für Luxembourg angegeben, und für China sogar das höchste?
    Da sind noch ein paar mehr solcher Daten denen ich nicht recht vertraue. Kann es sein, dass die Methodologie nicht ganz valide Ergebnisse erbringt?

  4. HairyComment schreibt:

    Ich weiss nicht so ganz was ich von all dem halten soll, ich bin nicht in der Laune alles genau zu analysieren. Aber ich weiss eins: Sunflower, bitte mach weiter. Auch wenn nicht jeder Post einer ist den ich 100% unterstütze, ich fühl mich hier wohl und mag mehr hören. Schreib, stell Thesen auf, ich vertrau dir dass das ganze interessant bleibt🙂

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