Free trade kills jobs

Free trade kills jobs. Das ist das Mantra von Trump, and many people believe it. Now they believe it, after many years of neoliberal denial.

Protectionism kills jobs. Das ist das Mantra von Merkel, and many people believe it. Here, in Germany. Hier kann man das auch glauben.

Maybe both are right when you combine it. Protectionism kills jobs in Germany, and free trade kills jobs in the US. The key difference is: ob es in den USA eine protektionistische Politik gibt oder eine Freihandelspoliitik, das entscheiden sie selbst und nicht die Deutschen.

Aber natürlich, es hat auch noch eine größere Dimension. Wenn Protektionismus in USA Erfolg hat und Jobs dort schafft, es wird eine massive ideologische Konsequenz haben. Auch woanders wird man dann sagen, warum machen wir das nicht auch? Ein Alptraum für den Export Champion Germany. It would destroy the German business model based on exports, exports, exports.

It would also be a big blow to the neoliberal ideology everywhere else. Free trade is at the core of this wicked ideology. Die Protagonisten des Neoliberalismus haben verstanden, diese Herausforderung kann tödlich für sie enden. Sie versuchen, das argumentative Schlachtfeld zu verschieben. Man findet das beispielsweise in der Washington Post. Nein, nicht der freie Handel ist schuld, wenn in America Jobs verschwinden, es ist der technische Fortschritt, die Digitalisierung, die Roboter.

Manufacturing employment has indeed declined in America over the past decade, but the major reason is automation, not trade. Robots, not foreign workers, are taking most of the disappearing American jobs. Rather than helping displaced blue-collar workers, Trump’s promises of restoring lost jobs could leave them unprepared for the much bigger wave of automation and job loss that’s ahead.

Roboter vernichten Jobs. Uraltes Argument. Wir kennen es aus den Zeiten der Maschinenstürmer.

Letztes Jahr wurde in Davos beim Treffen der Reichen, Mächtigen und Schönen ein Report lanciert, der genau dasselbe behauptet:

Disruptive labor market changes, including the rise of robots and artificial intelligence, will result in a net loss of 5.1 million jobs over the next five years in 15 leading countries, according to an analysis published in Davos on Monday. The projection by the World Economic Forum (WEF), which is holding its annual meeting in the Swiss ski resort this week, assumes a total loss of 7.1 million jobs, offset by a gain of 2 million new positions. The 15 economies covered by the survey account for approximately 65 percent of the world’s total workforce.

Forbes, ein anderes Zentralorgan des Kapitalismus, hat diese Angstmacherei gründlich zerlegt:

They’re saying that unemployment will rise by 0.3%. On a global scale we’ll not actually be able to measure that. Even at the best (say, the US or UK numbers) we’re not calculating to anything better than 0.1% and there’s plenty of countries that have difficulty in getting to within 1% of the right economic number for anything. It’s just not measurable: we might even call it quantum economics.

Automatisierung haben wir seit 100 Jahren. Produktivitätszuwachs hat immer bedeutet, weniger Arbeitskräfte konnten denselben Output produzieren. Wenn Produktivitätszuwächse am größten waren, in den 1950s und 1960s, es gab gleichzeitig mehr Beschäftigung und höhere Löhne. Produktivitätswachstum ist nichts Neues und es ist keine Ursache für Arbeitslosigkeit.

Aber die Realität ist auch, das Produktivitätswachstum ist in den letzten 20 Jahren relativ gering gewesen, und es gibt wenig Grund für die Annahme dass sich das bald ändert. Wenn es also in den letzten 20 Jahren massive Arbeitsplatzvernichtung zum Beispiel in der Industrie der USA gab, es lag sicher nicht am Produktivitätswachstum.

Produktivitätsfortschritt nach Daten der Bank of England:

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Aber was in diesen Jahren stattfand, war ein massiv wachsendes Handelsbilanzdefizit. Free trade, in other words. Gleichzeitig gab es ein rasch wachsendes Arbeitsplatzdefizit in den USA:

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Mehr als 3 Millionen Industriearbeitsplätze gingen seit 2000 verloren.

Eigentlich ziemlich klare Sache. Robots don’t kill jobs. Free trade doesn’t kill jobs either, but it moves them to places with lower wages. If you want to keep jobs in your country, you have to stop free trade. True for every country. Except, of course, if you are the Export Champion. Now, the Export Champion is worried, the rest of the world may no longer accept this ideology. Be worried, be very worried. Dire straits ahead for the Export Champion.

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Yesterday they told me be happy about robots, today they tell me a robot has taken my job. They’re liars.

 

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Fashion against war

Irak ist heute ein trostloses Stück Erde, Kurdistan auch, seine Nachbarländer überwiegend auch. Sie waren aber nicht immer so, sie waren vor langer Zeit die kultiviertesten Orte der Menschheit. Auch in den Osmanischen Zeiten waren sie spannende multikulturelle Gesellschaften. Bis dann Nationalismus, Fanatismus, Islamismus, Diktaturen und Kriege alles kaputtmachten. Fast alles.

Am meisten machten und machen sie in den Köpfen der Menschen kaputt. Auch wenn sie eine Diktatur überwinden, der Hass in den Köpfen wirkt noch lange nach. Erst wenn Menschen anfangen, den Hass zu vergessen und wieder das Leben zu genießen, dann wird es besser.

In Erbil, der Hauptstadt des irakischen Kurdistan, es gibt ein wunderbares Beispiel. Der Gentlemen’s Club, 30 kurdische Dandys, die allergrößten Wert auf erlesene Designer-Mode legen. Und das sogar mit progressiver politischer Anspruch. “These Iraqi Kurdish fashionistas are using fashion to promote social change.”, schreibt Al Jazeera und zeigt hier auch ein sehr schönes Video über sie. (I’m too stupid to embed it here). Mr.Erbil heißt der Club und ich finde ihn sehr ansprechend. Auch auf ihrer Instagram-Seite sind tolle Bilder und Videos, etwa dieses – again, I’m too stupid to embed it here. You have to go to their site. 25000 Fans haben sie dort schon. Handsome gentlemen, however, mostly fully bearded 😦

Omer Nihad (left), Goran Pshtiwan (centre) and Ahmed Nauzad (right) are some of Iraqi Kurdistan's best-dressed assets

Omer Nihad (left), Goran Pshtiwan (centre) and Ahmed Nauzad (right) are some of Iraqi Kurdistan’s best-dressed assets

Omer Nihad

Omer Nihad

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Sie sagen, sie sind nicht einfach Kopien westlicher Hipster. Sie knüpfen an die alte Tradition der Effendis an, reiche Feudalherren, die sich fein anzogen, um in den Teesalons zu sehen und gesehen zu werden. Man muss in seiner eigenen Kultur verwurzelt sein, wenn man so etwas macht. So wahr. Aber sie wollen nicht einfach feudale Machos sein, ganz im Gegenteil. „The group even hopes to effect social change and challenge traditional attitudes, particularly on women’s rights. The Mr Erbil account frequently posts pictures and musings about women’s issues in Kurdistan, Iraq and the world.”, schreibt die BBC. Wonderful, guys, I’m on your side.

“Mr. Erbil is more than just a group of ostentatious dressers, though. The guys have big plans for the future. Etiquette classes, a gentleman’s club house, a model agency, barber, tailor and boutique fashion line are all in the pipeline — if they can raise the capital. “It’s more than just clothes and taking pictures,” says Nauzad.”

I hope so many more young men in that region copy Mr.Erbil – rather than think about how to hate or kill your neighbor. Wer es gerne auf Deutsch nachlesen möchte, hier. And finally, this video I managed to embed – to to minute 6:56.

und p.s: Thank you DoktorHut!

Editorial de Moda

Editorial de Moda

Hey man, you need to dress up to impress me, just like Mr.Erbil

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Naming and shaming

Die bekannte Methode von naming and shaming hat in China eine neue Bedeutung bekommen. Die Online-Kreditplattform Jiedaibao ist wohl die Zuflucht aller derer, die woanders keine Kredite bekommen. „Naked selfies used as collateral for loans in China leak online”, berichtet die Japan Times. Um einen Kredit mit dem sagenhaften Zinssatz von 30% pro Woche zu bekommen, mussten Frauen Nacktfotos und Nacktvideos als collateral hinterlegen. Wenn sie nicht zahlen, werden sie veröffentlicht. „Lenders told female borrowers that if they failed to repay the loans, their nude photos would be sent to their families and friends, whose information was also required for some transactions”, the article said.160 von ihnen hatten jetzt Pech: ein Datenleck trat auf und ihre Bilder und Videos wurden öffentlich. Like any leak, highly interesting. Secret files leaked. Das wird angeclickt.

Bei Jiedaibao bleibt der Kreditgeber anonym, nur die Kreditnehmerin muss ihre Identität offenbaren. Naming and shaming in die andere Richtung ist so nicht möglich.

Material in the file put on the web last Wednesday showed some borrowers also promised to repay loans with sexual favours, according to screen captures posted on social media websites. Einige der bedauernswerten Schuldnerinnen müssen also wohl ihre Kreditgeber treffen…

Oh, shame. Aber warum schämen sich Menschen eigentlich wenn sie nackt sind? Darüber habe ich hier auch mal geschrieben, über eine Dokumentation der BBC. Sie haben analysiert, warum sich Menschen schämen, wenn sie nackt sind.

Das Schamgefühl ist also nicht genetisch veranlagt, sondern sozial konstruiert um unkontrollierte Sexualbeziehungen zu unterbinden und die Monogamie durchzusetzen. Dass diese soziale Konstruktion unter Umständen ziemlich leicht aufzuheben ist, zeigt sich an Nudistenstränden oder in der Sauna. Außerhalb dieser gesellschaftlich akzeptierten Nacktbereiche hält es sich aber sehr hartnäckig. So gut wie niemand kommt auf die Idee, bei brütender Sommerhitze nackt einkaufen zu gehen.

So that could be a new way to hit back. If you’re NOT ashamed of being seen nude, take a loan at Jiedaibao and just don’t pay it back. They’ll publish your nude photos, and you just don’t care. And if they go after you, you reveal THEIR identity….

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Nudity – no reason to be ashamed

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A whore’s eye view

Das “älteste Gewerbe der Welt” ist wie jeder andere Wirtschaftssektor sehr divers. Es gibt Spitzenverdienerinnen und einen Niedriglohnsektor, Vollzeit und Teilzeit, manche werden reich und andere werden ausgebeutet. Aber alle sie haben gemeinsam, sie bekommen Einblicke in die Gesellschaft, intime Einblicke, die niemand anders bekommen kann. Sie sehen Abgründe, sie sehen hinter viele Kulissen, sie könnten vieles erzählen. Sie könnten Karrieren ruinieren, sie könnten manche Geheimnisse erzählen, die Ereignisse und Entwicklungen in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Der Internet-TV-Sender Hulu wird bald einen Film zeigen, der dies versucht. Harlots – A “Whore’s Eye View” of Georgian London, it is entirely about the women, looking outwards at their world. To that end, the team of producers, directors and writers is nearly entirely female, which, executive producer Debra Hayward said, “influenced the show in the way we wanted it to.”

Eine achtteilige Serie, die genausoviel über die Sexarbeiterinnen aussagen will wie über Geld und Wirtschaft. Alles dreht sich um Geld. So funktioniert die Gesellschaft.

Prostitution, Hayward explained, was one of few ways in which women could be socially mobile in that era. Lesley Manville suggested that one in five women in London 1763 was a prostitute, and Owen offered that the city was making as much money off the sex trade as it was off the docks.

Geschichte wird immer aus der Perspektive der Sieger, der herrschenden Klasse, der Reichen und Eliten erzählt. Deshalb wissen wir eigentlich nichts über vergangene Zeiten, wie sie die allermeisten Menschen erlebt haben, die zu den anderen 90 oder 99 Prozent gehören. Midnight in Paris ist ein wunderbarer Film, mit dem du in das Paris vor 100 Jahren eintauchen kannst. „Emotionshistorische Perspektiven“ nennt es die Wissenschaft. Sehr spannend. I will become a Hulu subscriber just for Harlots.

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You won’t believe it who was my last client…

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The old Palestinian lady

Es war eine große Überraschung. Hanan’s Mutter besucht mich. Hanan was the soulmate of my youth, a very unlikely combination. The Palestinian refugee in Jordan and the American expatriate. How could we ever get along, let alone meet at all in the first place? Hanan’s parents never really liked it. But Hanan was their first child, their wild daughter. Niemand konnte sie zähmen. So sie ließen es zu. Obwohl ich zu Hanan nicht mehr sehr viel Kontakt hatte, ihr Tod war ein großer Schock für mich.

Und nun besucht mich ihre Mutter. Als ich sie am Flughafen treffe, Nahla ist fast wie meine Mutter. Beautiful yet sad. Wir schauen uns in die Augen. So warm, so liebevoll. Eigentlich wir haben nie viel miteinander gesprochen. Doch wir verstehen uns sofort als wären wir immer zusammen gewesen. Ich habe zwei Tage frei genommen. Ich will sie kennenlernen. Warum besucht sie mich?

Ihr Mann ist gestorben und hat ein Vermögen hinterlassen. Sie war überrascht wieviel Geld sie geerbt hat. Wie gerne würde sie jetzt zwanzig Jahre sie selbst sein, entdecken wer sie selbst ist. Ihr Mann war ein guter Mensch, aber er erdrückte sie. Er war immer sehr dominant, she was his appendix, his life was her life.

Aber, sie ist unheilbar krank. Zwei Jahre noch, sagen die Ärzte. It’s so sad. Ich würde alles geben, um es möglich zu machen. Sie will noch ein wenig die Welt sehen, aber nicht einfach so irgendwohin, sondern die Menschen treffen, die in ihrem Leben wichtig waren und die sie nie wirklich kennengelernt hat. Sie doch noch kennenlernen. Travelling alone, she never did that before.

Natürlich, wir sprechen viel über Hanan. Wie sie sich verändert hat als durch mich. Nahla did not like it, initially. Aber sie hat es akzeptiert, und es war gut. „You know, Hanan was extraordinary. You are extraordinary. We all admire extraordinary people. We are fascinated by them, we are scared by them, and sometimes we hate them.because they are extraordinary.  Even more so when they are female. I am fascinated and I am scared by you, Isabel. That’s why I wanted to see you again, talk to you, understand you, before I die.”

Wenn dir jemand so etwas sagt, du kannst nur weinen. Immer gab es diese Distanz zwischen uns, und in Wirklichkeit sie hat solche Empfindungen. How many people are hiding their true feelings perfectly well for whatever reason? Warum nur sind die Menschen so?

Nahla erzählt mir ihr Leben. Eine palästinensische Bauerntochter ohne viel formale Bildung. Alles hat ihre Familie verloren, als sie aus Palästina fliehen mussten. Die Erniedrigung, die Flüchtlinge hinnehmen müssen. Der Neuanfang. Der bescheidene Wohlstand in Jordanien, der Neid der anderen. Der ewige Kampf zwischen Tradition und Neuzeit. Der Streit mit ihrem Mann, über die Töchter, seine Frustration dass es nur Töchter waren. The struggle for her own life, for her own personality. Die ständige Sorge, was macht die geliebte Hanan. Der unerfüllte Traum, ihr Heimatdorf in einem freien Palästina noch einmal zu sehen.

Sie will wissen, wie lebe ich, wie leben die Deutschen, wie lebt eine Amerikanerin in Deutschland, die Flüchtlinge in Deutschland. Der Islam. Sexualität. In ihrer Religion, ich lebe in Sünde, aber sie sagt, was ist Sünde. Gewalt ist Sünde. Hass ist Sünde. Deine Moral musst du selbst finden.

Ich bewundere diese Frau, ich liebe sie. Zwei intensive Tage mir ihr. I will never forget them. Soon I will visit her.

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Soulmates

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Not my day

Es gibt Tage, die kannst du vergessen. Da klappt nichts. You want to delete them. Gestern war so ein Tag.

Schlecht geschlafen. Ständig wache ich auf, warum? Keine Ahnung. Ich will nicht aufstehen, aber ich muss. Beide Duschen sind besetzt, forever. Was machen die stundenlang in der Dusche? In der Küche, meine lieben Freundinnen, heute nerven sie. Sie reden nonstop, ich bin still.

Warum bist du heute so still?

Ach bitte, lasst mich einfach in Ruhe. I’m not in the mood.

Sie schauen mich besorgt an wie wenn ich wäre krank. Hilfe.

Was soll ich nur anziehen? Eine unlösbare Frage. Nein, kein langweiliges Business-Kostüm. Nein, kein elegantes Kleid. Nein, kein Jeans-Look. Nein, kein Minirock. Oh shit.

In the end, es wird doch ein Kleid. Lila. Ich glaube ich habe es noch nie getragen. Just give it a try.

Ich gehe aus dem Haus. Welch ein furchtbares Wetter. Winter. Ich will in die Karibik. Nach 5 Minuten, ich kehre zurück. Smartphone vergessen. Ohne smartphone, du bist heute kein Mensch mehr.  In der S-Bahn, alle nerven. Der Idiot mit dem Fahrrad, was will er mit dem Fahrrad in der S-Bahn? Der übelriechende Motz-Verkäufer. Der dauerpräsente Controletti. Der Typ mit den Monsterkopfhörern. Der Typ mit dem Rucksack, der sich dauernd umdreht und alles ummäht. Schrecklich.

Ich komme ins Büro. Viel zu spät. Noch keine 5 Minuten, die Kollegin fragt mich, ich müsse heute das Meeting leiten, der Chef ist krank. Meeting? Welches Meeting? Völlig vergessen.

Ja, ich mache das, sage ich wie in Trance. Was ist die Tagesordnung? Ok, sie brieft mich, wie peinlich. Das lila Kleid fühlt sich so deplaciert an. Schlecht vorbereitet und lila Kleid. Not a good idea. Das gibt ihnen wieder Munition gegen mich. Ich hasse diese Typen, diese Machos.

Ich schließe das Büro ab und weine. It’s so terrible.

Das hilft. Nochmal kurz Makeup renovieren. Das meeting ruft.

Es wird brillant. Veni, vidi, vici. Zu gut. Die Freunde des Chefs erzählen jetzt wieder, ich bereite mich vor ihn zu stürzen. Not my intention, believe me. Whatever I do, sie verwenden es gegen mich.

Nach dem meeting, ich bin k.o. Alle Energiereserven leer. Ich gehe früh nach Hause, apathisch.

Zuhause, ich lege mich in den Whirlpool. Die Welt ist wieder in Ordnung. C. kommt nach hause, was war los heute morgen? Oh, forget it. She joins me in the whirlpool. Es wurde ein wunderbarer Abend. I love her, day and night.

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Oh shut up!

 

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Showing off your religion

Eine Berliner Muslima bekommt jetzt Schadenersatz, weil sie wegen ihres Kopftuches nicht in den öffentlichen Dienst übernommen wurde. So ein Gerichtsurteil. In Quebec darfst du im öffentlichen Dienst nicht einmal weniger auffällige religiöse Symbole tragen.  Ich kenne auch einige Leute, die solche Symbole tragen. Im Grunde, mir ist das egal. Ich bin kein religiöser Mensch, aber ich habe auch nichts gegen religiöse Menschen, solange diese auch gegen mich nichts haben.

Elif Filyos ist eine meiner Lieblings-Modebloggerinnen. Sie hat jetzt darüber auch geschrieben.

 I think there are two types of people out there who wear religious jewelry: actually religious people and atheists who doesn’t care and just in it for the fashion. I belong to the latter group, though I usually refrain from wearing symbolic logos, flags, faces of all kind – not because I’m not political but because I don’t want to be mistaken for anything I’m not.

Exactly meine Meinung. Wenn ich jemand sehe, sagen wir mit einem religiösen Symbol als Halskette, ich denke natürlich das ist eine sehr religiöse Person und nicht jemand der das Symbol schön findet, und die Bedeutung ignoriert. Dann fängst du sofort an, was darf ich jetzt nicht sagen. Vielleicht sie fühlt sich beleidigt wenn ich etwas Negatives sage über religiöse Konservative die mir vorschreiben wollen wie ich leben soll. Sofort fängt die innere Zensur an. Wenn du immer überlegst, diese religiösen Menschen sind immer sofort beleidigt. Sie haben es geschafft, diese überzeugten Religiösen: tief in meinem Inneren, ich glaube sie sind alle intolerant. Es stimmt nicht. Dennoch, ist es eine Überraschung? Radikale Muslime bringen wahllos Menschen um, radikale Christen dominieren immer mehr die verrückte Politik der USA, radikale Juden bauen ihren Apartheidsstaat, radikale Buddhisten unterdrücken Muslime, radikale Hindus auch, und so weiter. Vor Leuten, die stolz und gläubig ihre Religionssymbole tragen, ich gehe sofort auf Distanz. Unbewusst, es tut mir leid. Meistens ist es nicht okay.

Oft sind sie auch gar nicht religiös und verwenden nur die Symbole, aber dann leben sie gefährlich ohne es zu wissen. Weil sie die Symbole missbrauchen. Bei Elif’s Blog schreibt ein Anonymous:

By the way if you’re a Christian, it’s only allowed that you wear a crucifix or medals around your neck, and not on like on earrings, T-shirts, hairbands etc. Those kind of things would be considered vanity, and similar to the whole “graven idols” thing.

So imagine you wear a crucifix earring (I would not do that), and you meet a radical Christian. He may attack you. Oder ein Davidstern oder Halbmond, falsch angewendet. Beware, they could even kill you just for that.

No, my dear religious friends. I can’t help it, all these radicals have had an impact. My heart feels, religions are ideologies of war and intolerance, not of peace and love. Your prophets had something else in mind, I believe, I would like to believe, but so many of their followers have perverted it. Love me, and I will love you. Respect me, and I will respect you.

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This is allowed…

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but this is not allowed. Hilarious.

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