Khadija

Khadija bint Khuwaylid ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau in einer arabischen Stadt. Ihren Wohlstand hat sie selbst erarbeitet, sie hat nichts geerbt oder von anderen geschenkt bekommen. Schon seit ihrer Jugend hatte sie einen ausgeprägten Sinn für Geschäfte. Früher als andere erkannte sie, was angesagt ist, welche Trends entstehen, und sie war es, die durch ein ausgeklügeltes und weitreichendes Netzwerk die Waren in ausreichender Zahl beschaffen konnte, die bald alle haben wollten, die es sich leisten konnten. Ihr Import-Export-Business verkauft aber auch in die andere Richtung, zahlreiche Kleinbetriebe und Heimarbeiter profitieren von ihren weitreichenden Geschäftsbeziehungen durch erheblich vergrößerte Absatzmärkte. Khadija hat hart gearbeitet für ihren wirtschaftlichen Erfolg, sie ist die reichste und angesehenste aller Kaufleute ihrer Stadt. Ihr Wort hat Gewicht. Und sie hat einen Ruf, immer fair zu handeln und niemanden über den Tisch zu ziehen. Ihre Geschäftsbeziehungen sind auf Langfristigkeit angelegt, nie auf kurzfristigen Vorteil.

Im Alter von 40 Jahren, sie hat wirtschaftlich ausgesorgt, und sie stellt sich allmählich die Frage, was gibt es noch anderes im Leben als Arbeit, Geld und Geschäfte. Der Sinn des Lebens und ähnliche Fragen beschäftigen sie. Da trifft sie einen jungen Idealisten, einen Weltverbesserer, der auf den Straßen ihrer Stadt Leute anspricht um mit ihnen über den Sinn des Lebens zu sprechen. Es ist ein interessantes, aber kurzes Gespräch, sie lädt ihn ein zu einer ausführlicheren Diskussion. Bald darauf, die erfolgreiche Geschäftsfrau heiratet den 15 Jahre jüngeren Idealisten, der wirtschaftlich noch gar nicht auf eigenen Beinen steht. Für ihn, die weitverbreitete Polygamie kommt nicht in Frage, er bleibt Khadija bis zu ihrem Tod treu.

Khadija bint Khuwaylid lebte vor 1400 Jahren in Mekka, heute Saudi-Arabien. Ihr Mann hieß Mohammed, man nannte ihn später einen Propheten, den Begründer des Islam. Khadija war der erste Mensch, den er überzeugte von seiner neuen Religion, dem Islam: Die erste Muslima. Friede sei mit ihnen, as-salam alaykum.

I wish Muslims all over the world would know more about the early history of their faith. In particular, I wish Muslim women would draw inspiration from Khadija to lead their own lives, free and independent, and reject patriarchal rules that make them second-class people. And I wish Muslim men would draw inspiration from the Prophet Mohammed to treat women with respect and solidarity, as wonderful human beings equal to them, and confront their fellow males who don’t.

The world would be a so much better place.

Über sunflower22a

I am a mystery.
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2 Antworten zu Khadija

  1. Pingback: Khadija — sunflower22a | per5pektivenwechsel

  2. Pjotr Panini schreibt:

    Naja, wenn Männe ein Kriegsherr ist der die Leute killt die ihm geholfen haben und dessen „Prophetien“ sich lesen wie ein Feldhandbuch der Army ist leicht Handel zu treiben. Auch und gerade „international“.

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