Koreas Machos

Korea ist für viele weit weg, exotisch, keine populäre Touristen Destination. Aber Korea ist sehr präsent in der Wirtschaft, Samsung, Hyundai, LG und so weiter. Korea hat auch eine in Asien sehr populäre Kulturindustrie. Vor 10 Jahren, diese Industrie wurde erschüttert von einem Skandal, gegen den America’s MeToo und das Hollywood-System sexuelle Belästigung geradezu harmlos ist. Aber natürlich, es ist Hollwood, und in Korea es gibt nur unbekannte Schlitzaugen mit unaussprechlichen Namen, so nobody cared in the West.

Jang Ja-yeon war eine sehr populäre Schauspielerin in Korea’s soap operas. Nach ihrem Selbstmord 2009, Korea war erschüttert über ihren 7-Seiten-Abschiedsbrief, in dem sie schonungslos beschrieb, wie die Realitäten dieser „Korean Wave“ Kulturindustrie sind. Sie beschrieb die sklavenartigen Verträge, die brutale Konkurrenz, und wie ihr Agent sie zwang, mit 31 einflussreichen Männern Sex zu haben, darunter Politiker, Wirtschaftsfunktionäre und andere „Prominente“. Verurteilt wurde kein einziger.

Neue Skandale in Koreas zutiefst machistischer Kulturindustrie gab es immer wieder. Der angeblich international bekannte Regisseur Kim Ki-duk (ich kenne ihn nicht) stand 2017 vor Gericht wegen Vergewaltigung und Körperverletzung einer Schauspielerin. Er wurde nur wegen Körperverletzung verurteilt – die Vergewaltigung konnte „nicht nachgewiesen“ werden. Im Januar, die koreanische Menschenrechtskommission begann eine umfassende Untersuchung über eine „systematische Vergewaltigungskultur“ im koreanischen Sport.

Aber jetzt es kommt noch viel massiver. Einige K-Popstars sind im Zentrum einer Spycam-Affäre, die wirklich unglaublich ist. Jung Joon-young und Seungri, so heißen zwei K-Pop-Stars, die jetzt überführt wurden, dass sie sich selbst gefilmt haben wie sie Sex mit verschiedenen Frauen haben, und die Videos dann online zirkulieren ließen.

Ey, wait a minute. Was würde man sagen, wenn Frauen sich heimlich beim Sex filmen und diese Videos zirkulieren lassen? Schlampe wäre noch harmlos. No woman would ever share such videos. Aber Männer sind sogar stolz darauf. Can you believe it?

Das heimliche Filmen von Frauen in sexualisiertem Kontext in Korea hat epidemische Proportionen angenommen, es ist eine Art männlicher Volkssport geworden. Es hat sogar einen Namen: Molka nennen sie es. Vor wenigen Wochen wurden zwei Männer in Seoul verhaftet, die heimlich in 30 Hotels Kameraspione installiert hatten, mit denen sie 1600 Frauen in Hotelzimmern heimlich filmten und online stellten. Ich war auch schon in Korea, vielleicht sie haben auch mich gefilmt. 97 Männer bezahlten eine Monatsgebühr, um solche Videos zu schauen – Gesamteinnahmen $6200. Was für perverse Typen sind das?

Koreas zutiefst patriarchalische Kultur wird jetzt von diesen massenhaften Skandalen erschüttert. All diese „mächtigen Männer“ glaubten, für sie gilt das Gesetz nicht, sie haben ein Recht darauf, dass Frauen ihnen zu Diensten sein müssen, wenn sie Karriere machen wollen. Sie waren sicher, sie werden niemals dafür bestraft. Jetzt beginnen erstmals auch ihre Karrieren zu enden. Jung Yoon-young fing im Gerichtssaal an zu weinen: “I apologise to the women who have suffered because of me,” he said. “I will spend the rest of my days repenting for my sins.”

I believe not a word. Koreas Frauen stehen auf, sie lassen sich nicht länger als Sexpuppen für dumme Männer behandeln. Die öffentliche Kultur ändert sich. Gut so.

No more sex with machos, we promise.

 

Über sunflower22a

I am a mystery.
Dieser Beitrag wurde unter Gesellschaft, Ladies (and gentlemen) abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Koreas Machos

  1. sunflower22a schreibt:

    Hat dies auf sunflower22a rebloggt und kommentierte:

    Somehow this text didn’t show up in the wordpress newsfeed, so I try again…

  2. Pjotr Panini schreibt:

    Schrecklich diese Medienschicksale, aber wer sich darauf einlässt wird automatisch zur Hure. Kenne einige Männer aus dieser Branche die sich selbst so bezeichnen.

    Diese Typen mit ihren Kameras Frauen filmen sind in meinem Augen einfach krank. Aber was hat das mit Macho zu tun? Ein Macho wäre sich viel zu schade für Schwuchtelsch…. dieser Art.

    Ihre „No more sex with machos“ Parole sehe ich ganz gelassen. Das „we promise“ versprechen fällt! in die Kategorie „widersprich nie einer Frau, das macht Sie nach 5 Minuten schon selbst“ :-).

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s