100,000 Frauen gegen die Mullahs – beim nächsten Mal gewinnen wir

In Yemen droht eine riesige Hungersnot. Libanon steht vielleicht wieder vor einem Bürgerkrieg. Was in Syrien, in Iraq passiert, wir wissen es alle. Der Konflikt Sunni gegen Shia, Saudi-Arabien gegen Iran, es eskaliert immer mehr. Neue Allianzen entstehen, die bis vor kurzem undenkbar waren: Israel und Saudi-Arabien, vereint gegen Iran.

Saudi-Arabiens Kronprinz gibt sich pro-westlich, modern, sogar anti-islamistisch. Aber wer will ihm trauen? Ich nicht. Saudi-Arabien exportiert und finanziert den Wahhabismus und Jihadismus. An alliance with this regime is more than folly. Europa sollte Trump und seinen israelischen Freunden nicht folgen, wenn sie jetzt die Konfrontation mit Iran anheizen.

Iran war das erste islamistische Regime, es sind fast 40 Jahre. Aber die Menschen in Iran sind vom Islamismus und den Mullahs überdrüssig. Ich bin sicher, Iran wird das erste post-islamistische Land. Auch wenn die Demokratie reglementiert und limitiert ist, aber sie wählen dort ein Parlament und einen Präsidenten – das wird Saudi-Arabien noch lange nicht tun. Iran hat schon einmal eine Revolution gemacht, die Menschen in Saudi-Arabien haben es nicht einmal versucht.

Wenn 100,000 mutige, modern, gebildete Frauen und auch eine beachtliche Zahl Männer gegen einen Haufen zottelige, unrasierte, schlecht gekleidete, abergläubische Fanatiker demonstrieren, wer gewinnt dann? Leider nicht die Frauen. So geschah es am 8.März 1979 in Tehran, Iran. Kurz zuvor hatten eine Million Iraner, auch viele moderne, progressive, linke Menschen, den zotteligen, böse blickenden, unrasierten abergläubischen Fanatiker Khomeini bejubelt, der aus Frankreich zurückgekommen war. Kurz darauf übernahm er die Macht, weil genug Dumme sich für besonders klug hielten und dachten, es sei ein besonders cleveres taktisches Manöver, ihm die Macht zu überlassen, statt sie selber zu übernehmen. Und wiederum kurz darauf, what happened?

Though women were credited by the Ayatollah Khomeini for their essential role in bringing about the Iranian revolution, in early March 1979, he paid back their actions by implementing an edict that made it compulsory for all women to wear the hijab (veil) in public. Suddenly, any promise the Ayatollah offered of a new, better, fairer Iran was revealed as nothing more than a chimera. Khomeini was a hardline fundamentalist and he had no time for individual freedom—not when he knew what his invisible friend wanted. And Allah apparently wanted women covered up.

Hengameh Golestan ist eine couragierte iranische Photographin, sie hat diese Demonstration dokumentiert. Bezaubernde, ermutigende, deprimierende Bilder  gibt es auf ihrer Website, hier ist der Direktlink. Flashbak und Dangerous minds haben sie jetzt gewürdigt.

The women lost. The demonstration ended with the women being attacked and some even stabbed on the streets of Tehran. The men and their sexist, superstitious beliefs won. It’s a way of having power over women that continues to this day in many different forms.

Iran war das erste islamische Land, in dem die Islamisten die Macht übernahmen (Saudi-Arabien zähle ich nicht mit – in Saudi hatten sie sie schon immer). Aber ich bin sicher, Iran wird auch das erste sein, das sie wieder los wird. Beim nächsten Mal gewinnen Irans Frauen (with a little help from their male friends) und die zotteligen Fanatiker werden verlieren. Dann wird die Allianz des Westens mit Saudi-Arabien noch deutlicher zeigen, welche Lüge das ganze Geschwätz der „westlichen Werte“ ist.

 

Über sunflower22a

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