Mata Hari

Wovor haben Männer wohl am meisten Angst? Vor unabhängigen Frauen, die keine Männer brauchen oder (noch schlimmer) Männer nicht ernst nehmen. Im Mittelalter wurden in Europa solche Frauen als Hexen verbrannt. In den meisten anderen Kulturkreisen, es ging – und geht – ihnen nicht viel besser. Femme fatale, das ist der Alptraum der Männer.

Vor 100 Jahren starb die original Femme Fatale durch ein Erschießungskommando. Margaretha Geertruida Zelle aus Leeuwarden, Niederlande – bekannt unter dem Namen Mata Hari. Mit 18 wurde sie in der niederländischen Kolonie Indonesien an einen gewalttätigen Alkoholiker verheiratet. Acht Jahre musste sie ihn ertragen, dann gelang die Scheidung. Um ihm zu entfliehen, studierte sie traditionellen indonesischen Tanz und nannte sich Mata Hari, indonesisch für „das Auge des Tages“, die Sonne.

Sie ging nach Paris und begann ihre sensationelle Karriere als exotische Tänzerin. Sie wurde rasch ein Star, und so bekam sie Zugang zur High Society. Sie genoss das Leben und verführte viele wichtige Männer. Leider war ab 1914 der Weltkrieg, und diese Frau aus den neutralen Niederlanden wurde bald verdächtig. Der Krieg lief schlecht für Frankreich. Ohne die Unterstützung der Briten hätten sie längst gegen die Deutschen verloren. Scapegoats were needed to prevent mutinies.

Mata Hari brauchte Aufenthaltserlaubnisse für Frankreich. Sie war erpressbar.

The deal went something like this—If you want to see your hot young BF then we want you to fuck some information out of a few German colonels. We especially want you to fuck the German Crown Prince Wilhelm and get all his secrets. Mata Hari was also offered a bagful of cash. It may have been the cash incentive that made her say “Okay, sure. When do I start?”

The problem with the devious French plan was that Crown Prince Wilhelm knew nothing. He was an idiot. A wastrel who liked whoring, drinking, playing soldiers and pulling his pork. How the French military intelligence (the Deuxième Bureau) thought they could learn anything useful from Clown Prince Wilhelm is utterly baffling. However, Mata Hari went off to Germany in a bid to get the inside skinny.

Unfortunately the Germans knew Mata Hari was a spy and gave her bogus information. They also exposed her as a double agent—letting the Deuxième Bureau know Mata Hari was actually their agent. Of course, she wasn’t. Mata Hari was just a useful pawn in a terrible game.

Der Geheimdienstler, der sie angeheuert hatte, ließ sie als Spionin verhaften. Der Geliebte, wegen dem sie überhaupt noch in Frankreich war, ließ sie im Stich. Nach einem Schauprozess wurde sie zum Tod verurteilt. Es gab keinerlei wirkliche Beweise, aber das spielte keine Rolle. Die Versager im französischen Generalstab brauchten einen Sündenbock – wer eignet sich dazu besser als eine femme fatale.

Mata Hari was executed on October 15th, 1917. She refused to be blindfolded or tied to the stake. She blew kisses at the firing squad. She was just 41.

Die wunderschöne website Dangerous minds bringt sie in Erinnerung mit wunderschönen Originalfotos, über 100 Jahre alt.

Her biography is as much the story of a strong independent woman as it is about a woman dealing with the failure, stupidity and brutality of the men in her life.

Like so many others ladies.

 

Über sunflower22a

I am a mystery.
Dieser Beitrag wurde unter Heldinnen, Ladies (and gentlemen) abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Mata Hari

  1. Vielen Dank für die Hommage!

  2. rano64 schreibt:

    Häh, wieso sollten Männer Angst haben vor unabhängigen und selbstständigen Frauen? Da muss es aber um das eigene Selbstbewusstsein gar armselig bestellt sein.

    Ich wäre – ehrlich gesagt – echt froh, wenn meine Frau etwas unabhängiger und selbstständiger wäre. Klar, in der Selbstwahrnehmung ist sie selbstverständlich eine emanzipierte und unabhängige Frau, aber komischerweise verlässt sie sich bei unangenehmen und anstrengenden Themen nur allzu gerne auf mich. Mal abgesehen davon, dass ich mich seit 25 Jahren in der Bürohölle einer Konzernzentrale selbst verwirklichen darf und deshalb natürlich auch die wirtschaftliche Verantwortung für die Familie trage.

    Aber das ist natürlich ein Privileg und keine Belastung.

  3. Sempron schreibt:

    „Wovor haben Männer wohl am meisten Angst? Vor unabhängigen Frauen, die keine Männer brauchen“
    Das ist Blödsinn, siehe „Von männlicher Sehnsucht nach weiblicher Stärke“ –>https://man-tau.com/2017/06/16/wonder-woman-starke-frau/
    Ein Auszug: „Der feministische Vorwurf, Männer hätten Angst vor einer solchen Stärke, geht also so weit fehl wie nur möglich. Tatsächlich wäre es für Männer erlösend, wenn Frauen eine solche Stärke entwickeln würden. Es sind eher Feministinnen selbst, die heute Schwierigkeiten mit solchen Frauenfiguren haben. Es wäre jedenfalls kaum vorstellbar, dass Diana als Wonder Woman durch die U-Bahnen New Yorks oder Madrids spaziert und Männer auf Schilder aufmerksam macht, die breitbeiniges Sitzen verbieten. Oder dass sie ihr Agieren in der Justice League darauf beschränken würde, dort eine Frauenquote einzufordern.

    Eine Frauenfigur wie Wonder Woman, die ihrerseits auch schon in den Vierziger Jahren während des zweiten Weltkriegs entwickelt wurde, ist ein Beispiel für eine seit Jahrzehnten andauernde Transformation von Geschlechterrollen, an der sowohl Männer als auch Frauen arbeiten und an der beide ein Interesse haben. Diese Entwicklung wurde durch Feministinnen nicht initiiert, und heute wird sie von ihnen auch eher behindert als gefördert.

    Ihre eigene Angst vor weiblicher Stärke unterstellen sie Männern als Angst vor starken Frauen.“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s