I’m glad I’m not French

France at the crossroads. Wie erwartet, es kam zum Schluss-Duell Macron vs Le Pen. Wie erwartet, es ist eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Vieles erinnert an die Wahlen in America letztes Jahr. Die Leute haben das Establishment satt, die Kandidaten des Establishment sind schon ausgeschieden. Wirklich? Je mehr du hinsiehst, desto mehr du merkst: Macron ist der Kandidat des Establishments. Nicht der etablierten Parteien, aber braucht das Establishment diese Parteien noch? Sie sind nur nützlich, wenn sie die Menschen an den status quo binden können. Wenn diese Parteien das nicht mehr schaffen, sie werden entsorgt wie ein Dienstleister, der schlechte Arbeit leistet.

Le Pen hat leider recht, wenn sie sagt, Macron ist der Kandidat des globalen Finanzkapitals. No doubt. Er will eine Politik, die genau die Krise  verschärft, wegen der die Menschen so wütend sind. Er wird enden wie Hollande, wenn nicht noch schlimmer. Wer unterstützt wird von Obama, von Schäuble, von Varoufakis gleichzeitig – this makes me very very suspicious. Viele glauben, now the good people have to rally around Macron. I don’t.

Aber natürlich, Le Pen ist eine Katastrophe. Da hat auch Macron recht. Sie darf nicht Präsidentin werden. Sie ist nicht das Establishment, no doubt, ihr Programm ist nur Hass und Wut.

Ich verstehe, warum Leute jetzt Macron wollen, obwohl sie seine Politik nicht kennen oder verachten. Was willst du tun, wenn die Alternative Le Pen ist? Sie ist schlimmer als Macron.

Ich verstehe, warum Leute jetzt Le Pen wollen, obwohl sie ihre Politik nicht kennen oder ablehnen. Was willst du tun, wenn du endlich eine andere Politik willst als die Eliten und die Alternative wieder der Kandidat der Eliten ist? Wenn du wütend bist, du handelst nicht nur aus Vernunft.

I’m glad I’m not French. I don’t have to make this decision. My natural temptation would be, don’t vote. I did not vote for Clinton, I did not vote against Trump. I voted for Sanders in the primaries, and that was it. My dear friend M. is French and she is literally getting ill under the enormous social pressure that she MUST now vote for Macron, even though she has stopped voting many years ago. I am not sure what I would do. I don’t have to make up my mind. I only know, it is a tragedy that elections have become such a farce that it seems you always have the choice between pest and cholera, and that it is getting worse every time. Now it is between ebola and malaria. Wir haben etwas besseres verdient.

Where do we go from here?

Über sunflower22a

I am a mystery.
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2 Antworten zu I’m glad I’m not French

  1. miesvandenbergh schreibt:

    Sonst lese ich Deine Texte ganz gerne, weil oft pointiert. In diesem Falle ist es mir aber ein Kommentar wert. Wenn ich diesen Beitrag lese, kommt mir ein sehr unschöner Gedanke in den Sinn: Dieser Inhalt erinnert mich an eine Zeit, eine Einstellung, die schon vor knapp 90 Jahren einem „österreichischen Gastarbeiter“ in Deutschland zu einem zweifelhaften und folgenschweren Erfolg verhalf!
    Meine ich! No matter of beeing french or not.

  2. keloph schreibt:

    wir sind auch bald dran……nicht vergessen 😉

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