Yes to Nato, No to Putin

The world is in Trumpmania. Nobody polarizes the world more than Trump. Manche Menschen finden bereits diese Tatsache schlimm. Sie lieben den Konsens, scharfe Polarisierungen sind ihnen sehr unangenehm. Ich nicht. Polarisierung ist produktiv. Ich glaube, die letzten 30 Jahre wir hatten zuviel Konsens. There is no alternative to neoliberalism, that was the consensus. Davor, es war anders. Die Zeiten des Kalten Krieges liegen vor meiner bewussten Erinnerung, aber ich denke mir das muss damals auch so gewesen sein. Entweder du bist für Washington oder für Moskau. Rechts oder links. Schwarz oder weiß. Blau oder rot. Vielleicht das ist nicht die ganze Realität, denn die Realität ist meist a thousand shades of grey rather than black or white.

Zu Trump’s Inauguration waren weltweit Protestaktionen, in Washington, in anderen Städten, vor US-Botschaften. Auch in Berlin. For one moment, ich habe überlegt, machst du mit. Ich habe es nicht getan. I went shopping instead. Haha. Now you know it, she is a stupid tussie. Shopping statt demonstrieren. In der S-Bahn ich habe Leute getroffen, die auf dem Weg zu dem Protest waren. Sie gaben mir das gute Gefühl, ich habe die richtige Entscheidung getroffen. Sie hatten ein Banner „Yes to NATO, No to Putin“. Wow. Ich hörte zu wie sie sich unterhalten. Nein, sie waren nicht unterwegs zur russischen Botschaft. Sie hielten sich für gute, aufrechte, progressive  Demokraten, die gegen einen ungebildeten Halb-Faschisten demonstrieren. So wie Madonna in Washington D.C. und viele andere. She  „thought an awful lot about blowing up the White House“.

It is really strange. Yes to Nato, No to Moscow. Wahrscheinlich, in den Zeiten des Kalten Krieges, das waren Slogans von rechts. Progressives would have said, Peace with Moscow, maybe.

Today the Democratic Party has lost its soul, has become a party headed by warmongers. Was ist passiert, wenn Leute sagen “Yes to Nato, No to Putin” und glauben, sie haben die Moral auf ihrer Seite, sie sind die Gutmenschen?

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Nein, es war gut nicht an dieser Aktion teilzunehmen. Wäre ich in Washington gewesen, ich wäre auch nicht sicher ob ich an der grossen Demo teilgenommen hätte. Augstein hat recht: „Die Bürgersfrauen, die Journalisten, die Schwulen, die Professoren, die Künstler, die jetzt gegen Trump protestieren – sie waren in der Vergangenheit die Profiteure eines Systems, das sich um Rechte gekümmert hat, und dabei Gerechtigkeit völlig außer Acht ließ. Was jetzt richtig wäre, wäre etwas anderes.“

A women’s march in Kansas City, or in Columbus, Ohio. A march of people that Clinton called deplorables. The losers, ignored by the liberal coastal elite. A march not attacking Trump, but warning him to keep his promises, the promises that got him elected. You give us a future. You create jobs. Real jobs, not McJobs. You make us great again.

Those people don’t do that. They’re not used to demonstrations. Ich wäre auf so einer Demo vielleicht ein Fremdkörper. After all, I’m not one of them. Ich gehöre zur liberalen Elite, internationalist and cosmopolitan, non-religious and not patriotic. I hate guns and love free sexuality. And so on. But I am sure, they would have welcomed me. Because, deep in my heart, I believe what they hate is not really what I am and how I live. What they hate is the incredible arrogance, ignorance and utter disgust of people like me against “deplorables” like them. Fair enough.

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The demonstration that I would want to attend does not happen

Über sunflower22a

I am a mystery.
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5 Antworten zu Yes to Nato, No to Putin

  1. Andy schreibt:

    Yes, wieder mal ein sehr guter Artikel von Dir. Und so schön geschrieben. Thanks! Ein Gedanken noch dazu: Trump sagte, dass sich die USA künftig zuerst um sich selber kümmern wollen. Heißt: Die Staaten wollen sich nicht mehr auf der ganzen Welt einmischen. Ja, Trump ist ein Trottel, aber allein dieses Ziel (nicht alle Kontinente regieren zu wollen) ist das Beste, was der Weltgemeinschaft passieren kann.

  2. Anna Torus schreibt:

    Sie demonstrieren gegen ein Symptom. Trump ist bloß ein Symptom des langwierigen Krankheitsbildes Kapitalismus und er ist ein spätes, hässliches Symptom. Es braucht mehr Demonstrationen, die die Ursachen anprangern, die sich gegen Unterdrückung und Lebensfeindlichkeit überhaupt richten. Aber stattdessen haben wir: „Trump muss weg!“, „Merkel muss weg!“, „xy muss weg!“. Von „links“ wie von „rechts“. Selbst wenn diese „Auswüchse“ weggeschnitten würden, das Grundproblem bleibt und wuchert weiter, wächst wieder neu heran.

  3. Ronin schreibt:

    Ich schließe mich der vorherigen Kommentatorin vollens an!

    Aus meiner Sicht sind Shoppen und Sektieren keine alternativen Erklärmuster/Kompensationen… ^ ^

  4. Gerhard Mersmann schreibt:

    Ich gebe das Kompliment zurück!!!

  5. mrfreeze01 schreibt:

    Gefällt mir auch sehr gut, was du geschrieben hast. Das entspricht auch meinen Gefühlen. Das Blöde ist nur, dass es bislang so aussieht, als ob der Neoliberalismus/Kapitalismus (also die Ursache) nicht wirklich bedroht ist, von der weltweiten „Nationalen Welle“. Insofern kann ich nur hoffen, dass Trump versagt (und auch die Rechten, die noch kommen werden). Nicht nur objektiv (was in jedem Fall passieren wird), sondern auch „gefühlt“. Denn wenn die Rechten den im Kapitalismus abgehängten zwar kein besseres Leben aber ein besseres „Gefühl“ geben können (in dem Sinne, ist zwar immer noch ein McJob aber wir sind alle stolz auf dich und du kannst es auf dich auch sein, denn schau, die Ausländer, die Schwulen, die Andersdenkenden, mit denen haben wir aufgeräumt, die gehören nicht dazu aber du, du gehörst dazu!), dann könnte das ausreichen, damit sich das System wieder neu erfindet. Vielleicht hilft auch noch ein Krieg…

    Und davor fürchte ich mich.

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