Ladies, es gibt noch viel zu tun

Ach, ich kann es nicht mehr hören. Die Frauen sind zu weit gegangen. All die politische Korrektheit, die ganze Frauenemanzipation, der Aufstieg der Frauen in Führungspositionen ist daran schuld, das so viele arme Männer jetzt so perspektivlos sind und rechts wählen. Man kann doch einem Mann nicht zumuten, dass er jetzt eine Frau als Chef hat. What a nonsense.

Erstens: Männer wählen öfter rechts als Frauen, stimmt, aber auch viele Frauen wählen rechts. Aus denselben Gründen wie die Männer. Protest, soziale Abstiegsängste, sicher auch manche aus rassistischen Gründen, what have you. Weiße Frauen waren in America diejenige Gruppe, die sich am wenigsten an die Prognosen gehalten hat und viel mehr für Trump gestimmt als erwartet.

Zweitens. Who cares about political correctness? Das ist nur einer kleinen Gruppe wichtig, die besteht wahrscheinlich überwiegend aus Männern. Die meisten Leute wissen gar nicht was das ist. Sie kommen auch nicht eurer absurden Gendersprache in Berührung. Mir – und vielen anderen Ladies – geht sie genauso auf die Nerven. Das ist zwar immer noch kein Grund, AfD zu wählen. Aber es ist erst recht kein Grund, männlichen Chauvinismus zu propagieren.

Drittens. Seid ehrlich und ihr stellt fest, die Ladies haben bisher nur an der Macht gekratzt. Interessanterweise sind die Chefs von AfD und Front National Frauen. So often I’m the only lady in the room, it’s a disgrace – though you can make it a unique position of strength… I won’t go into details. Nevermind, I’d rather have many more women in the room. True Activist hat jetzt sehr schön gezeigt, wie es wirklich aussieht. Nimm einfach aus den Bildern der Macht alle Männer raus, und schau was übrigbleibt. Nicht viel. Hier das britische Unterhaus:

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Gute Gründe für die Kampagne von Elle UK: More Women!

 

Über sunflower22a

I am a mystery.
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2 Antworten zu Ladies, es gibt noch viel zu tun

  1. Mordred schreibt:

    du hast angela merkel vergessen. oder seinerzeit auch maggie thatcher.
    ich denke, dass du dich zu sehr auf den status quo versteifst und den laufenden prozess dabei garnicht siehst. wenn irgendwelche änderungen gemacht werden, sieht man die wirkungen unter umständen erst jahrzehnte später.
    „So often I’m the only lady in the room, it’s a disgrace“ lass mich raten: du hast keine kinder? in bwl-vorlesungen damals vor 15 jahren waren glaube ich fast die hälfte schon frauen. und ich würde sagen, dass auch locker 50% der absolventen frauen waren. nur gibt es halt mit dem nachwuchs mindestens einen schweren karriereknick. obwohl selbst das heutzutage durch elternzeit für väter etc. kompensierbar geworden ist.

  2. Pjotr Panini schreibt:

    Naja, wenn es ihnen um „die Macht“ geht können Sie das meinetwegen gern quotieren so lange Sie lustig sind. Ob von dem parlamentarischen Stimmvieh 50%++ Quotenweiber sind oder aus männlichen Kungelrunden kommen tangiert mich peripher.

    Ist aber ein schönes Beispiel worum es in der Emanz…debatte letztlich geht. Um Privilegien von Oberschichtsklassen. Das hat mit Gleichberechtigung (ein inzwischen veralteter Begriff) so viel zu tun wie Moral mit Gebrauchtwageneinzelhandel.

    Meiner einer ist längst dabei diesem ganzen Wahnsinn den Rücken zu kehren. So habe ich z.B. ein Projekt eingestellt weil in den Fördergremien nur noch Frauen saßen die von der Sache nichts, aber von den dabei zu schaffenden Frauenarbeitsplätzen sehr viel verstanden. So viel hohles Gelaber habe ich schon lange nicht mehr erleben müssen. Das wird damit enden das auch dort nichts mehr entsteht weil nur noch Hohlbratzen die richtigen Zahlen in gefakte Projekte schreiben.

    Darüber hinaus ist ihr Beitrag ein schönes Bespiel für „weibliche Prioritäten“.

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