Freihandels-Crash

Wer hätte das gedacht. Die arrogante EU-Kommission wird von Wallonien in die Knie gezwungen. Die unbeugsamen Belgier stoppen das Ceta-Abkommen, Pilotprojekt für TTIP. Die EU-Institutionen im Krisenmodus, jetzt bekommen sie nicht einmal mehr ihre Handelsabkommen durch die Parlamente. You lost that game, and you deserve it.

Hochmut kommt vor dem Fall, so sagt man. So ist es. Schon lange gibt es die massiven Proteste in der Öffentlichkeit vieler Länder Europas gegen die neoliberalen „Freihandelsabkommen“, die doch nichts anderes sind als Deregulierungsabkommen. Auch in America haben immer mehr Menschen die Nase voll davon. Weil Obama und das Establishment der Demokraten so eng mit der Wall Street liiert sind, konnte Trump die Stimmen all der Verlierer dieser Handelsabkommen einsammeln. Aber auch Obama schafft es wohl nicht mehr, sein Trans Pacific Abkommen TPP durch den Kongress zu bekommen. Von TTIP redet schon niemand mehr, es ist praktisch tot.

Amazing. Wonderful.

Jahrzehntelang sah es aus, dass die neoliberale Politik unstoppable ist. Globalisierung als neoliberales Projekt, für Deregulierung, für corporate power. Alle waren dafür. Schluss, it’s all over now. So I hope.

Chapeau, Leute. Tolle Sache. Wallonien ist die Spitze einer großen Bewegung. Niemand im Establishment hat mit euch gerechnet, alle dachten sie könnten arrogant alle Proteste beiseite wischen. Another crisis that Europe’s leaders have nobody else to blame than themselves. It seems to me, Europe’s leaders are not only unable to get out of this mess with productive new policies. They are even unable to understand what got them there. Not lunatic Walloons. The leaders are out of touch with their people, out of touch with the times that have changed, out of touch with the challenges of the future. Who will replace them?

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Paul Magnette, Wallonia’s leader – smart and sexy

 

Über sunflower22a

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3 Antworten zu Freihandels-Crash

  1. Holger schreibt:

    Ich teile Deine Freude darüber, befürchte aber auch, dass da noch Druck ausgeübt wird, um Wallonien in die Knie zu zwingen. Habe letztens gelesen, dass ein größerer US-hersteller – glaube es war CAT – sein Werk in Wallonien dicht machen will.
    Und wenn’s um Jobs und Steuern geht (egal wie gering sie wegen des EU-Steuerdumpings ausfallen mögen) werden die Leute i.d.R. weich.
    Apropos, habe auch zerohedge ein Transkript von Michael Moore gefunden, in dem er ausführt, warum Trump die Wahl gewinnen könnte. Da geht’s auch um die abgehobenen Eliten und wie Trump dazu passt:
    http://www.zerohedge.com/news/2016-10-25/michael-moore-trumps-election-will-be-biggest-fuck-you-ever-recorded-human-history

  2. Holger schreibt:

    Nachtrag zu gestern; scheinbar ist Wallonien doch eingeknickt:
    http://www.zerohedge.com/news/2016-10-27/stalled-eu-canada-trade-deal-gets-greenlight-following-belgium-approval
    Der Ausverkauf Europas kann also planmäßig durchgeführt werden.

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