Mr Cameron wants to leave, why don’t you let him go?

Disclaimer: I must admit, I have an issue with British politicians, or the British ruling class altogether. Their stupid monarchy, their stupid arrogant ruling class accent, and so on.

Nein, es ist nicht so dass ich gegen Briten insgesamt was hätte. Wirklich nicht. Nur gegen ihre herrschenden Eliten, am meisten dieser lächerliche Zwerg Cameron. Und auch gegen ihre am meisten ungebildeten Unterschichtenvertreter wenn sie betrunken am Mittelmeer sind.

Anyway. Ich verstehe überhaupt nicht warum die Regierungen der EU überhaupt mit ihm so lange verhandeln, ob er in der EU bleiben will. Soll er doch gehen. Who cares. Wenn du anfängst in einem Club mit Leuten darüber zu reden, wie sie alle Vorteile aber keinen der Nachteile haben können, dann ist es aus. Dann brauchst du auf den nächsten nicht mehr lange zu warten, der es genauso macht. Solidarität nein danke, Egoismus ja bitte. Das ist Camerons Botschaft.

Ja, es stimmt: natürlich war es ein abgekartetes Spiel. Sie haben ihm eine Riesenshow gegeben, ein Drama, und ihm nur wenige Zugeständnisse gemacht. Aber sie erlauben ihm, diese wenigen Zugeständnisse zuhause als riesig aufzublasen. Das ist so transparent, dass auch die Briten es verstehen. Leider werden es auch andere verstehen und bald ähnliche Forderungen erheben. Der Geist ist aus der Flasche.

Ich hoffe, die Briten stimmen für den Austritt. Der Einfluss Britanniens in der EU ist seit vielen Jahren negativ. Euer Modell der „sozialen Marktwirtschaft“ oder die neoliberale, deregulierte Herrschaft des Marktes. Das ist seit Maggie Thatcher die Frage. Immer waren es die Briten, die die Speerspitze des radikalen Neoliberalismus gebildet haben. Tony Blair war genauso neoliberal wie Thatcher, Cameron noch mehr. Jeremy Corbyn hat keine Chance, jeder nächste UK Prime Minister wird genauso marktradikal wie der aktuelle.

Ohne die Briten wären die europäischen  Verträge sozialer, solidarischer ausgefallen als sie geworden sind. Camerons Forderungen an die EU waren noch mehr Deregulierung, noch mehr Abbau des Sozialstaats. Deshalb haben alle Konservativen in Deutschland die Angst, dass Britannien austritt und damit das Lager der Franzosen, der Südeuropäer stärkt, die angeblich mehr auf Staat als auf Markt setzen. (Ob das noch stimmt, ist eine andere Frage).

Die Exzesse der Finanzindustrie, der City of London – alles made in London. Längst hätte die EU schärfere Kontrollen der Finanzindustrie, wenigstens so scharfe wie in den USA, wenn nicht London alles blockieren würde. Die schlimmsten Steueroasen, überwiegend UK-controlled dependencies: Jersey, Guernsey, Isle of Man, Cayman Islands, Bermudas, what have you. What can you do against them with the UK in the EU? Not very much.

Aus britischer Sicht ist der Austritt völlig irrational. Natürlich würden viele Unternehmen erhebliche Probleme bekommen, abhängig davon wie Brexit organisiert wird, welche Bedingungen Britannien hinterher haben wird für den Zugang zum EU-Markt. Aber das ist ihr Problem, nicht das Problem des Kontinents.

Wenn das Referendum für Brexit endet, ich bin nicht traurig. Sollen sie gehen. Sie werden bald sehen, es war ein Fehler. Vielleicht kommt Schottland bald alleine zurück. Welcome. Aber ohne das marktradikale Britannien sieht die EU ein bisschen besser aus. Sie hat mehr Chancen, den marktradikalen Einfluss aus Berlin zu dämpfen. Bleibt Britannien, wird die EU mit Sicherheit noch mehr ein reiner deregulierter Markt. Es ist besser, sie gehen. Bye bye.

E0022

Nothing against ordinary English people, for sure.

Über sunflower22a

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5 Antworten zu Mr Cameron wants to leave, why don’t you let him go?

  1. Provinzsonstwas schreibt:

    Sind die Deutschen eigentlich genau so stereotyp wie die Briten ?
    War mal auf Lanzarote, und die Britts waren alle, alle ( sic ) übergewichtig, tätowiert, im Trägershirt mit Sonnenbrand.
    Und Ihre Frauen ugly, pretty ugly.
    Aber nett sind Sie, gut Saufkumpanen.
    Macht wirklich Spass mit den Leuten.
    Ich erwarte eine schonungslos offene Antwort………………..

  2. sunflower22a schreibt:

    In Britannien sind die Briten natürlich nicht so stereotyp. Wahrscheinlich sind die Deutschen in Lanzarote genauso stereotyp, und in DE sieht es sicher diverser aus…

  3. T. Tetley schreibt:

    Es ist unwahrscheinlich, dass die USA ihrem Pudel einen Brexit erlauben und entsprechend EU Einfluss verlieren. It’s a storm in a teacup, nothing will come of it. You wanna bet?

  4. waswegmuss schreibt:

    Egal wie es ausgeht. Die Frankfurter Börse wird schon mal an die Leine genommen.
    (Wegen der Synergieeffekte. Höm.)

  5. Prinz of Neverland schreibt:

    Ham se schon mal mit der „EU“ zu tun gehabt? So direkt mit „Brüssel“? Mir jedenfalls sind die Augen übergegangen. Alles was ich da je gesehen habe ist die blanke, nackte (um mal ’n Thema ihres Blogs mit einzubauen) und unverstellte Selbstbedienung, Egoismus und Korruption. Die Briten sind und waren da mehr korrektiv als Treiber. Die „Selbstsicherheit der Protagonisten ist auch nichts anderes als personifizierte Dummheit. Wer auch nur ein wenig drauf hat -sei es auch nur im ethisch moralischem Bereich- kann das nicht aushalten. Das gilt dort wie in allen anderen Schmarotzer- und Parasitenbereichen auch.

    Die derzeitige Lage ist übrigens die direkte Folge dieser EU der Egomanen und Profilneurotiker, Gewissenlosen und Hofschranzen. „Griechenland“ ein gigantischer Verschiebebahnhof in dem Staatsgelder aus „dem Norden“ in private Taschen aus der gleichen Region umgelenkt wurden. Zur Belohnung durften die örtlichen Drecksä….. die dort am Ruder sind oder waren ihre Bereicherungen durch Ver- und Überschuldung „schöpfen“. Das bringt dann natürlich die „Anleger“ bzw. deren Mittler in Macht- und Zugzwangspositionen die sie bei einem weniger korrupten System nie errechen könnten da Sie schon im Vorfelde Pleite gehen würden.

    Irgendwelche „Exzesse“ sind im übrigen gewollt bzw. in der Logik des Systems zu finden. Wo das nun stattfindet ist eher Zufall. Das hat mit der geografischen Lage des Bürogebäudes nichts zu tun da jedes Land sofort die entsprechenden Regelungen schafft. Gestaltungsmöglichkeiten sind da Enklaven, Inseln, Bundesstaaten, Offshore Gebiet usw.

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