Deutschlands großer Schatz

Im letzten Herbst habe ich hier geschrieben über Äpfel. Diese wunderbare Frucht, einer der unbekannten – und ver-kannten – Schätze Deutschlands und Europas. Eine Vielfalt  von Sorten, die in Gefahr ist. So wie überall die Vielfalt in Gefahr ist, wenn die multinationalen Konzerne übernehmen. Eine Handvoll standardisierter Sorten pressen sie in die Supermärkte, wahrscheinlich alles patentiert wie die sogenannte Pink Lady, alles auf Profit zurechtgetrimmt.

Nein, danke. Zurzeit gibt es überall auf den Wochenmärkten wieder alte, regionale Sorten zu kaufen. Manchmal bekommst du sie fast geschenkt. Aber sie sind so viel wert. Sie sehen anders aus als die Industrie-Norm-Äpfel. Manche sind klein, krumm, schrumpelig, mit rauher Oberfläche, sie glänzen nicht. Aber sie schmecken, jeder anders, fast alle wunderbar. Schweizer Orangenrenette, Kaiserkrone, Hasenkopf, Berlepsch und so weiter … schaut mal hier was es alles gibt, und schaut auf euren Wochenmärkten. Ihr werdet staunen, was da alles gibt.

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Nirgendwo ist eine solche Apfelvielfalt wie in Deutschland. Darauf könnt ihr wirklich stolz sein, aber leider, die wenigstens von euch kapieren überhaupt, was ihr damit für einen Schatz habt. Pflegt sie, erhaltet sie, kauft sie, damit die Obstbauern auch wirtschaftlich was davon haben, wenn sie diese Sorten erhalten. Denkt daran, Äpfel sind der Schlüssel zum Paradies…

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Was für eine Apfelsorte ist das wohl?

Über sunflower22a

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3 Antworten zu Deutschlands großer Schatz

  1. westendstorie schreibt:

    Unbedingt und immer… und in den umländischen Mostereien kannst du sogar deinen eigenen Apfelsaft herstellen lassen. Ein immer lohnenswerter Ausflug.
    er keine eigenen Äpfel ernten kann im eigenen Garten, schaue unter : Mundraub.org . Der hält dann bis zu fünf Jahre🙂 Ach ja, just probiert: Kürbis Apfelmarmelade.. wunderbar. Die alten guten Apfel und die alten guten Kartoffelsorten… da hält nichts mit😉

  2. waswegmuss schreibt:

    Berlepsch ist echt ein Hammerapfel. Gut lagerfähig. Bessere Säure als der rote Boskoop. Sagenhafter Winterapfel. Mein Liebling ist der Steinbacher. Leider wegen mangelnder Lagerfähigkeit nicht supermarkttauglich.

  3. Provinzei schreibt:

    Als Schwabe mit Wohnsitz im Herzen des Streuobstgebiets Alp-Vorland,
    ( weil uff d’r Alp isch’s z’kalt, do weest koin Apfel)
    merke : weest heißt wachsen, daher verwesen !!!
    bin ich mit Äpfeln und Apfelwiesen und Sorten und Pflege gut vertraut.
    Nur die ziemlich ignorante jüngere Generation hat 0 Bock auf dieses Kulturgut.
    Es gibt eben kein App, der einem das Bäume schneiden abnimmt.
    Also das Zurückschneiden, nicht das Fällen.
    Auch die immer weitere Ausweisung von Neubaugebieten in den schönsten Obstgebieten, die auch Lebensbereiche und Rückzugsgebiete für viele Vogelarten und sonstiges Viechzeugs und Pflanzen ist, lässt diese Paradiese sukzessive immer mehr verschwinden.
    Es geht Uns einfach zu gut.
    Früher waren die eigenen Äpfel ein ungemein wichtiger Beitrag zur Ernährung der Familie.
    Heute geht man in den Penismarkt oder zu Schniedel und holt sich eingeschweißte Plastikäpfel aus Neuseeland ( sic !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) für einen irrwitzig billigen Preis.
    Es ist zum heulen.

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