Fremde Federn: Muslim women in America

Sarah Harvard hieß nicht immer Sarah Harvard. Sarah Harvard klingt so unglaublich amerikanisch, daher heißt Sarah Harvard jetzt so. Sie ist gebürtige Libanesin und Muslima. Sie hat die tagtäglichen Diskriminierungen aufgrund ihrer Herkunft und ihres Glaubens nicht mehr ausgehalten und ihren Namen geändert.

Sie hat bei bitchmedia einen sehr lesenswerten Beitrag geschrieben: Beyond the headscarf: let’s discuss social justice issues muslim women actually care about. Sie beschreibt, welcher unglaublichen Diskriminierung Muslime in den USA generell und muslimische Frauen speziell ausgesetzt sind. Die Vorstellung, eine repressive Religion oder patriarchalische Männer zwingen muslimische Frauen unter ein Kopftuch, ist auch in Deutschland weit verbreitet. Sarah räumt damit auf. Wenn sie einen Hijab trägt, wird sie massiv diskriminiert – von denen, die vorgeben, ihr helfen zu wollen. Von denen, denen Frauenrechte sonst total egal sind, oder von denen die sonst Frauen tagtäglich selbst unterdrücken. Wie sie gar nicht erst zum Interview für einen Job eingeladen wird, weil sie einen arabischen Namen hat oder einen Hijab trägt.

While many Americans and white feminists love conversing about how the headscarf is a symbol of oppression or a sign of terrorist proclivities, the real discussion that should be taking place is the extent of bias and discrimination Muslim women go through when they wear the headscarf. Muslim women who wear the headscarf are often the flag-bearers of Islam and there’s data supporting how it’s made them face discrimination and harassment in the United States. Instead of being worried about women being oppressed because they wear a headscarf, people need to pay attention to how non-Muslim people discriminate against Muslim women for the way they dress.

In Deutschland geht das jetzt auch wieder los. Wenn muslimische Frauen sich in America oder Europa stärker unterdrückt fühlen als in islamischen Ländern, ist etwas faul. Bitte lest Sarahs Text, und denkt darüber nach, wenn ihr wieder das Helfersyndrom bekommt und islamische Frauen retten wollt.

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Niemand zwingt mich, dieses Kopftuch zu tragen

Über sunflower22a

I am a mystery.
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Eine Antwort zu Fremde Federn: Muslim women in America

  1. kalypso schreibt:

    als eigenständige, auf eigenen füssen stehende frau, sage ich – suffragetten!

    ich bin stolz, daß meine vorkämpferinnen – und das waren sie in der tat – sich aufgelehnt haben.
    think about that!

    herzlichst

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