One night in North Rhine Westphalia

One of these dull business trips, a hotel in one of the most boring cities of this country. No nightlife, no culture, nothing. Lying in my bed, full of desire, desire to live. No mood for toys tonight. If I were a man, I would go for a brothel now. No such things for ladies.

Ich spüre es. Heute nacht brauche ich Sex. Einen Mann, kein Spielzeug, keine Lady. Woher nehmen?

Eigentlich ist es noch gar nicht so spät.

Immerhin hat Motel One die Hotelbar noch nicht wegrationalisiert.

Vielleicht finde ich dort einen.

I feel like a predator. Let’s hunt for a man. Ich ziehe mich wieder an. High heels, knappes Business-Kostüm, nichts darunter. Viel Schmuck, viel Parfüm. Mal sehen.

An der Hotelbar sitzen sie. Meine Beute. Hierher verirren sich keine Touristen. Alles business travellers. Men. Single, lonely men. Die meisten zu alt. Die beiden interessantesten sitzen zusammen an der Bar und reden über irgendeinen geschäftlichen Blödsinn. Ein schlanker dunkelhaariger, maximal 30, und ein etwas fülligerer Blonder, vielleicht 35. Der dunkelhaarige ist wirklich attraktiv. Auf den ersten Blick zumindest.

Ich setze mich neben sie.

Sofort verstummen sie.

Ist der Wein gut, frage ich den dunkelhaarigen. Absichtsvoll setze ich einen amerikanischen Akzent auf. Deutsche finden das attraktiv, wenn man ihre Sprache mit amerikanischem Akzent spricht.

Oh ja, kann ich empfehlen.

Danke, dann ich bestelle einen.

Leider schaut der Barkeeper weg.

Ein Blick genügt, und der dunkelhaarige ruft den Barkeeper.

Bitte noch einen Sauvignon Blanc, ja, genau den.

Oh danke, Sie sind ein gentleman.

Sind Sie aus Amerika, fragt er.

Yes, aber ich spreche deutsch, Sie müssen kein English sprechen.

Oh, no prroblem, I cän speek English.

Please, ich möchte praktizieren mein Deutsch, bleiben wir in Ihrer Sprache, gentleman.

Der Blonde schaut unglücklich auf die Szene. Er kann mir alles durcheinanderbringen. Genau das hat er vor.

Dominik, wir müssen das noch zu Ende bringen vor dem meeting morgen früh.

Dominik ist Ihr Name?

Ja, und Sie?

Sheila.

Schöner Name. Sehr schön. Richtig, nun ja, erotisch.

Ich setze mein allerschönstes Lächeln auf.

Oh, vielen Dank.

Jetzt wird er Blonde unruhig. He’s gonna spoil everything.

Und Sie, frage ich ihn.

Missmutig antwortet er. „Lukas. Entschuldigen Sie…“

Dominik unterbricht. Lukas, wir klären das beim Frühstück. Ehrlich, jetzt entspann dich doch mal. Sei nicht so unhöflich.

Lukas ist ein pflichtbewusster Mann, that is very German.

I like German men, Dominik. Sie arbeiten Tag und Nacht. Aber Lukas, wenn Sie das noch klären müssen, ich möchte nicht stören. Ich schaue ihm tief in die Augen.

Oh nein, schon gut. Ich meine, es stimmt schon, wir müssen noch was klären, aber das geht auch beim Frühstück. Dominik hört mir jetzt sowieso nicht mehr zu.

Sehen Sie, ich bin auch hier for a business trip. Aber wenn du nicht kannst abschalten, you will run against the wall. That’s for sure. Lassen Sie uns einen schönen Abend haben, okay?

Jetzt habe ich gewonnen.

Dominik ist überrascht: Lukas taut auf. Er redet wie ein Wasserfall. Amerika sei toll, er war schon oft da, und so weiter. Langweilige stories. Er will Dominik ausstechen. Ich gehe darauf ein, plaudere mit ihm über den Times Square und Miami Beach.

Dominik schaut missmutig auf sein Glas. Er war noch nie in Amerika, sagt er. Jetzt müsste er das Thema wechseln, um am Ball – nein, an der Lady – zu bleiben. Tut er aber nicht. Lukas hat jetzt die absolute Lufthoheit. Er glaubt, er ist der große Verführer.

Was Lukas aber nicht merkt, mich interessieren seine wichtigtuerischen Stories über seinen Trip nach Las Vegas und den Grand Canyon überhaupt nicht. Er versucht sich jetzt auch noch auf Englisch, grauenhaft. Man, you just don’t get it.

Ich bringe den armen, frustrierten Dominik wieder ins Spiel. Warum kann er das nicht selbst? Warum??

Es gibt so schöne Orte auf der Welt, und wir sind jetzt hier in diesem furchtbaren Loch gestrandet, meine ich. Dominik, bist du glücklich mit deinem Leben als travelling salesman?

Es sei interessant, man komme rum, man lerne die Welt kennen. Nicht ein Wort glaube ich, es klingt komplett aufgesetzt.

Dominik, ich glaube du bist ein Mann der ist what the Germans call bodenständig. Du möchtest kein travelling salesman sein, kein business nomade, du möchtest lieber zuhause sein bei deiner family.

Ja. Eigentlich stimmt das.

Aber warum machst du es dann?

Er hat keine Wahl, sagt er.

Warum? Du hast eine Wahl. Vielleicht möchtest du doch travelling salesman sein, ab und zu, nicht immer, aber immer nur mit deiner family, das ist für dich zu eng. Sei ehrlich, du findest es gut, ab und zu travelling salesman, even in a most boring place like here. Und nach eine paar Tage du freust dich wieder auf die family, so hast du Abwechslung.

Er bestreitet es. Aber Lukas schaltet sich wieder ein, genau so sei es, bei ihm zumindest.

Jetzt gibt auch Dominik zu, es ist so.

Wir fangen an über die sensiblen Themen zu sprechen. Ehe, Treue, und so weiter. Not my business, I must admit. Honestly. Und bei euch, seid ihr treu? No other lady in your life? Bald wird es richtig gefährlich. Inzwischen habe ich das Jackett soweit geöffnet dass die beiden viel Schönes zu sehen bekommen.

Aber: Bald schließt die Bar. Im Grunde kann ich mir jetzt aussuchen, wen von den beiden ich heute nacht einlade. Oder sogar alle beide. Aber nein, MMF ist nicht mein Ding. Nur einer. Ich weiß, das führt zu einem Riesenkrach zwischen den beiden. Um das zu verhindern, müsste ich jetzt das tun, was ich gar nicht will: alleine in mein Bett gehen. Die beiden sind erwachsen, hey.

Dominik ist süß, aber er ist eine Niete im Bett. Ich hätte es mit Lukas probieren sollen. Ich hätte es wissen können. Er war der dominantere von beiden, er hatte mehr Selbstbewusstsein, er hatte mehr Erfahrung. Aber er war haariger und fülliger. Das habe ich mal wieder überbewertet. Okay, er redete auch zuviel. Ich stelle mir vor wie er im Bett neben mir liegt und mir vom Grand Canyon erzählt. Oder von seinen Bordellerlebnissen in Las Vegas. Zzzzzzz.

Anway. Too late. Noch ein Kuss für Dominik, ich schlüpfe wieder in mein Kostüm und wünsche dem völlig überraschten Gentleman eine gute Nacht und verschwinde in mein Zimmer.

Am nächsten Morgen im Frühstücksraum treffe ich die beiden nicht. Besser so.

Evil woman. Femme fatale. That’s how I feel. And I like it. Je ne regrette rien. We are all human beings. Why don’t we just enjoy it?

AGWDM-naughty-in-public

Über sunflower22a

I am a mystery.
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3 Antworten zu One night in North Rhine Westphalia

  1. Mitleser schreibt:

    Du bisch a Lombatier

    ( Du bist ein Lumpentier )

  2. Mitleser schreibt:

    (Das ist zärtlichstes Schwäbisch )

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