Who needs Pyjamas?

Bei The Fashion Medley, einer meiner liebsten Modeblogs, las ich jetzt „Pyjama Party Out“. Elif Tezer schreibt, “The only clothing category in my closet (or drawers) on which I’ve never ever spent more than $30 is sleepwear.” und sagt auch gleich warum: “It never made sense to me to spend money on something that’ll wrinkle under the sheets or get stained during breakfast (or, ehm, midnight snacks).”

Und jetzt ändert sich das alles: sie hat eine Menge Ladies entdeckt, die pyjama-artige Klamotten in aller Öffentlichkeit tragen. Wie hässlich, ich kopiere einfach mal ein Bild:

Pajama-Streetstyle-9

Wirklich, nein danke. Hässlicher geht es ja wohl kaum noch. Im Herzland der Schlabberklamotten – Berlin, Germany – setzt sich so etwas bestimmt schnell durch.

Pyjamas braucht doch eigentlich kein Mensch. Wenn es klirrend kalt ist, mag so etwas noch angehen. Angeblich hat die Unsitte, nachts zum Schlafen etwas anzuziehen, der italienische Adel in 16.Jahrhundert angefangen. Nackt schlafen soll besser für den Hormonhaushalt sein, soll besser für die Regulierung der Körpertemperatur sein, und so weiter. Mag sein, mag auch nicht sein, vor allem ist es im Bett nackt einfach angenehmer. Am wunderbarsten ist Bettwäsche aus Seide: dieses schöne Gefühl von Seide auf der Haut ist immer wieder eine Stimulation, vor allem wenn es im Sommer ohnehin warm ist. Seide kühlt ganz leicht, und wärmt dennoch. Du spürst jede Bewegung viel mehr als bei Baumwolle. Weich und leicht gleitet sie über die Haut. Seide wurde erfunden, damit Frauen nackt in Kleidern gehen können, sagt ein chinesisches Sprichwort. So ist es bestimmt. Nichts stimuliert mehr als die Berührung mit Seide. Locker fallende Seidenkleider, nichts darunter, du spürst jede Bewegung der Seide. Es stimuliert deine Nippel, lässt sie immer wieder hart werden, ein wunderbares Gefühl.

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Noch unverständlicher ist es wenn zwei Menschen sich lieben und im Bett dennoch etwas anziehen. Sich gegenseitig zu spüren, sich zu streicheln, kuscheln – all das ist viel schöner ohne lästige Schichten dazwischen. Es soll Frauen geben, die sogar nachts einen BH tragen. Nein, danke.

Auch wenn du morgens aufstehst und dich in solchen Klamotten im Spiegel siehst, das ist doch furchtbar. Wie kann man in so einem Outfit frühstücken? Warum wollen sich liebende Menschen auch beim Frühstück nicht nackt sehen? Eigentlich ist es so einfach, sein Leben ein bisschen schöner, abwechslungsreicher, erotischer zu machen.

 

 

Über sunflower22a

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8 Antworten zu Who needs Pyjamas?

  1. waswegmuss schreibt:

    Einspruch eure Hoheit: Im Sommer gehts nicht über Leinen.

  2. waswegmuss schreibt:

    „geht nichts“ sollte es heißen.

  3. dermultiplepapa schreibt:

    Wir haben auch immer nackt geschlafen. Erst seitdem unsere Kleine Tochter da istt hat sich das geändert, sie schläft bei uns mit im Bett und wir Eltern tragen T-Shirt und Unterhose.
    Wenn die Kleine wieder auszieht, dann geht es wohl zurück zu den Wurzeln.

  4. Manohman schreibt:

    Tja, die Privilegien der Jugend.
    Wenn man älter ist reagiert der Körper etwas sensibler, selbst auf kleinere Mengen Alkohol.
    Denn man unweigerlich zu sich nimmt. Bei einem schönen Treffen.
    Sprich man schwitzt.
    Die Geliebte auch.
    Spätestens so ab 3 Uhr Nachts.
    Und wenn man so aneinander klebt,das ist irgendwie nicht mehr erotisch.
    Iss so.
    Dann lieber Pyjama, oder halt was anderes.

  5. Abu el Mot schreibt:

    Ich habe immer mal wieder probiert nackt zu schlafen, aber es funktioniert nicht. Einschlafen ist kein Problem aber irgendwann nachts wache ich auf und fühle mich unbehaglich. Wenn ich dann T-Shirt und Boxer anziehe ist alles wieder gut.

  6. Mordred schreibt:

    theoretisch richtig. praktisch fängt man(n) aber bei längerem direkten hautkontakt mit der liebsten an, diese vollzuschwitzen. daher ist eine dünne stoffschicht dazwischen angebracht.

  7. modepraline schreibt:

    Ich als eingefleischgte Pjyamafrau mit eigenem Schlafzimmer habe nun ein Trauma! Heuuul!🙂

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