Germany

Fast geräuschlos rast der Zug durch die Morgendämmerung. Intercity Express. Like a rocket. Foggy landscape, trees, some magnificent trees, distant villages, everything looks like the perfect country. The first signs of sunrise. Beautiful.

People in the train are dozing, sleeping. It is too early for the usual noise in a train. I was about to sleep as well but somehow I can’t. I am looking at this country. Germany. Hundreds, even thousands die every day attempting to get here. For them, it’s the promised land. Paradise.

I got here as a business class passenger. One way ticket. Luxury travel. Arriving with a passport of this country that was a foreign country to me. Strange feeling. Welcome home in a foreign country. Sogar diese komplizierte Sprache kannte ich schon.

What is Germany to me?

It had a touch of the promised land, too. That was when I arrived. Then. Long ago. Not anymore.

Who are these people?

What a question. I am one of them. I belong to them.

Them. It’s always “them” when I refer to the Germans. It should be “us”.

I should not write in English. But I write what I think. Sometimes I think in English, manchmal in Deutsch. In letzter Zeit wieder mehr English. Verrückt. Ich denke in Englisch wenn ich nachdenke über Deutschland. Warum?

The strange thing is, when I think or talk about the Americans, it’s also them, not us.

Them. There’s no “us” for me.

In a way, I am finished with America. I don’t think much about it anymore. Maybe I should.

Beautiful landscapes. Almost like a giant park. Germans are orderly people. There is no wilderness here. Everything regulated by Landschaftsplanung and Raumordnungsgesetze. Bridges over beautiful rivers. I watch the heile Welt passing by before my eyes at two hundred kilometers an hour. No such trains in America. Hi-Tec nation. Sie jammern über ihre unzuverlässige Bahn und ihre Lokführer. America has no railways anymore. Gone. Except for the NY subway and the Long Island express train. Amtrak from Boston to Washington. That’s it.

Gewerbegebiete. Sounds so nice. Looks so nice. Everything clean. A few cars already parked here at this early hour. Not like a decrepit place where you are mistreated to scrape out a few dollars to survive. No way. Here is where your Mittelstand creates your Wohlstand. Yes. You can be proud of it. You.

Why am I torturing myself by thinking about national identities? Maybe this is a German phenomenon. Only Germans do that. Vielleicht ein Zeichen dass ich wirklich Deutsche geworden bin. I never did that before getting here. Das Vexierbild Deutschland…ich werde es nicht los. Manchmal will ich flüchten. Weg hier. In ein Land, das sich nicht ständig mit sich selbst beschäftigt, in ein junges Land, ein unzufriedenes Land. Brasilien. Polen. Whatever.

Aber ich tue es nicht. Vielleicht bin ich auch nicht mehr jung. I almost did it. Almost.

Can anybody tell me what makes this place your “Heimat”? What is this feeling? Warum funktioniert das bei mir einfach nicht? Warum macht mich das manchmal so fertig dass ich nur noch weglaufen will?

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Is this my home?

Über sunflower22a

I am a mystery.
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5 Antworten zu Germany

  1. westendstorie schreibt:

    Binde deine Gedanken an eine Leine. Und wenn sie zu weit raus wollen, hole sie zurück. Nur so finde ich einen Weg um nicht ständig weglaufen zu müssen. Sie sind häufig der größte eigene Feind..
    Übrigens sehr sehr gut geschrieben.🙂

  2. Maxim schreibt:

    Ich lebe in Süddeutschland seit 23 Jahren, war nie länger als 2 bis 3 Wochen woanders. Nie irgendwo anders gelebt. Und auch ich kenne die German Identity, das Heimatgefühl nicht. Die Fixpunkte an die ich zurückkehre sind die mir nahestehenden Personen. Was soll diese Heimatverbundenheit auch? Überflüssig ist sie, führt sie doch oft genug zur Abwertung anderer Gegenden. Deutschland über alles. Soein Quatsch, home is where your heart is.

  3. Schwarzmaler20 schreibt:

    Inzwischen kenne ich dieses Gefühl, aus aller Welt wieder nach Hause, nach Stuttgart zu fliegen und Heimat zu denken. Der kleine fixe Punkt auf der Welt, der für mich das ist, was für Sheldon sein Sitzkissen. Und dabei ist Stuttgart meine vierte Station in Deutschland, nachdem ich zuletzt lange in Mainz gelebt habe. Irgendwann habe ich mich mit Deutschland versöhnt. Das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite, und manche Marotten der Deutschen, diesen Effizienzwahn zum Beispiel, entdecke ich bei mir selbst.

  4. Heimatler schreibt:

    Es ist, nicht scheint, ein germanisches Problem seit Jahrhunderten.
    Völkerwanderung, Unternehmen Barbarossa, Rimini Urlaub.
    Der Deutsche will immer weg, schafft es auch immer wieder, aber nur kurz.
    Und kommt dann doch wieder zurück. Manchmal. Einige blieben auch da, wo Sie hinreisten.
    Nordamerika, Brasilien, Berlin.
    So gesehen bist Du doch eine richtige Germanin geworden. Glückwunsch.

  5. waldstern schreibt:

    Heimat ist dort, wo du dich wohl fühlst und Heimat ist dort, wo du herkommst. Insofern gibt es viele Heimatsorte.

    Aber willst du wirklich in einem überalterten Land mit zuviel Rentnern leben, wo 10 % der Bevölkerung die Transferleistungen für die anderen 90 % erwirtschaften muss.

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