Fremde federn: About me: the olive tree

Alte Bäume üben eine merkwürdige Faszination aus. Sie sind groß, mächtig, haben Jahrhunderte kommen und gehen gesehen, und doch sind sie so verletzlich. Eine Motorsäge reicht. So wie in früheren Kulturen die wenigen Menschen, die sehr alt wurden, verehrt wurden als Hüter der Weisheit, so wurden auch alte Bäume verehrt. Heute ist das anders. Alte Menschen werden abgeschoben, geradezu entsorgt. Es sind so viele. Sie sind eine Last. Alten Bäumen geht es genauso.

Den Deutschen wird eine innige Beziehung zu ihrem Wald nachgesagt. Ich glaube das nicht, ich habe das in den Jahren seit ich hier lebe noch nie bemerkt. Zutiefst beeindruckt hat mich aber die innige, geradezu mystische Beziehung palästinensischer Bauern zu ihren Olivenbäumen. Deswegen spielt die systematische, barbarische Zerstörung von Olivenhainen im terroristischen Arsenal der israelischen Kolonialarmee so eine wichtige Rolle. Um die Menschen zu vertreiben, muss man ihre Beziehung zu ihrem Land brechen.

Seit 1967 haben Israels Kolonialisten 800,000 Olivenbäume in Palästina zerstört. Militante Siedler zerstören immer wieder unbehelligt Olivenhaine. Nichts illustriert die kulturlose Brutalität dieser Kolonialisten, oft genug fanatisierte Amerikaner, mehr als solcher Vandalismus. Ich habe einmal einen solchen zerstörten Olivenhain gesehen und nur noch geweint.

About me: The Olive tree von Amal al-Hazred ist ein bewegendes Essay einer Palästinenserin über ihre Identität als Vertriebene, mit einer über die Kontinente zerstreuten Familie, und die aus der Heimat geretteten Olivenbäume.

On one of my childhood trips to Jordan, my father showed my siblings and me an olive tree that his brother had planted in Irbid outside of his house. My father went on and on about how fantastic this tree was, and how great it was that my uncle could grow olives. He talked about how he could eat and sell them, and press them into olive oil and eat and sell that, and so on.

Even though I was too young to understand economics and how ridiculous the idea of supporting yourself and a family with one tree was, I still thought my father was exaggerating the greatness of this olive tree. It was only a sapling. There wasn’t a single sign of fruit on it. Despite its inability to sprout one, it still carried the promising fragrance of olives.

This was one of many things I never really understood about my father. I just piled it away with a multitude of other things- other misunderstandings and discrepancies in our conversations. It didn’t bother me. For a long time, I forgot about it entirely. It was insignificant.

Ich würde mich freuen wenn ihr es lesen würdet. Hier.

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Über sunflower22a

I am a mystery.
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Eine Antwort zu Fremde federn: About me: the olive tree

  1. waswegmuss schreibt:

    Absolute Zustimmung. Wer jahrhunderte Bäume mit dem Bulldozer umschiebt um seine Macht zu demonstrieren braucht keine Solidarität und keine Waffen sondern einen Arzt. Einen guten.
    Übrigens macht sich jetzt auch der Streetartist Banksy für Palästina stark.
    https://www.facebook.com/pages/Banksy/217252245137190?fref=ts
    http://banksy.co.uk/

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