What is your Personal Erotic Myth?

Kürzlich habe ich eine interessante Webseite entdeckt, “The Good Men Project”. Im About steht:

“The Good Men Project is a glimpse of what enlightened masculinity might look like in the 21st century,” the press raved when we launched. We had set out to start an international conversation about what it means to be a good man in the 21st century. And with over 5 million visitors coming to join in every month, it looks as if we’ve done exactly that.”

Klingt interessant. Natürlich auch für Frauen. Da gibt es wertvolle Tips wie „Be The Greatest Lover She’s Ever Known”. Da steht nichts wirklich Neues, aber für manche Männer mag es neu sein. „Once you understand how to connect with a woman, how to elicit her deepest desires and how to make sex about more than just your pleasure, you will be the man women brag to their friends about as the greatest sex they’ve ever had.” Es gibt Beziehungstipps bis zum bitteren Ende, und so weiter.

Wirklich sehr interessant fand ich einen Beitrag über „personal erotic myths“, PEMs. Die meisten Menschen haben einen solchen persönlichen „erotischen Mythos“, eine oft unbewusstes, heimliches erotisches Verlangen, das sie im „normalen Leben“ entweder gar nicht wirklich bewusst wahrnehmen oder unterdrücken. Das können die üblichen Fetisch-Stories sein, Träume und Fantasien von Dominanz und Unterwerfung, von Sex an bestimmten ungewöhnlichen Orten, von Rollenspielen und so weiter. Sie können sich im Leben ändern oder überlagern.

Vor allem aber können sie viel Schaden anrichten, wenn man sie zu unterdrücken oder verdrängen versucht. Manche halten sich für vom Teufel besessen, manche verfluchen dieses innere Verlangen als unmoralisch und sündig, sie schämen sich dafür, oder haben Angst dass so etwas irgendjemand erfahren könnte, einschließlich des Beziehungspartners. Manche leben es heimlich aus und führen ein Doppelleben, ständig in Angst vor Entdeckung.

Der Autor Galen Fous, ein Sexualtherapeut,  beschreibt ein typisches Beispiel. „My client was a woman in her early 40’s, with a particular life-long desire for rough sex, Daddy/daughter play, dressing slutty, and other taboo aspects, that she was unable to reveal or share with past partners. She was currently in an 8 year relationship with a man who was very sweet and loving, but was not the aggressive masculine persona who inhabited her sexual fantasies. She had reached a place where she knew her desire was demanding to be expressed, even to the point of leaving her relationship if necessary.

Wie kann sie mit diesem Teil ihrer Persönlichkeit klarkommen, ohne darüber unglücklich zu werden? Der einfachste Weg ist gleichzeitig der schwerste: darüber reden. Kaum möglich bei all den Tabus, die die Gesellschaft errichtet hat. Wird der Partner schockiert sein? Wird er dich verlassen? Wird er dir sagen, dass er so etwas nicht will? Was dann? Hilfe! Oder lässt er zu, dass sie diesen Teil ihrer Persönlichkeit mit anderen auslebt?

Wenn das möglich ist, dann hat so jemand unglaublich viel erreicht. Aber das ist extrem schwierig, nur wenigen gelingt es.

“The outcome can be an empowered liberating engagement and acceptance of their deepest, edgiest desires and a start to healing the trauma, shame, self-judgment and fear their sexual desire may have been entangled in within the unconscious psyche. “

Von Begriff PEM hatte ich bisher nichts gehört, aber was es ist das wissen wir vermutlich alle. Ich habe schon früh aufgehört meine zu unterdrücken. Erotisches verlangen nach einer anderen Frau hat mich anfangs sehr beunruhigt, aber wenn du deine Bisexualität einfach akzeptierst und nicht unterdrückst oder verheimlichst, bist du einfach ein glücklicherer Mensch. Aber das ist wahrscheinlich mehr als ein „Personal Erotic Myth“. Dazu gehört wohl, dass ich mich gerne sexy und sinnlich kleide, und manchmal mehr Licht und Luft an den Körper lasse als es den gängigen Regeln und Moralvorstellungen entspricht. Ich genieße es in vollen Zügen, es ist einfach schön. Soll der Rest der Welt doch denken was er will. Es ist anfangs schwer, aber es lohnt sich.

Was ist euer PEM? Wovon träumt ihr heimlich, was würdet ihr gerne ausleben? Ich bin neugierig.

“To explore the depths of our darkest desires is a challenging, but empowering and healing process. It requires one to cultivate the deepest intention to become more conscious, aware, embodied, open, honest, curious, vulnerable, fierce, consensual and more. It is my premise that if these very compelling parts of our sexual nature’s are kept in hidden, secretive shadowy behaviors, they will inevitably blow up in destructive ways within our family, social and work life. I feel that we are in an unprecedented era where the soul of Eros is forcing humanities hand in a way. Its time to fess up, stop pretending we have no wild or dark side….or else the havoc of the sexual shadow (repression, cheating, hiding, porning, sexual violence or other unhealthy diversions) running amuck in the world right now, will get worse.”

Ich kann Galen Fous nur zustimmen.

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Über sunflower22a

I am a mystery.
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Eine Antwort zu What is your Personal Erotic Myth?

  1. kalypso schreibt:

    nun ja…………………als reife lady, die so langsam in den wechsel kommt kann ich nur aus meiner erfahrung sagen……………….das verlangen läßt in späten jahren doch etwas nach……..ist auch befreiend! hehehe……………sex ist halt doch nicht alles – aber ohne sex………

    und: wenn du sex mit liebe verbindest – also mit einem total innigen gefühl des zueinander gehörens gepaart mit einem schuß leidenschaft, dann ist es eigentlich wurscht, ob oben, unten, hinten, vorn oder kreuzweise!

    das hat ma a) nicht mit jedem partner und b) ist auch nicht jeder partner für alles offen……

    sex in der beziehung ist ein schwieriges thema – es bedarf unheimlich viel vertrauen, selbstwert
    und kritikfähigkeit.

    da fällt mir eine szene aus nem film ein: du fiepst immer so wie ne maus……
    tja – solche antworten gehören – wenn schon offenheit – dazu – dieses wegzustecken, wenn du denkst du bist der heiße lover – ist nicht ohne!!

    gute lektüre hierzu gibts von: david schnarch

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