Crisis

Krise. Ich kann mir nicht helfen, irgendwie bin ich in einer Krise. And when I am in crisis, or when emotions start to overwhelm me, I am thinking in English. Sorry about that.

Ich bin eine lebenslustige, fröhliche Lady und wollte diesen Blog immer als einen Blog machen, der genauso ist. Ich finde Blogs nicht attraktiv, die nur die ganze Zeit darüber jammern, wie schlecht die Welt ist, und darüber immer zynischer werden. Something like that only drags you down… who wants to read that?

Leider wird mein Blog immer mehr so wie ich es nie wollte. Weil ich selbst immer mehr so werde. All der Horror aus Palästina, aus Irak, aus Syrien. One of my dearest friends being killed in this goddamn place. I am still crying for Hanan. I am crying for all the courageous women of this region who find themselves back in the Middle Ages, killed and tortured by madmen, by mad MEN, many of them from Europe. And it goes on and on. It makes ME mad. But here, it makes hardly anyone else mad.

My identity crisis as a Deutsche who is not Deutsch enough to feel at home in this country. I feel so alien in this country like never before.  Looking at what happens in Ferguson, my other country looks just like a failed state, like a civil war in the making. Gimme a break, this ain’t no country to live either.

Where can I go? Where is my place in this world?

I just don’t know. I am lost.

Nein, ich will mich nicht so runterziehen lassen. But it happens.

Ich werde mein Bestes tun, diesen Blog nicht in einen zynischen Weltschmerzblog abgleiten zu lassen. Wenn es mir nicht gelingt, bitte sagt es mir. Dann höre ich auf. I promise.

So much  for now – „in eigener Sache“. Sorry for this chaotic stuff.

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Über sunflower22a

I am a mystery.
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13 Antworten zu Crisis

  1. kiezneurotiker schreibt:

    Du beginnst damit, dieses Bloggerding zu ernst zu nehmen, merkst aber im Vergleich zu vielen anderen, dass das passiert und dass es nicht gut ist. Damit bist du vielen erheblich voraus, die sich seit zu vielen Jahren in ihrer Parzelle eingebunkert haben und aus Schießscharten mit heiligem Ernst auf eine Welt ballern, die sie als feindlich empfinden.

    Wenn es dir keinen Spaß mehr macht, solltest du aufhören. Ich werde es auch tun, sobald ich an diesen Punkt komme.

    Vielleicht hilft es dir aber für den Moment einer möglicherweise temporären Sinnkrise, dass du dieser kleinen bedeutungslosen Insel, die sie Blogosphäre nennen, sehr fehlen würdest. Und mir auch.

  2. westendstorie schreibt:

    Und du bist damit nicht alleine. Unglaublich vielen Menschen geht es so. die Grätsche zwischen dem Alltag, der Suche nach den vermeintlich kleinen schönen Dingen, den Erheiternden Geschehnissen und dem unsäglichen Leid, welches sich außerhalb dieser Landesgrenze geballt schrecklich zuträgt, sie ist so schwierig. So sehr schwierig. Und die, die Wurzeln außerhalb haben, trifft es häufig noch mehr. Wenn auch ebenso denen, die diese nicht in sich tragen.
    Man muss einfach aufpassen und seinen Gedanken nicht zuviel Leinenspielraum geben. Lässt du das zu, bist du verloren. Dann lenken und regieren dich. Und sie treiben dich raus in ein offenes Nichts, ohne Land in Sicht.

  3. Mrs. Mop schreibt:

    Keep it going, Lady.
    Wenn‘s Dich runterzieht, zieht es Dich runter.
    So what?
    Put it down in writing, that‘s the best way to not letting it get you down.
    Occasionally, all those downers might change your writing style.
    That‘s okay. I absolutely could relate to that.
    Let it happen.
    With the course of time being so mad, it‘s almost inevitable.
    The good thing is, it won‘t change your personality.
    Rather, your personality will be strengthened by allowing yourself to express your thoughts accordingly.
    So, keep it going, please.
    Thanks for being honest.

  4. waswegmuss schreibt:

    Die Ohnmacht über das „Draußen“ kann einen herunterreißen. Zynisch werden versaut aber das ganze Leben. Wobei zynisch immer noch besser ist als kalt berechnend. Hat noch Leben.
    Negieren bringt auch nichts. Macht stumpf.
    Umgehen. In eine Form bringen. Metaphern. Das versuche ich und werde meist missverstanden.
    Es betrübt mich nicht, denn im Blog muss ich nicht gefallen.

  5. duesselbarsch schreibt:

    Keeping a stiff upper lip, surrounded by all thi madness ist difficult. Please try not to fall into despair.

    Perhaps old Bert Brecht could help a little bit:
    „Die weltweiten Schrecken der vierziger Jahre scheinen vergessen. Der Regen von gestern macht uns nicht naß, sagen viele. Diese Abgestumpftheit ist es, die wir zu bekämpfen haben, ihr äußerster Grad ist der Tod.“

    p.s.: Ich würde Deinen Block vermissen.

  6. duesselbarsch schreibt:

    „Block“ (sic!): Das kommt von dem Springen zwischen den Sprachen!

  7. kalypso schreibt:

    kurz und schmerzlos:

    kümmere dich um dich selbst!!!!

    erhalte dir deine lebensfreude, deine gesundheit – sei einfach kein arschloch – geh niemanden bewußt auf den sack! versuche dich selbst zu erforschen, deine muster zu erkennen und nicht weiterzugeben – damit hast du ne menge zu tun.

    das ist weit mehr, als was viele menschen tun.
    und das schwerste überhaupt.
    bleib bei dir – doch vergiß auch die anderen nicht.
    ein paradox – ja –

    du wirst die welt nicht retten und/oder verändern.

    manchmal kann man nur versuchen sie etwas anders zu sehen, zu fühlen, zu gestalten……….

    herzlichst
    kalypso*

  8. anonym schreibt:

    hee mach keine Scheiß, ich lese dich gerne und viele andere auch. Und deine Bilder sind geil.

  9. sunflower22a schreibt:

    ich danke euch sehr!

  10. carol1234567890 schreibt:

    hey darling, this is so sad….I perfectly can understand your feelings. But it’s not going to get any better when you lose your happiness. It won’t help anyone. Hope you get though this. I hug you in spirit.

  11. Indica schreibt:

    Ach, nee, nee, bleiben Sie mal ruhig hier. Mal nachdenklich, mal erheiternd – in einem Blog spiegelt sich halt auch immer das eigene Lebensgefühl wider, wenn es eben nicht nur ein „Themenblog“, sondern persönlicher sein soll. Also: Gönnen Sie sich eine Pause, wenn Sie nicht bloggen mögen. Ansonsten: Dies ist Ihr Gärtlein und wer nicht lesen mag, der darf jederzeit den „Ausknopf“ drücken. (Aber ja: Keinen Zynismus, bitte. Allein schon, weil der Ihnen selbst sicher nicht gut tut!)

  12. kultgenosse schreibt:

    Liebe sunflower22a,
    ich verstehe dich gut. Dass Problem ist, dass das Mitleiden mit Menschen, sowohl der Antieb für Politik, als auch für Zynismus und auch wiederum der einzige Ausweg daraus ist. In deinen Texten steckt viel Herz, und das macht sie lesenswert. Mir hilft es manchmal, wenn ich ganz diszipliniert bin, erstmal eine Idee ruhen zu lassen und einen mittleren Abstand einzunehmen. Aber, weil diese Dinge eine(n) ganz fordern, ist das wichtigste, dass du kein politisches Born out bekomst. Nur als politischer Mensch wird es dir auch ohne Blog nicht besser gehn, sorry. Aber das wichtigste bist du. Und da ich es nicht besser ausrücken kann, klau ich dreist beim kiezneurotiker (s.o.): „Vielleicht hilft es dir aber für den Moment einer möglicherweise temporären Sinnkrise, dass du dieser kleinen bedeutungslosen Insel, die sie Blogosphäre nennen, sehr fehlen würdest. Und mir auch.“

  13. Pingback: Zwei Jahre | sunflower22a

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