Germans, your language is just crazy

There was this meeting about sexual violence, about rape as a weapon in wars. Ruanda, Bosnia, Congo, and other places. Rape as a way to destroy the personality of women. So cruel. I think I should attend. I feel obliged to attend, I know it is not going to be a happy evening. But you should attend to show solidarity for the suffering of your sisters. Sexual violence in wars has now become a priority for the UN High Commissioner for Refugees.

The speaker is very committed. She has seen things too horrible to describe. Cruelty on a scale that is just not imaginable. Male cruelty, to be precise. Shocking, everybody is shocked. Including the few men in the room. There is a very somber mood during the discussion. Yes, I admire people trying to do something about it.

When I ask a question, the chair reprimands me before answering.

I made a mistake. A very German mistake.  A politically incorrect mistake.

I was talking about „die Teilnehmer dieser Veranstaltung“.

„Sagen Sie doch bitte, die Teilnehmenden.“

Ach ja. Natürlich. Das deutsche Gender-Problem wieder. Ich könnte auch „Teilnehmerinnen und Teilnehmer“ sagen. Das ist aber zu umständlich. Also lasse ich das. Aber Teilnehmende, Studierende, Arbeitende, Lehrende, Backende, Fahrende….nein. So ein Unsinn. Zumal es noch nicht mal sachlich stimmt, weil korrekterweise der/die Backende nur dann ein/e Backende/r ist, wenn er/sie gerade backt, aber ein/e Bäcker/in ist er/sie auch wenn er/sie nicht im Augenblick backt. Glaube ich zumindest.

Deutsch.  Eine Sprache, die dich zur Verzweiflung bringen kann. Warum macht ihr sowas? Ja, ich weiß, ihr seid nicht die Einzigen. Auch im Spanischen oder Französischen gibt es das. Aber die haben nur zwei grammatische Geschlechter, die Deutschen gleich drei.

Niemand konnte mir je erklären, warum in Deutschland DER Tisch männlich ist, aber in Frankreich ist LA table weiblich. Warum DIE Sonne weiblich ist, abere LE soleil männlich. Warum etwas so Weibliches wie das Weib gar nicht weiblich ist, sondern DAS Weib, genauso wie DAS Mädchen.

Gebt es doch einfach auf. Macht es wie die Angelsachsen, man muss nicht alles ablehnen was von denen kommt. THE sun, the girl, the lady, the table, the participants, the baker. Wieviel Stress könnten wir uns ersparen, Deutsch als Fremdsprache-Kurse wären um 20% kürzer, politisch korrekte Feministinnen hätten ein Thema weniger.

I continued asking my question in English, pretending that the German language is too difficult for me.

0653AP (211)

Über sunflower22a

I am a mystery.
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8 Antworten zu Germans, your language is just crazy

  1. Provinzei schreibt:

    Lerne Schwäbisch.
    Da heißt es “ Der Butter “
    Und ansonsten sind es Wortökonomen.
    Man sagt einfach D‘ Michaela und D‘ Kurt. Das 3. Geschlecht bleibt leider.
    Ergo S‘ Auto .

  2. anonym schreibt:

    warum kann unsere Sprache nicht so bleiben wie sie ist?

    Sie, die Spache sagt doch deutlich was sie sagen soll.

    Die Frau, also eine bestimmte.
    Das Weib, alle unbestimmten.

    Naja egal. verhunst unsere Sprache.

  3. sunflower22a schreibt:

    @ provinzei: ich habe nichts gegen Schwäbisch. Wenn es in diesem Dialekt kein „grammatikalisches Gender“ gibt, dann ist er der progressivste deutsche Dialekt. Seriously.

  4. Nina Tabai schreibt:

    Ich empfinde gegenderte Sprache als leblos, technisiert, überbürokratisch, verkopft und elitär. Mit anderen Worten: Als typisch Deutsch. Dieser Masochismus, die Sprache der Dichter und Denker als größte Leistung der eigenen Kultur unbedingt kastrieren zu wollen, ist ebenfalls typisch Deutsch.

    Wir sind zwar nicht im Kongo oder Ruanda, aber auch in Deutschland gibt es unzählige Frauen mit „echten“ Problemen. Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt, in dem die häufigste Ursache, in der Armutsfalle zu landen, noch immer darin besteht, Frau zu sein und ein Kind zu bekommen. Wie kann das sein? Warum ist das so? Wieso wird so wenig dagegen getan? These are the questions that should be front, line and center.

    Zu diesen Frauen haben die Mainstream-Feministinnen aus der oberen Mittelschicht aber keinen Bezug, weil sie eben in ihrem beruflichen und privaten Alltag nur mit anderen Frauen des oberen Drittels der Gesellschaft zu tun haben. Die Emmas verwenden ihr großes politisches Kapital lieber, um 20 schon bisher reichen und mächtigen Freundinnen per Quote ein paar Aufsichtsratsposten und noch etwas mehr Reichtum und Macht zu schenken, als dass sie sich um die 20.000 „Schleckerfrauen“ kümmern würden, oder die vielen Alleinerziehenden, welche sich von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck hangeln, um ihrgendwie ihre Kinder durchzubringen.

    Dann sollen sie sich aber nicht wundern, dass die meisten Frauen sich nicht mehr in dieser Art Eliten-Feminisimus wiederfinden.

  5. carol1234567890 schreibt:

    oh great, I love this story!

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