Wie die Frauen den Männern die Mode wegnahmen

Meine Modeblogs lösen inzwischen  regelmäßig einiges an Kommentaren aus – insbesondere wenn es um Mode für Männer geht. Abgesehen von wenigen Ausnahmen ist Männermode ja auch eher trist-langweilig oder stark normiert-uniformiert. Versuche das zu ändern lösen große Wioderstände aus.

Warum ist das so? Endlich habe ich es geschafft, ein Buch zu lesen, das letztes Jahr auf den Markt kam und dieser Frage nachgeht. „Angezogen – Das Geheimnis der Mode“ ist eine Kulturgeschichte der Mode von Barbara Vinken, das ich unbedingt empfehlen möchte. Sie unterrichtet Literaturwissenschaft und Romanistik in München. Die Zeitschrift „monopol“ nannte sie „die glamouröseste Professorin Deutschlands“ – allein schon wegen dieser bewundernswerten Eigenschaft steht fest, dass sie etwas von dieser Frage versteht.

vinken_gross

Ihre Grundthese: es gibt eigentlich nur weibliche Mode und keine für Männer. Der Mann  ist mit dem Ende des Feudalismus aus der Mode ausgetreten. Die bürgerliche, republikanische Gesellschaft wollte mit „weibischen“ Männern nichts mehr zu tun haben, deshalb haben Männer von Rang seit fast 200 Jahren den dunklen Anzug als Uniform.

Die Französische Revolution beseitigte nicht nur den Feudalismus, sie beseitigte auch alles was dem Hof, dem Adel an Lasterhaftigkeit vorgeworfen wurde. Die offensive Zurschaustellung männlicher Beine in Seidenstrumpfhosen, die Betonung der Potenz des männlichen Gliedes in einer „Schamkapsel“, hemmungslose Promiskuität beider Geschlechter – alles musste calvinistischer Prüderie weichen. Die Privilegien des Adels werden nicht etwa demokratisiert, sondern das feudale Sündenbabel weicht der sittsamen Republik. Sparta löst Versailles ab.

louisxiv bonaparte_napoleon_431304_11744

Am besten verkörperte es der Adlige Philippe d’Orleans, der zum Dritten Stand übertrat und in seinen neuen Kleidern die neue Ordnung ankündigt. „Als citoyen und patriote legte er Samt und Seide, Stickereien, Spitzen, Federn, bunte Steine und leuchtende Farben zugunsten des dunklen Leinens ab. Seine Beine kamen nicht in hautengen weißen Seidenstrümpfen wirkungsvoll zur Geltung. Statt der Kniebundhose (culotte) trug er die langen Beinkleider, die zum Signum des modernen Mannes geworden sind. Mit kurz geschnittenen, ungepuderten Haaren war er ungeschminkt und ungeschmückt. Er wird so zum Vorläufer der Männermode der Moderne, die nüchtern die üppige Schönheit des Ancien régime abstreift.“

Geholfen hat ihm die Klassentravestie nicht, er wurde geköpft – aber sein neuer Standard setzt sich durch. „Dem Bürger ist alles Schmückende suspekt, aller Glanz Äußerlichkeit und täuschender Schein, der von den inneren Werten ablenkt. Peu à peu legt die Männermode so alles Herausstechende, alles Phantasievolle und Überraschende ab.“ Korrekt angezogen zu sein ist jetzt wichtig, nicht elegant – und korrekt angezogen heißt vor allem, nicht zu gut angezogen sein. Es wird eine männliche Wissenschaft für sich, geprägt von radikalem Puritanismus. Die Uniformität der Kleidung unterstreicht die égalité der Republik. Sie verkörpert das von Nietzsche propagierte Ideal der männlichen Geistesmenschen, die wichtigeres zu tun haben als sich um ihre Kleidung zu kümmern.

32_Mann892_10x15cm_RGB

Barbara Vinken nennt das die „große männliche Entsagung am Anfang der Moderne“, eine der bemerkenswertesten Ereignisse in der Geschichte der Kleidung: Die Männer verzichten auf all die glänzenden, heiteren, raffinierten und abwechslungsreichen Formen des Schmückens. Das überließen sie von nun an den Frauen, Mode ist seitdem nur noch Sache der Frauen. Frauen gehörten schließlich nicht zur Republik, das Wahlrecht für Frauen führte Frankreich erst 1935 ein.

Konsequenterweise wird die schöne Frau wird als Besitzstück  des reichen, korrekt gekleideten  Mannes ausgestellt – er selber hat diese Möglichkeit ja nicht mehr. Vinken zitiert Thorstein Veblen: Der Mann stelle in der Frau seine Vermögen aus.

guessaccessoriesautumnwinter2013campaign4

Frauen haben sich das angeeignet, was die Männer im eigenen Interesse ablegen mussten: das selbstbewusste Zurschaustellen eines erotischen Körpers.“  Frauen allein stellen ihre Beine, ihre erotischen Reize noch zur Schau, nur sie dürfen das heute noch. Dasselbe gilt übrigens für die Haare, für Schminke, für Kosmetik. Mode ist die Antithese zur rational-technischen Moderne, sie ist sinnlich, orientalisch, irrational, geradezu barbarisch, dekadent, ein Laster. Die sinnlich-erotische Frau als Gegensatz zur männlich-technischen Moderne. „Fast allen Theoretikern der Moderne ist die weibliche Mode ein Graus.“ Modisch wird zum Gegensatz von modern. Erotik, die archaische Kraft die sich dem Rationalismus der Moderne in aller Konsequenz entgegenstellt. Vivienne Westwood war es, die so wunderbar zutreffenden Satz prägte „fashion is always about sex“.

JoanaJumpsuit620

Mode ist seitdem nichts mehr für Männer. Mit wenigen Ausnahmen, die Dandys, die Außenseiter, sie dürfen noch dem Laster der Mode, der Eleganz frönen.  „Die wirklichen, immer männlichen Antimoden ziehen ihre Kraft daraus, dass sie eine klare Norm, nämlich den Anzug, zersetzen.“ Es ist ein Kinderspiel, gegen den bürgerlichen Männer-Dresscode zu verstoßen – aber es ist eine Kunst, das auf elegante Weise zu tun.

Der republikanische Puritanismus drohte auch die Frauen in dem Ausmaß zu erfassen, in dem sie Teil der Republik, Teil des Geschäftslebens werden. Frauen, die arbeiten wollen, droht latent dasselbe Schicksal: erotische Zurschaustellung ist im öffentlichen Leben der Demokratie unmöglich. Die Institutionen fordern Zurückhaltung. Eine Kanzlerin im Kleid statt im Hosenanzug, unvorstellbar. Es wimmelt von schwachsinnigen Ratgebern für die gut angezogene Frau, keine Spagettiträger, keine Minis, kein Rot im Büro und so weiter. Ratgeber für den modernen Mann, wie er seine erotischen Reize verstecken soll, gibt es nicht – sie sind überflüssig, nicht er weil Männer solche Reize nicht hätten, sondern weil sie nicht einmal im Traum auf die Idee kämen, sie zu betonen.

Business-Woman

Doch allen Prognosen zum Trotz ist Frauenmode nicht wie Männermode geworden, allen diesen Ratgebern und Dresscodes zum Trotz. Unisex ist nicht Realität, Frauen spielen mit Unisex aber sie bestehen auf ihrer Weiblichkeit. „Frauen die ihren Mann stehen, leisten sich neuerdings sich ganz als Frau anzuziehen. Andrea Titz ist das beste aktuelle Beispiel.

 

Aber es gibt auch für Männer Anzeichen der Hoffnung – crossdressing, Zum ersten Mal sind Schnitttechniken aus der weiblichen Haute Couture in den Herrenanzug eingewandert. Wurden bisher männliche Prinzipien auf die weibliche Mode übertragen, so werden nun auch Prinzipien weiblicher Mode auf die männliche übertragen. Eine zaghafte Renaissance der vormodernen männlichen Attitüde, könnte man sagen.

Manche Pioniere der Moderne sahen ihre Aufgabe darin, die Frauenmode vom Stigma des Modischen, des Weibisch-Weiblichen, zu befreien. Chanel hat gesagt: „Mein Leben lang habe ich Männermode in Frauenmode übersetzt.“ Diese Übersetzung hat aber das Grundprinzip der Männerkleidung nicht auf die Frauen übertragen: den Umgang mit dem Körper. Im Gegensatz zum Herrenanzug konturiert das kleine Schwarze messerscharf.

Ich hoffe auf eine Renaissance der Sprezzatura , – nicht die alte höfische sprezzatura eine moderne wie sie so unnachahmlich wunderbar in dem grandiosen Film „La Grande Bellezza“ gemalt wurde. Sprezzatura, ein Wort das so sehr italienisch ist, dass es in keine andere Sprache übersetzt werden kann, nicht einmal ins Französische. Um  zu gefallen, darf man auf keinen Fall so wirken, als wolle man gefallen. Man muss schon ziemlich viele Gedanken auf sein Äußeres verwenden oder sehr routiniert sein, damit es so wirkt, als habe man keinen  Gedanken darauf verschwendet. Das ist sprezzatura.

la-grande-bellezza-L-AwPTnU

Nördlich der Alpen gibt es so etwas vielleicht noch in Wien, aber ansonsten leiden Männer in Europas Norden, im puritanischen Amerika seit 200 Jahren unter der leider nicht gespielten, sondern fast aggressiven Gleichgültigkeit gegen der äußeren Erscheinung. Nirgendwo ist das mehr en vogue als in Deutschland, in England, und vor allem in Berlin. Es ist eine trotzige Lebenseinstellung, ganz im Sinne Nietzsches, man hat wichtigeres zu tun als sich um sein Äußeres zu kümmern. Man hetzt durch die Straßen, statt zu flanieren um zu sehen und gesehen zu werden. Neben dem Büro-Einheitslook gibt es nur noch einen weitgehend aus Sport- und Freizeitkleidung zusammengesetzten „no-style“, zu simpel selbst um hässlich zu sein.

Selbst männliche fashion models sind derart von casual besessen, dass sie im Interview erklären:

 „Schön!: How would you describe your personal style? – Martin: I don’t really have a style because sometimes I’ll be more casual, just a shirt with a jacket and sneakers – other times I like a big coat, skinny pants and some boots. It depends how I wake up.“ Oh je. I don’t  really have a style??!!

Es ist noch ein weiter Weg zu einer neuen, modernen sprezzatura – es fehlt nicht nur am Angebot, sondern auch an der Nachfrage.

th

„Angezogen – Das Geheimnis der Mode“ eine Kulturgeschichte der Mode von Barbara Vinken, ein hundertprozentig empfehlenswertes Buch.

Über sunflower22a

I am a mystery.
Dieser Beitrag wurde unter Ladies (and gentlemen), Musik Kunst Mode abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

10 Antworten zu Wie die Frauen den Männern die Mode wegnahmen

  1. kultgenosse schreibt:

    Wenn ich dich richtig verstehe, vergleichst du die Geschäftskleidung des Mannes mit der Freizeitkleidung der Frau. Vielleicht ist das eher Tragische, dass Mode nur in der Freizeit getragen wird? Und hier ist Mann varientenreicher, wenn auch nicht immer. Dass du selbst dann allerdings auf den Freizeitanzug (Bild oben) abhebst, verstehe ich nicht ganz, da hast du schon interessantere Männermode gezeigt.

  2. Martin schreibt:

    Hallo Isabel,
    der Kulturgeschichtliche Ansatz von Vinken unterschlägt die soziale Dimension. Für den Luxusplunder der Feudalen mussten die Unterdrückten elend schuften. Der Siegeszug der Demokratie ist eben auch der der Jeans. Stell Dir mal James Dean in einer weißen Strumpfhose vor – oder mit Ohrring. Die Gleichgültigkeit gegenüber der äußeren Erscheinung ist ein Ärgernis, macht es aber leicht, sich davon abzuheben. War letzte Woche auf einem Seminar beim „Dresscoach“ Astrid Bode. Die hat zur Männermode nur dummes Zeug erzählt. Sie hat einem Anwesenden braune Schuhe und bunte Socken empfohlen! Frauen verstehen einfach die Ökonomie guter Männerkleidung nicht – wie leider auch viele Männer. Und die geht so (Basics): Schuhe, Socken und Gürtel haben immer diesselbe Farbe zu haben, weshalb braun einfach keinen Sinn macht. (Silvio Berlusconi trägt braune Schuhe, und so sieht auch seine Politik aus.) Die Hose hat dunkler zu sein als das Hemd. Wenn es kalt ist, kommt darüber ein Cardigen und nur bei großen Männern ein Pullover. Darüber dann Sakko, elegante Lederjacke oder Wintermantel. (Anzug lass ich hier mal außen vor, wie auch reine Sommersachen) Ist das Baukastensystem einmal begriffen kann ich spielen und vor allem richtig investieren. Kauf ich ein Sakko für 200 Euro, muss ich mir sicher sein können, passendes dazu bereits zu haben.
    Ach, und noch zwei Details zu Fashionfragen:
    1. Ihr Mädels klaut uns bis heute Kleidungsstücke. Vor einiger Zeit habt ihr uns die Ballonmütze gelaut, denn die gilt jetzt als Frauenkleidungsstück. Unverscämtheit!
    2. Eine Bitte. Kannst Du bitte der Damenwelt verbindlich mitteilen, dass Jeansröcke zu jedem Zeitpunkt, überall auf diesem Planeten und darüber hinaus einfach nur noch kreuzdämlich aussehen!

    • tgsflash schreibt:

      Die Klassenaufteilung gibt es nicht mehr. Die Mode trennt heute die Geschlechter. Genau das will Barbara Vinken damit erläutern. Sie geht erstmal deskriptiv an die Sache. Höfische Elemente wurden auch vom Volk übernommen und fanden sich auch an Soldaten wieder. Letztlich geht es in der Moderne darum, Konventionen zu durchbrechen und dass Männer nicht mehr ihre Geschlechtlichkeit verleugnen, die im Anzug transzendiert und sublimiert wird. Da wir kein Klassensystem mehr haben, steht den Männern auch nichts mehr im Wege z.B. Strumpfhosen oder dazu Röcke anzuziehen und die Beine hervorzuheben. Ja. Das kann gut aussehen. Probleme bereiten doch nur reaktionäre Menschen, die meinen, farbige Socken dürften nicht zu braunen Schuhen getragen werden. Wer stellt denn diese Unsinnige Regel auf? ich habe schon mdernerr Kniggeexpertinnen gehört, die eben das Gegenteil sagen und einen, wer vorne mitspielen möchte, sollte sich gekonnt über Konventionen hinweg zusetzen wissen. Was ist mit schwarzen Stöckelschuhen? Das geht ein Schritt weiter und war auch typische Männerbekleidung. Kombiniert mit einem Hipsternazug. Sehr schick. Die Sillhoutete einer Abareske und wird dem männlichen gerechter, als ein verhüllender de-erotisierter Geschäftsanzug.
      Isabell will mit dem gezeigten Anzug andeuten, dass Männer auch im Beruf wieder mehr Körperlichkeit und Sexappeal zeigen sollen. ein schwarzer Anzug, der die Körperform verhüllt und sublimiert, das ganze ins geschlechtsneutrale durchschleift, ist nun mal nicht sexy. Er ist höchstens praktisch, sachlich und soll in den Hintergrund rücken. Mehr nicht. In der Freizeit würde ich keinen Anzug tragen.

  3. mitm schreibt:

    Interessante historische Rückschau. Wenn ich recht verstehe, war ausgefallene Mode auch vor der französischen Revolution einer kleinen Oberschicht vorbehalten. Für die Masse der Männer dürfte Mode wegen Geldmangels unrealistisch gewesen sein. Insofern dürfte sich für die meisten Männer durch die französische Revolution nicht viel geändert haben.

    Nun sind wir heute viel wohlhabender. Daß die Männer keinen Sinn für Mode entwickelt haben und wohl auch nicht werden, liegt unter anderem an den Frauen. Ich denke, wenn man(n) einen Erfolg bei den Frauen durch Kleidung wesentlich steigern könnte und dieser Zusammenhang auch erkennbar wäre, liefen die Männer anders herum (der Zweck heiligt bekanntich die Mittel). Hier kommt sicher der Einwand, Frauen wüßten gut angezogene Männer zu schätzen. Allerdings ist zum einen der Geschmack von Frauen viel weniger homogen als der von Männern, es fehlt also ein klares Ziel, auf das hin man sich optimiert. Einen zweiten Grund halte ich für noch wichtiger: Die Männer erfahren gar nicht, wie ihre Kleidung bei den Frauen ankommt. Daß Frauen gut angezogene Männer auf der Straße anstarren oder hinter ihnen herpfeifen oder ungefragt ein Kompliment machen, scheint kaum vorstellbar. Damit ist aber, wie es ein Elektrotechniker ausdrücken würde, die Regelschleife unterbrochen: Es gibt kein positives Feedback, das modische Anstrengungen belohnt. Persönlich halte ich daher die Aussage „man hat wichtigeres zu tun als sich um sein Äußeres zu kümmern“ für völlig korrekt. Böse Zungen behaupten, das erotischste Körperteil / Kleidungsstück eines Mannes sei seine Geldbörse – zugegeben sarkastisch, aber konsistent mit der allgemeinen Lebenserfahrung.

    • tgsflash schreibt:

      Hallo!
      Da sprichst du genau was an. wo man sich immer wieder fragt:
      Warum macht ihr eure Männlichkeit oder euer Tun von Frauen abhängig?
      Es liegt ja ertsmal an einem selber was man will und was nicht.. Und nicht nur an den Frauen. Das ist weder selbstbestimmend noch emanzipiert. (Emanzipation heißt in etwa, sich vom Gegebenen lösen und eigenverantwortlich handeln und leben)
      Dass Frauen keinen Männern hinterherpfeifen, hat den Grund, dass Männer allen Wert der Welt darauf setzen nicht aus der Masse zu fallen und aufzufallen und alle mehr oder weniger uniformiert aussehen. Da hilft auch keine bunte Chinohose und Sneakers. Denn getragen wird höchsten, was sich im Straßenbild wiederfindet. Wenn ich meine Männerröcke oder auch Röcke trage, bekomme ich sehr wohl Pfiffe und Komplimente von Frauen. (Sicherlich gibt’s welche, die etwas unpassend oder nicht schön finden. Die gibt es immer) Ich wurde auch schon von einer Frau zu einem Kaffe eingeladen. Den Rest verrate ich nicht. Jedenfalls ist es ein leichteres geeworden, als das was die meisten meiner Geschlechtsgenossen sich abquälen.

  4. waswegmuss schreibt:

    Das gibt ein Sternchen. Wer Thosten Veblen zitiert kriegt ein Sternchen.

  5. m schreibt:

    Liebe sunflower, wir leiden nicht. Auch wenn du das so gern hättest. Wir leiden nicht. Weder wegen unserer Anziehsachen noch an unserer Rolle, von denen Frauen denken, sie wäre so furchtbar, dass wir Männer jede Gelegenheit nutzen wollen, um aus ihr zu fliehen.

    Lass es dir einmal gesagt sein und vertraue mir ruhig: Wir leiden nicht am Mannsein!

  6. Pingback: Die Mode – a never ending story | sunflower22a

  7. s schreibt:

    Danke für diesen Beitrag, den ich erst jetzt fand.

    Als „betroffener Mann“ kann ich dem nur beipflichten. Ob die Hoffnung, dass sich da was tut, begründet ist? — Ich hoffe einfach mal mit. Allerdings „warte“ ich nun schon fast 25 Jahre darauf, dass sich eine halbwegs kreative bzw. etwas verspieltere Männermode zeigt, kann sein das kommt dann irgendwann alles zu spät für mich. Leider hat Mann da keine große Auswahl und wird schon schräg angesehen, wenn Mann gelbe Chucks trägt! Von Kleidung, die Bein zeigt (d.h. kurz oder eng) ganz zu schweigen. Mann kommt da wirklich sehr schnell an die Grenzen des „Akzeptablen“ in den Augen der meisten. Das ist die traurige Realität (und ich spreche v.a. von Berlin!). Der viel beschworene Mut der Männer scheint hier jedenfalls nicht zu fruchten … offenbar ist langweile insgesamt den meisten Männern lieber. Aber ich beobachte aktuell auch, dass es manche v.a. junge Männer gibt, die ganz offen Dinge bei Frauen abschauen. Ich hoffe mal, es gibt doch noch Hoffnung und in wie viel Jahren auch immer, ist es genauso ok, wenn ein Mann (wieder) Strumpfhosen trägt oder was auch immer, sowie es heute normal ist, dass Frauen Jeans tragen (fragt mal eure Großmütter … Urgroßmütter, ob das schon immer so war …).

    Vielleicht lebe ich lange genug, dass immerhin noch mit anzusehen …

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s