Schafft die FIFA ab, und IOC und ADAC gleich mit!

Für einen endlosen Sumpf aus Korruption und Größenwahn sind sie schon lange bekannt, die Sport- und Auto-Imperien. Der ADAC demontiert sich zurzeit selber, und das wurde höchste Zeit. FIFA und IOC sind zwar noch viel schlimmer, aber international. Das bedeutet, diese Domänen aufgeblasener alter Männer sind weitaus schwerer zu greifen. Sie sind inzwischen so unpopulär, dass in Westeuropa überall dort, wo Olympia-Pläne bekannt werden, diese per Volksabstimmung wie jüngst in München oder per Volkszorn sofort gestoppt werden. Also muss man in Diktaturen ausweichen. Die unerträglichen Menschenrechtssituationen auf den Baustellen in Sotschi und Katar führen leider immer noch nicht dazu, dass die Öffentlichkeit in  Demokratien diese belanglosen Kommerz-Festspiele endlich boykottiert. In Brasilien, eigentlich eine äußerst fußballbegeisterte Nation, hat die öffentliche Empörung gegen Filz, Korruption und Vetternwirtschaft inzwischen Ausmaße eines regelrechten Massenprotests gegen die Milliarden-Verschwendung für eine Fußball-WM geführt. Milliarden, die sehr viel besser in Gesundheitssystem, Bildung und andere soziale Infrastrukturen investiert werden müssten. Milliarden, die die FIFA den Armen des Landes klaut. Das Motto „Brot und Spiele“, das funktioniert in Brasilien nicht mehr so einfach.

Der neueste Höhepunkt, den sich die FIFA-Kleptokraten geleistet haben, ist die Ausladung des palästinensischen Pop-Idols Mohammed Assaf von der Eröffnungsfeier. Assaf hatte den Wettbewerb „Arab Idol“ gewonnen, sozusagen „Arabien sucht den Superstar“, und wegen seiner Herkunft aus einem Flüchtlingslager im Gazastreifen und den unendlichen Widrigkeiten, die er für seine Teilnahme überwinden musste, ist er inzwischen in der ganzen Region wirklich ein Superstar. Auf Druck höchstwahrscheinlich der USA, Israels und einiger anderer Länder (Deutschland?) wurde der Vertrag mit ihm von der FIFA gekündigt. Popstar Shakira hat darauf aus Protest ihre Teilnahme ebenfalls abgesagt – alle Hochachtung! Die Lady hat Format, im Gegensatz zu allen anderen, die immer noch für die Kleptokratentruppe FIFA singen wollen. Shakira hatte bei der WM in Südafrika den Song „It’s Time for Africa“ zusammen mit einer südafrikanischen Band gemacht, das Motto des ganzen Turniers.

Die palästinensische Fußballvereinigung beantragt nun nicht nur die eigene Aufnahme, sondern den Rauswurf des israelischen Fußballverbands aus der FIFA, wegen systematischer Behinderung des palästinensischen Fußballs. Abgesehen davon, dass die FIFA eigentlich zerschlagen gehört – eine gute Idee.

Die Welt muss sich allmählich etwas einfallen lassen, wie diese unkontrollierbaren Kommerzmaschinen FIFA und IOC an die Leine gelegt werden können. Kein Land sollte mehr Verträge mit ihnen abschließen, die ihnen die bei den WMs und Olympiaden übliche Steuerfreiheit garantieren. Ein Skandal sondergleichen, Steuerhinterziehung per Vertrag mit dem Staat, und das gehört endlich beendet. Es wird Zeit, dass die feisten Sportfunktionäre dasselbe Schicksal erleiden wie der ADAC-Chef.

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Mohammed Assaf – Arab Idol. Ist er nicht bildhübsch?

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