Männer im Griff von Geschlechter-Stereotypen

Eine der deprimierendsten Studien des letzten Jahres erschien im Journal of Personality and Social Psychology, herausgegeben von der American Psychological Association. Sie liefert einen Teil der Erklärung dafür, warum so viele professionell erfolgreiche Frauen zwar Karriere machen, aber aus unerklärlichen Gründen irgendwie keinen Mann für eine Beziehung finden. Die Psychologen Kate Ratliff und Shigehiro Oishi haben untersucht, wie sich der Erfolg oder Misserfolg des Partners bzw. der Partnerin auf das Selbstwertgefühl eines Mannes und einer Frau auswirkt. Das Ergebnis: wenn Frauen Erfolg haben, haben die Männer damit ein Problem wenn die Frau mehr Erfolg hat als der Mann. Bei Frauen tritt dieser Effekt nicht auf.

Die vertikale Achse bildet das Selbstwertgefühl ab, das die Versuchsteilnehmer angaben.  Ihnen wurde gesagt, dass ihre Partner in einem Intelligenztest gut (“positive feedback”) oder schlecht (“negative feedback”) abschnitten. Die meisten  Männer, denen mitgeteilt wurde, dass ihre Partnerin sehr intelligent ist,  gaben danach an, dass dies ihr eigenes Selbstwertgefühl negativ beeinflusst (linker Balken). Bei Frauen war es umgekehrt.

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In einem zweiten Versuch wurden die Versuchsteilnehmer gebeten, sich vorzustellen, ihr Partner bzw Partnerin habe beruflich Erfolg. Bei Frauen hatte dies keine Auswirkung auf ihr Selbstwertgefühl (rechte Balken).  Bei Männern dagegen hatten wesentlich mehr Versuchsteilnehmer ein höheres Selbstwertgefühl mit einem Misserfolg ihrer Partnerin,  während ihnen der Erfolg der Partnerin ein schlechteres Selbstwertgefühl vermittelt. Es handelt sich dabei nicht um Zufallsergebnisse – dasselbe Ergebnis kam bei Versuchen in den USA, in den Niederlanden und über eine Internetauswahl heraus.

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Meine Güte, Männer, das ist doch echt armselig.

Frauen sind erfolgreich dabei, sich aus den alten Geschlechterstereotypen freizukämpfen und neue Möglichkeiten zu erobern. Sie machen Karriere, kein sogenannter „Männerberuf“ ist mehr vor ihnen sicher – aber was ist mit den Männern? Erschreckende Rückständigkeit. Die Geschlechterrevolution findet bei ihnen einfach nicht statt, meint ein ausgesprochen lesenswerter Artikel in der Los Angeles Times. Die Männlichkeitsvorstellungen stecken noch tief im letzten Jahrhundert fest – und zwar nicht nur zum Nachteil der Männer, sondern der gesamten Gesellschaft. Dass Männer sich in sogenannten Frauenberufen kaum blicken lassen, ist ja hinreichend bekannt. In einer Umfrage gaben 51% der befragten Amerikaner an, es sei besser für die Kinder, wenn die Mütter zuhause bleiben – aber nur 8% sagen dasselbe über die Väter. Mit Sicherheit ist das in Deutschland nicht anders. Genau 1% der Haushalte haben eine arbeitende Mutter und einen Hausmann.

Die Ursache für diese ausgesprochen konservativen Einstellungen sind wohl im Kindesalter zu suchen. Jungs werden gnadenlos gehänselt, wenn sie sich zu „weiblich“ geben. Spielen Mädchen mit Spielzeugautos, no problem. Spielt ein Junge mit einer Puppe, wird er ausgelacht. Und zwar vor allem von anderen Jungs. Wie bekloppt Jungs mit solchen Mechanismen zu Männern erzogen werden, zeigt dieses Video sehr anschaulich:

“Sei ein Mann” ist vermutlich das Übelste, was man zu einem Jungen sagen kann, um ihm genau diesen völlig überholten Einstellungen einzupflanzen. Niemand sagt jedoch einem Mädchen „sei eine Frau“ wenn sie sich nicht 100% feminin benimmt. Sie hat längst genug Frauen als Rollenvorbilder, mit denen sie sich eine ganze Bandbreite von Verhaltensmustern aussuchen kann. Männer leider nicht.

Die Huffington Post brachte jetzt einen interessanten Artikel, der zeigt, wie sehr Männer unter ihren selbstgeschaffenen Männlichkeitszwängen leiden. Aufgelistet werden 11 Dinge, die Männer gerne tun würden, aber sich nicht trauen, weil sie dann „girly“ wären. Dinge, die für Frauen überhaupt kein Problem sind. Sich elegant anziehen. Mal darüber reden, dass ein anderer Mann echt gut aussieht. Fruchtsäfte statt Bier bestellen. Sich einen Wellnesstag gönnen. Nicht alles in die Hosentasche stopfen müssen, sondern eine Art Handtasche tragen. Emotionen zeigen. Mit Kindern spielen. Und so weiter. Männer sind schon arm dran, wenn sie sich gegenseitig fertig machen wegen solcher Dinge. Ultimative Ironie: dieser Artikel erschien in der Sektion, was glaubt ihr? In der Sektion „WOMEN“. Eine Sektion „MEN“ gibt es gar nicht.

Aber es ist nicht nur die Psychologie, die Männer in ihren tradierten Rollenbildern festhält. Es ist auch das Geld. Viele der typischen „Frauenberufe“ sind einfach miserabel bezahlt. Eine Erzieherin bzw. ein Erzieher ist einfach lausig schlecht bezahlt. Viele der typischen Frauenberufe sind deshalb schlecht bezahlt, weil die Einstellung der Arbeitgeber und der Gewerkschaften immer noch die ist, dass das Jobs für „Dazuverdiener“ sind. Und ein Mann, der Teilzeit arbeiten möchte wegen der Kinder, der kann seine Karriere gleich vergessen  – eine Frau erleichtert sich damit ihre Karriere zwar auch nicht, aber das akzeptiert ein Arbeitsgeber oder Personalchef immer noch wesentlich leichter.

Nothing changes until men are willing to act, so zitiert die LAT einen Professor, darüber forscht. So ist es wohl.

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8 Antworten zu Männer im Griff von Geschlechter-Stereotypen

  1. whose schreibt:

    Und schon wieder so eine einseitige „die Männer sind selbst schuld“-Sache.

    Dabei wird immer wieder gern „vergessen“, mal die Frauen zu fragen, wie sie zu Männern stehen, die weniger „Erfolg“ im Beruf bzw. in der Gesellschaft haben (wollen).

    Frau, stell Dir ne einfache Frage: „Würde ich was mit einem mittelmäßig „erfolgreichen“ Typen anfangen, der auch mittelmäßig aussieht und keine Anstalten macht, mich (archaisch) anzubaggern?“. Und beantworte diese Frage für Dich selbst bitte ehrlich.

    DIESE Ergebnisse sind weit interessanter für die Frage nach den Ursachen eines „archaischen“ Bilds vom „Mann“. En passant würde auch gleich die Frage beantwortet, warum sich viele Männer aus der „Beziehungstretmühle“ heraushalten.

    Kurz gesagt: Mädels, ihr tragt eueren (beileibe nicht unerheblichen) Teil zu der Misere bei.

  2. waswegmuss schreibt:

    Seltsamerweise wurde der „bemerkenswerte“ Artikel in Los Angeles Times von einer Frau geschrieben, Ebenso wie das oberflächliche Dossier in der aktuellen Ausgabe der Zeit.
    Wir Männer sind gerade dabei uns zu emanzipieren und damit meine ich keine Züricher Hodenbadegruppe sondern uns selbst zu finden.
    Dafür brauchen wir keine Frauen, die uns ihre Befindlichkeiten für das Subjekt „Mann“ aufokroyieren wollen. Das muss Mann selbst durch. Ebenso wie Frau selbst durch musste.
    Ich denke, das dauert noch etwas und bin meinerseits ganz froh über das Paarungsstressalter etwas hinaus zu sein.

  3. kiezneurotiker schreibt:

    Dass uns Frauen seit vielen Jahrzehnten in abertausenden Artikeln und Studien sagen wie wir sein sollen, damit sie uns gut finden, wird nicht nur von mir als Trommelfeuer empfunden, das sich zunehmend in weißes Rauschen verwandelt. Ach, schon wieder ein Artikel über die armen unvollständigen Männer, die besser gemacht werden müssen, klick weg.

    Wäre er nicht von dir gewesen, hätte ich schon nach der Überschrift weitergeblättert. Jetzt am Ende hat auch dieser Artikel mich müde gemacht, ich mag nicht mehr hören wie und was und wer wir so alles sein sollen, um bessere Männer zu werden, um den Ansprüchen zu genügen, um zufrieden zu stellen. Ich habe seit der Grundschule zu viele Vorgaben vorgesetzt bekommen, die sich zum Teil sogar widersprochen haben, ich mag nicht mehr. Nehmt mich wie ich bin oder lasst mir meine Ruhe. Dieses Recht nehmt ihr euch doch auch als Frauen.

    Gibt es eigentlich auch männliche Autoren, die Frauen vorschreiben wie sie sein sollen? In dieser Penetranz? Mit dieser Schlagzahl? Seit Jahrzehnten? Quer durch alle Mainstreammedien? Oder geht es wirklich immer nur in eine Richtung?

    Egal. Müde. So müde.

  4. sunflower22a schreibt:

    Solche Texte stoßen offenbar immer in ein Wespennest. Aber, liebe Wespen, lest sie doch einfach mal ruhig durch ohne sofort rot zu sehen. Wo steht denn irgendetwas darüber dass ich euch Vorschriften machen will wie ihr zu sein habt? In erster Linie schreibe ich darüber, wie Männer darunter leiden, welche gesellschaftlichen Stereotypen für Männer vorgesehen sind und wie sie darunter leiden, dass sie daraus kaum ausbrechen können. Darüber forschen Wissenschaftler und auch Wissenschaftlerinnen. Gerade kiezneurotiker müsste doch zu denen gehören, die es als Problem empfinden, dass „In einer Umfrage gaben 51% der befragten Amerikaner an, es sei besser für die Kinder, wenn die Mütter zuhause bleiben – aber nur 8% sagen dasselbe über die Väter. Mit Sicherheit ist das in Deutschland nicht anders. Genau 1% der Haushalte haben eine arbeitende Mutter und einen Hausmann.“ Genau darüber klagt er doch in seinem Blog auch immer wieder.
    Also, gentlemen, macht was ihr wollt. Seid wie ihr wollt. Mir ist es egal. Und wenn immer mehr von euch darunter leiden, wie wenig die Gesellschaft es akzeptiert, dass eine wachsende Zahl von euch anders sein will als das was die Gesellschaft vorgibt, könnte es mir auch egal sein. Mich betrifft es ja nicht. Ich finde es dennoch eigentlich nicht gut.

  5. Luc schreibt:

    Ohje sunflower, so viele Plattitüden in einem Artikel.🙂

    Zunächst mal ist es zwar so, dass sich der Alltag von Frauen in den letzten Jahrzehnten bedingt durch den großen technischen Fortschritt stark geändert hat und Frauen die Berufswelt erobern. Dabei ist es aber zum einen gerade nicht so, dass sie die „männliche“ Berufswelt erobern. Du schreibst:

    Frauen sind erfolgreich dabei, sich aus den alten Geschlechterstereotypen freizukämpfen und neue Möglichkeiten zu erobern. Sie machen Karriere, kein sogenannter „Männerberuf“ ist mehr vor ihnen sicher.

    Und das ist schlicht falsch (Wunschdenken will ich dir mal nicht unterstellen). In Norwegen, das regelmäßig Spitzenplatzierungen in Gleichstellungs-rankings belegt, ist der Effekt am deutlichsten und als Gender-Paradoxon bekannt: allen Gleichstellungsbemühungen zum Trotz sind die klassischen Männerberufe sowohl an der Uni als auch (in Konsequenz) im Berufsleben nach wie vor stark männlich dominiert, die Frauenquoten z.b. bei Maschinenbau liegen sogar unter dem europäischen Durchschnitt. Frauen, die mit Begeisterung technische Studiengänge studieren, bleiben ums Verrecken die Minderheit. Wirklich alle Daten legen an der Stelle nahe, dass sich Frauen keineswegs heroisch von „Stereotypen“ freimachen, sondern, je reicher das Land ist, in dem sie leben, umso mehr suchen sie sich im Schnitt einen Beruf, der ihren tatsächlichen Neigungen entspricht. Und das sind durch die Bank soziale, kommunikative, wenig technische Felder. Versteh mich nicht falsch, das ist absolut in Ordnung. Ich kann nur diese (verzeih) selbstgerechte Mär von den unerschrockenen, erobernden Frauen nicht mehr hören.

    Der zweite entscheidende Punkt ist, dass Frauen zwar die Berufswelt erobern. Was sich aber auf Teufel komm raus nicht ändert, und das bestätigt einfach jede Studie, die es auf dem Gebiet gibt, sind die weiblichen Partnerwahlkriterien. Frauen heiraten nicht nach unten. Fast genauso viele Frauen wie Männer haben ein Problem damit, mehr zu verdienen als ihr Partner. So gut wie keine Frau kann sich vorstellen, auf Dauer die Alleinernährerin einer Familie zu sein und ihren Hausmann mitzufinanzieren, auch wenn sie es monetär könnte. Die Kinder gehören im Zweifel zur Mutter. Hoher sozialer Status ist für Männer nach wie vor das mit Abstand sicherste Kriterium, bei Frauen zu landen. Und so weiter und so fort. Vor diesem Hintergrund ist es direkt verständlich, warum Männer ein größeres Problem mit erfolgreichen Partnerinnen haben als umgekehrt. Frauen riskieren nichts, wenn ihr Mann erfolgreicher ist als sie. Männer riskieren hingegen, ihre erfolgreiche Frau an einen erfolgreicheren Mann zu verlieren, und ja, solche Dinge passieren selbstverständlich!! Nicht jede Frau tut es, sowenig wie jeder Mann seine Frau für eine jüngere/schönere verlässt. Aber natürlich besteht das Risiko immer und erklärt das größere Unwohlsein der Männer völlig zwanglos. Das hat nichts mit fehlender Emanzipation der Männer oder „Ego“ zu tun.

    Dann das Thema mit den für Männer deutliche rigideren Rollenerwartungen. Du sprichst da im Vorbeigehen von „selbstgeschaffenen“ Männlichkeitsbildern, in denen sie dann eben feststecken. Das ist schlicht albern. Männlichkeitsbilder entstehen genauso im Wechselspiel mit Frauen wie Weiblichkeitsbilder im Wechselspiel mit Männern. Oder wann hast du dich das letzte Mal für einen gemütlichen Abend allein auf der Couch mal so richtig aufgebrezelt, nur für dich selbst? Männlichkeitsbilder existieren, weil sie sich bei Generationen um Generationen von Frauen als erfolgreich herausgestellt haben. Natürlich können Männer da auch auf sich selbst schauen und diese Bilder reflektieren, damit spielen, sich damit unwohl fühlen, etc, genauso wie Frauen das können. Das ändert aber nichts daran, dass wir, wenn wir uns daran orientieren, das tun, um beim anderen Geschlecht Erfolg zu haben und weil diese Bilder im Schnitt auch Erfolg haben. Das Thema ist deutlich komplexer als das, was ich jetzt dargelegt habe, gebe ich sofort zu, aber eins ist hoffentlich deutlich: „selbstgeschaffen“ sind Rollenbilder nicht.

    Als vorletztes noch die Sache mit den Gehältern. Alte typische „Frauenberufe“ wie Kindergärtner oder Krankenschwester sind schon lange nicht mehr schlechter bezahlt, weil Arbeitgeber davon ausgehen, dass der Mann schon den Rest verdienen wird. Sondern weil sie fast alle in Bereichen liegen, in denen das Geld nicht zuhause ist. Krankenschwester? Ein Chefarzt verdient sehr gut, ja, aber das ist keine Frauenjob/Männerjob-Logik, sondern eine in unserem System immanente oben/unten-Logik, die auch Müllmänner und Bandarbeiter trifft. Auch wenn ich dir sofort zustimmen würde, dass Erzieher weit besser bezahlt werden sollten, hat die Tatsache, dass sie es nicht werden, nichts damit zu tun, dass die meisten Erzieher Frauen sind.

    Schließlich und endlich noch ein Gedanke zur Kindererziehung. 51% der befragten Amerikaner finden, es sollte eher die Frau zu Hause bleiben, 8% sagen, der Mann. Du nennst das eine ausgesprochen konservative Einstellung und buddelst dich in die Kindheit der Männer und die dort manifestierten Rollenerwartungen, um dir diese Umfrage zu erklären, und scheinst vorauszusetzen, dass das jedenfalls ein Problem ist. Du vergisst dabei, dass 51% der Befragten auch Frauen einschließt. Vor die Wahl gestellt, ob eher Mütter oder Väter bei den Kindern bleiben sollen, sagen auch in anderen Studien genauso die Frauen: eher die Mutter. Nichts deutet darauf hin, dass die große Zahl teilzeitarbeitender Frauen dieses Modell aus einem anderen Grund wählt als die pure Freiwilligkeit. Viele wollen gern, wenigstens Teilzeit, Mutter sein. Ich bin mir nicht so sicher, ob es wirklich modern ist, Frauen von ihren Kindern zu trennen, damit sie alle Vollzeit aufblühen können, ohne mal wirklich ehrlich zu fragen, wie viele das jenseits des Zeitgeists eigentlich wollen.

    Versteh mich nicht falsch: jede Frau, die Vollzeit arbeiten oder Karriere machen will, muss das in einer modernen Gesellschaft tun können. Gleiche Chancen für alle. Aber überleg mal selbst: mit welcher Begründung kann man es eigentlich als Problem bezeichnen, wenn viele Menschen beiderlei Geschlechts sagen, eher die Mutter?

    Dass dir hier der Wind entgegen weht, hat wie du siehst bessere Gründe als persönliche Befindlichkeiten. Formulierungen wie „Meine Güte, Männer, das ist doch echt armselig.“ oder „aber was ist mit den Männern? Erschreckende Rückständigkeit.“ sind natürlich auch nicht so hilfreich, wenn du inhaltlich mit deinen Interpretationen gleichzeitig derart danebenliegst.😉 Sei es drum. An sich bin ich mit dem kiezneurotiker auf einer Linie, ich mag dein Blog, du kannst auch sehr schlau über Dinge schreiben.

  6. rano64 schreibt:

    Liebe Sunflower,

    nur eine ganz kurze Anmerkung zum allerletzten Absatz: Ich bin (als Mann) vor Kurzem mit dem ganz konkreten Wunsch an meine Vorgesetzten und Kollegen heran getreten, in Teilzeit arbeiten zu wollen, um mehr Zeit für meine Kinder zu haben. Wie waren die Reaktionen.

    Die Chefs (Männer): nicht gerade Begeisterung, aber verständnisvolle und wohlwollende Begleitung und Unterstützung
    Die Kollegen: Volle Zustimmung und teilweise neidische Reaktionen
    Die Kolleginnen: Eher Bedenken und Ablehnung, teilweise aber auch Zustimmung.

    Glaubst du nicht? Hätte ich auch so niemals erwartet, aber ich schwöre, es ist die Wahrheit. Das ich das Vorhaben am Ende doch nicht umgesetzt habe, ist eine andere Geschichte.

    Grüße
    R.

    PS: Ich arbeite in einem großen Finanzkonzern.

  7. m schreibt:

    Liebe Sunflower, Männlichkeit ist weit mehr als eine Maske. Soviel zum unwürdigen Film, den du eingebunden hast. Ein geradezu widerliches Werk.

    Sollten wir jemals eine neue Rolle gefunden haben, werdet ihr euch alle noch wünschen, dass wir eher weiterhin in unserer alten Rolle verharrt hätten. Denn wir Männer sind ja in Wirklichkeit nicht gewollt — wir werden gebraucht. Um Frauen zu versorgen, Strassen zu bauen und Häuser, Technologie zu erfinden und das Leben angenehm zu machen.

    Denn welche Frau denkt denn schon an Männer als gewollte und nicht als gebrauchte Wesen? Sie, liebe Sunflower, machen sich keine Vorstellung davon, wie es wird, wenn wir Männer eine Rolle einnehmen, die eben nicht jene ist, die die moderne Frau (Feministin oder nicht) für uns vorgesehen hat. Wir beginnen gerade darüber nachzudenken. Ohne euch.

  8. DerSichNenWolfTanzt schreibt:

    So viele kluge Beiträge, aber bei diesem setzt es komplett aus.

    Nur Platitüden und öde nachgekaute Propaganda der Verdumungssmedien.

    Im Klartext: Männer haben keine Veranlassung sich dem faschistoiden Femozeugs anzupassen. Es gibt nur Nachteile für Sie. Sie sind auch wesentlich weiter entwickelt als die reduzierte Weiblichkeit sich so vorstellt. Es findet bloß kein Sprachrohr in dem Dreck der sich Mainstrema Medien schimpft. Eine sachliche Diskussion findet schon gar nicht statt.

    Erfolgreiche Frauen sind in der Regel unerotisch, besserwisserisch haben die Fraulichkeit einer Suffragettenkarikatur. Dann sind Sie nie da oder müde oder was weiß ich. Das übliche endlose Lamento abends darf man sich dar genau so anhören wie von den Mädels die ihre Prioritäten nicht im Hamsterrad der Karriere haben.

    Ich weiß wovon ich rede, war mit mehreren zusammen die mehr Geld und höheren Status haben. War mir völlig egal, Mmn meiden Männer die Konkurrenz zu Frauen, wohl wissend das es noch mehr verbrannte Erde zwischen den Geschlechtern erzeugt als sowieso schon vorhanden ist.
    Im Vergleich zur Durchschnittsfrau sind Männer „highly competitive“ weshalb diese Dauerdenunziation (wie.B. hier) auch aufrecht erhalten werden muss.

    Im Ergebnis werdet ihr mit 40 ausgetauscht, alles hat seine Preis. Den Spruch von der Ledertasche worauf sich die „Frauen“ selbst reduzieren da Sie nun mal schneller altern kenne ich auch schon.

    Die „moderne“ Frau ist für mich nichts anderes als Mutti 2.0. Besserwisserisch nörgelig, permanent unzufrieden und übergriffig. Meine Bude räum ich selbst auf kochen kann ich auch und ich habe noch 100 andere Interessen als meine Zeit vor der Glotze oder in spießiger langweiliger Zweisamkeit zu verbringen bei dem das Gegenüber alle vermissen lässt was eine Frau, neben ein paar biologischen Grundfertigkeiten, ausmacht.

    Kürzer gesagt: richtige Männer gibt es nur mit richtigen Frauen und von meiner Seite könnt ihr euren Krampf allen machen,

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