Der Hotelbalkon

Geschäftsreise. Früh aufstehen. Ankommen, gleich in die Besprechung. Pause, und ab zur nächsten Besprechung. Und dann ein Geschäfts-Abendessen, sehr anstrengend, hier zeigt sich wer die beste Selbstbeherrschung hat und am meisten aus den anderen herauskitzelt.

Ein anstrengender Tag, aber leider nicht ganz so erfolgreich. Da muss noch was nachgearbeitet werden, so sehr es mir gegen den Strich geht. Ich checke endlich im Hotel ein, ein kleines nettes altes Haus in einer engen Altstadtgasse. Ein nüchternes Zimmer im 2.Stock mit großen Fenstern, erleichtert werfe ich endlich das Businesskostüm ab und lege mich erstmal aufs Bett. Die kühle frische Luft vom aufgeklappten Fenster streicht über meinen Körper, ich liebe dieses kribbelnde Gefühl. Die Nippel werden hart; statt jetzt noch an irgendwelchen Texten rumzuschreiben hätte ich jetzt lieber einen erotischen Abend. Während ich anfange, mich selber zu streicheln, bemerke ich: vom Fenster gegenüber beobachtet mich ein Mann. Die Straße ist nicht sehr breit, ich kann ihn gut sehen. Er mich natürlich auch.

Irgendwie gefällt mir das.

Ich stehe auf und mache das Fenster auf, lehne mich auf den Fenstersims und lächele verträumt. Er reagiert verunsichert, scheint nicht ganz zu wissen ob ich ihn wahrgenommen habe, aber er ist offensichtlich fasziniert und kann sich gar nicht sattsehen.

Aber ich will auch was sehen.

Das Zimmer hat einen  kleinen Balkon, mit nur ein paar Gitterstäben als Geländer, und genau dahin begebe ich mich jetzt. Ein prickelndes Gefühl, die frische Luft am ganzen Körper. Er kann es kaum fassen, und als ich ihn winkend einlade, seinerseits auf den gegenüberliegenden Balkon zu kommen, verschwindet er erstmal. Dann erscheint er tatsächlich auf dem Balkon gegenüber.

Während ich so posiere, überlege ich, wie ich ihn zu einem Striptease bringe.

Ich hole meine Klamotten, und mit einem kleinen Stripteasetanz rückwärts ziehe ich sie wieder an.

Er klatscht. Und dann mache ich einladende Gesten, dass er jetzt dran sei. Er wirkt verlegen.

Ich fange wieder mit Striptease an, aber nach dem ersten Teil wird er eingeladen. Er merkt, es geht jetzt nicht weiter wenn er nur Zuschauer bleibt, und tatsächlich, er geht darauf ein. Als ich mich des allerletzten Teils entledigt habe, habe ich aber keine Lockmittel mehr – seinen Slip behält er an. Schade eigentlich. Als er merkt, wir haben mittlerweile einige Zuschauer von unten, verlässt er fluchtartig den Balkon.

Seufz. Nun gut, im Gegensatz zu mir wohnt er vermutlich hier. Ich gehe wieder rein, und stimmt, ich muss ja noch was tun. Als ich am Computer sitze, hoffe ich, dass er wieder am Fenster auftaucht, aber er ist weg.  Egal. Diese Nummer hat mich richtig inspiriert. Der nächste Tag war ein voller Erfolg.

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Über sunflower22a

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