Warum ich aus der SPD ausgetreten bin

Nein, ich bin nicht aus der SPD ausgetreten. Es würde mir gar nicht einfallen, da überhaupt einzutreten. Mit dieser ganzen Parteipolitik kann ich nicht viel anfangen, ich beobachte das zwar, aber mit viel Distanz. Trotzdem, so ganz lässt es mich innerlich nicht unberührt, wie dieses Land in eine Merkel-Monarchie schliddert. Weil die SPD vor die Hunde geht. Weil es offenbar keinerlei Leute mehr in den Parteien gibt mit Format, mit Charisma, mit einer Vision. Sicher, es gibt Schlimmere als Merkel. Wenn ich mir ansehe, welche zwielichtigen Gestalten in vielen unserer Nachbarländern regieren. Gruselig. Aber das allein kann ja noch kein Maßstab sein.

In diesen Tagen feiert Berlin einen gewissen John F.Kennedy. Der hat zwar nicht viel Substanzielles zustande gebracht. Den deutschen hat es anscheinend schon gereicht, dass er ein paar Worte auf Deutsch gesagt hat. Gut, er hatte nicht viel Zeit, er wurde ja erschossen. Aber dennoch – es gibt sehr viel Grund zu der Annahme, dass er auch nicht mehr Substanzielles zuwege gebracht hätte, wenn er mehr Zeit gehab t hätte. Oder vielleicht sogar viel Mist, etwa in Vietnam. Aber das ist Spekulation.

Was er aber geschafft hat, war rein psychologisch. Er war jung, verbreitete Aufbruchstimmung, war anders als die verkrusteten alten Männer. Das reichte eigentlich schon. Zugegeben, eigentlich sollte man von Politikern schon noch ein bisschen mehr erwarten. Aber ich erwarte von ihnen längst gar nichts mehr.

Dennoch. Wenn die blöde alte SPD so eine Art Kennedy aufgestellt hätte statt diesen schrecklichen Steinbrück. Noch besser, eine Art weiblichen Kennedy. 40 Jahre alt. Sympathisch lächelnd statt heruntergezogene Mundwinkel. Schöne lange Haare statt Kochtopffrisur. Elegante Mode statt langweilige Hosenanzüge. Lippenstift und rotlackierte Fingernägel, Designerschmuck…Cristina Kirchner zwanzig Jahre jünger. Gerne auch blond. Ist ja nichts schlimmes. Vielleicht noch ein paar Strähnchen? Sieht gut aus.

Ja, und dann noch eine Art andere Politik, das wäre noch das Sahnehäubchen. Hätte ich fast vergessen. Edward Snowden einen deutschen Pass geben. Den Banken mal zeigen, wo der Hammer hängt. Die Spitzensteuersätze des Helmut Kohl wieder einführen. Die Wiesenhof-Lohnsklaven-Tierquäler-Industrie zerschlagen. Und so weiter.

Nur hat die SPD so jemanden leider nicht. Manuela Schwesig hätte vielleicht das Zeug dazu. Aber die ist viel zu brav. So wird das nichts. Und so werde ich im September wohl wieder niemanden wählen, weil ich sie alle so öde finde, aber eigentlich unbedingt diese Merkel loswerden will.

Ach ja, und warum ich aus der SPD ausgetreten wäre, wenn ich ihr angehört hätte? Das habe ich in einem anderen Blog gefunden, den ich hier weiterempfehle. Michalis Pantelouris sagt alles, was es zu Steinbrück zu sagen gibt. Und er ist wirklich aus der SPD ausgetreten.

Zu Steinbrück – und Merkel –  fällt mir nur noch das ein:

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5 Antworten zu Warum ich aus der SPD ausgetreten bin

  1. Harry schreibt:

    „Es würde mir gar nicht einfallen, da überhaupt einzutreten. Mit dieser ganzen Parteipolitik kann ich nicht viel anfangen, ich beobachte das zwar, aber mit viel Distanz…“ Wie sollen deine Interessen vertreten werden, wenn du nicht mal bereit bist deine Ideen einzubinden?😉

  2. sunflower22a schreibt:

    Ja. Stimmt. Im Prinzip hast du recht. Ich hab mal vor Jahren bei der SPD reingeschnuppert und bei den Grünen. Es war nichts für mich. Das ist eine andere Welt. Nur geht das immer mehr Leuten so wie mir. Wenn den Parteien das Volk davonläuft, dann sollen sie doch das Volk auflösen und ein neues wählen, frei nach Brecht. Oder aber wir akzeptieren, dass Organisationsformen aus dem 20.Jahrhundert nicht mehr so ganz zeitgemäß sind und machen uns auf die Suche nach einer Weiterentwicklung.

  3. Peter schreibt:

    @Harry
    Harry glaubst du wirklich, wenn sie in die SPD eintritt, das sie alles ändern kann. Wie naiv bist du eigentlich ? 99 % der Mitglieder sind nicht besser als Merkel und Co. SPD, Grüne, FDP und CDU/CSU unterscheiden sich in der Politik überhaupt nicht. In eine Partei eintreten, die für das Harz IV Desaster verantwortlich ist. ist ja wohl das Dümmste was man machen kann. Das wird eigentlich nur noch getoppt, von denen, die in der SPD bleiben. Wer es nach 40n Jahren noch nicht kapiert hat, was für Dummköpfe in diesen Parteien sind, der kann sich mit denen auf eine Stufe stellen. Dieses trifft allerdings auf 75% der Bevölkerung zu. Sonst wären diese Parteien längst weg vom Fenster.

    Wenn du die Parteiarbeit kennst, hätte sie nur ein Chance, sich in mitten zigtausender Mitglieder aufzureiben. Sorry aber Sunflowers22a Entscheidung ist so was von nachvollziehbar, deine Meinung allerdings nicht. 98 % der Abgeordneten sind studierte Menschen, wo ich mich wirklich frage wie die jemals zum Studium zugelassen wurden. Jeder Arbeitslose, würde deren Arbeit besser und gerechter machen. Ein Problem was wir haben sind diese 98% studierten, die sich in die Problem der Bevölkerung nicht mehr hinein denken können. Aber wie sie ihren eigenen Wohlstand mehren können, da sind sie Weltmeister drinnen.

    Keine dieser Parteien hat noch soziale Verantwortung, es geht nur Macht und Versorgung der Abgeordneten. Insbesondere diese vier Parteien, sollten von dem Volk verschmäht werden. Sie waren es, die uns in 40 Jahren mit einer völlig verfehlten Politik, da hingebracht haben, wo wir heute stehen. Wer das 40 Jahre nicht kapiert hat. Der sollte von der Bevölkerung in jenseits geschickt werden. Insbesondere Steinbrück, ist einer der schlimmsten. Für diese Parteien stimmt der Satz, In Irrtum verfallen, beschieden ist es allen. 40 Jahre in Irrtum verharren, sind die allergrößten Narren. Ich bin richtig stolz auf sunflower22a, das sie es mit ihren jungen Jahren dieses schon erkannt hat. Die meisten über 40 kapieren das nie. Ich wäre richtig stolz, mit so einer jungen Frau, eine neue Bewegung aufzubauen.

    Ich würde mich freuen wenn sich hier Menschen finden die eine andere Politik wollen und mich anschreiben. Ich würde gerne Prüfen ob die Vorstellungen übereinstimmen. Was bei Steinbrück noch interessant ist, er lehnt eine Linkskoalition ab, geht aber mit einer ehemaligen Stasimitarbeiterin eine Koalition ein. Was ich schlimm finde, das die Bürger diese Parteien wieder wählen, damit sie jetzt auch Europa in da gleiche Chaos stürzen können! Bitte an alle Leser hier, folgt dem Beispiel von sunflower22a, diese Parteien wollen nur eure Stimmen weil sie 1,50 € für jede Wahlstimme bekommen. Ein Gesetz, was sich die Abgeordneten selber gegeben haben! Alles auf Bürgers Kosten!!! Danke Sunflwer22a hier so eine nette und bildhübsche junge Frau zu finden, die den meisten Älteren, locker Politisch was vor macht!

    LG Peter

  4. Mario schreibt:

    Bitte geh wählen!
    Damit rechte Spinner-Parteien wie NPD, DVU, Reps und AfD prozentual möglichst wenig bekommen.

  5. Pingback: Parteien, ihre Identitäten und ihr Stallgeruch – und warum das nicht wichtig ist | sunflower22a

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