Südafrika – Nirgendwo ist das Vergewaltigungsrisiko höher

Jede zweite Südafrikanerin wird im Laufe ihres Lebens vergewaltigt, statistisch gesehen. Nirgendwo auf der Welt ist die Lage so drastisch, vielleicht von bestimmten Kriegsregionen abgesehen. Und bislang wird das immer noch mit sehr geringem Nachdruck strafrechtlich verfolgt. Nur jede 9. zeigt es deswegen überhaupt an.

Noch übler dran sind allerdings lesbische Frauen, die ihre sexuelle Orientierung nicht verstecken, jedenfalls gilt das für schwarze Frauen in den Armensiedlungen, den Townships. Zwar ist Südafrika das einzige afrikanische Land, in dem Homosexualität erlaubt und sogar gleichgeschlechtliche Heirat möglich ist – aber gegen tief verwurzelte Traditionen kommen Gesetze kaum an.

Dazu gibt es jetzt ein sehenswertes Video des UN-Fernsehens – richtig, die UN haben ein Fernsehen. Jedenfalls auf Youtube. In aller Deutlichkeit (!) zeigt es die harte Lage lesbischer Frauen in schwarzen Townships, immer in Angst vor wiederholten Massenvergewaltigungen mit dem Ziel, sie zu Heterosexuellen zu „konvertieren“. Konsequenz: So mancher Selbstmordversuch.

Aber das Video zeigt auch ermutigendes – so etwa der Mann, der als Jugendlicher an einer Massenvergewaltigung teilnahm, weil das eine Art Männlichkeitsritual war. Das machten alle so, und als er es auch gemacht hatte, fühlte er sich so elend, dass er beschloss, künftig aktiv gegen so eine  Barbarei zu kämpfen. Toll! Ein wirklich gutes Video.

Ladies, wir wehren uns!

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Über sunflower22a

I am a mystery.
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