Sind Frauen die besseren Führungskräfte?

Das frage ich mich oft, und ich komme nicht immer zu derselben Antwort. Ist ja auch logisch, so pauschal kann man das sowieso nicht sagen. Veröffentlichungen dazu gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, ganze Bücher und viele wissenschaftliche Studien. Zuviel um das alles zu lesen. Eine erstaunlich gute prägnante Zusammenfassung schrieb jetzt ausgerechnet ein Mann, Tony Schwartz,  auf dem Blog des Harvard Business Review. Er ist selbst Chef eines Unternehmens. In Führungspositionen braucht man heute eine weitaus anspruchsvollere Assemblage von Kompetenzen als im letzten Jahrhundert, weil die Aufgaben eben auch weitaus komplexer geworden sind. Und da finden wissenschaftliche Studien mit schöner Regelmäßigkeit heraus, dass weibliche Führungskräfte diese Mischung von Kompetenzen viel besser drauf haben. Zwei andere Männer haben ebenfalls im Harvard Business Review von einer Studie über 7280 Führungskräfte berichtet, dass in den Beurteilungen ihrer Vorgesetzten und Mitarbeiter in 15 von 16 Kompetenzen Frauen im Durchschnitt besser abschneiden! Nur in der Disziplin „strategische Perspektiven entwickeln“ schneiden Männer mit 51:49 Prozent hauchdünn besser ab.

An effective modern leader requires a blend of intellectual qualities — the ability to think analytically, strategically and creatively — and emotional ones, including self-awareness, empathy, and humility. In short, great leadership begins with being a whole human being. I meet far more women with this blend of qualities than I do men, and especially so when it comes to emotional and social intelligence”, so schreibt es Tony Schwartz.

Und dennoch sind in den großen Unternehmen gerade mal 14% der Führungspositionen Frauen. Das liegt daran, dass sie beim Willen, an die Spitze zu kommen, längst nicht so aggressiv vorgehen wie Männer. Meint jedenfalls Tony Schwartz.

„From an early age, men often overvalue their strengths, while women too frequently underrate theirs. In reality, we all struggle to feel a stable sense of value and self-worth. Men often defend against their doubts by moving to grandiosity and inflation, while women more frequently move to insecurity and deferral. Men seek more often to win, women to connect. So long as the path to power is connected to proving you’re bigger and badder, it’s no surprise that men have mostly prevailed. Instead, we need more male leaders with the courage to stand down, comfortably acknowledge their shortcomings, and help those they lead feel safe and appreciated rather than fearful and inadequate. We need more women with the courage to step up, fully own their strengths, and lead with confidence and resolve while also holding on to their humanity and their humility.”

Ich finde: so schön hat das bisher noch kaum jemand zusammengefasst. Und das von einem Mann!

PS in Deutschland ist es noch schlimmer, meldet heute die SZ.

 omarosa

Über sunflower22a

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