Transparenz macht Spaß

Transparente Kleider waren der Trend bei den diesjährigen Frühjahrs-Modenschauen, wie man bei fashionising.com sehen kann. Das ist in einem kulturell insgesamt konservativer werdenden Umfeld durchaus bemerkenswert, weil Transparenz immer auch mehr oder weniger eine Provokation ist, je nachdem was du darunter trägst  – oder ob du etwas darunter trägst. Es ist eine feine Linie zwischen verführerischer und auffallender Eleganz einerseits und exhibitionistischer Schlampe andererseits. Zuviel Schmuck fördert eher die zweite Variante, die Kombination mit „seriösem“ und konservativem Outfit eher die erste. Also beispielsweise Blazer oder Kostüm, und darunter – Transparenz in dezenter Farbe, am besten Schwarz. Da wirkt sogar eher der nicht vorhandene BH seriöser als der allzu deutlich sichtbare, vor allem wenn die Brust nicht oder nur selten sichtbar ist.

Ich finde jedenfalls diesen Trend sehr inspirierend. Vorletzten Sommer entdeckte ich zufällig an einem Verkaufsstand ein Kleidchen aus einem schwarzen Chiffonstoff zu einem echten Schnäppchenpreis, das sich wirklich sehr angenehm anfühlt. Es ist nicht gerade ein Minikleid, aber sehr lang ist es auch nicht, es geht etwa bis zur halben Länge der Oberschenkel. Oben ist es asymmetrisch, nur von an einer Schulter gehalten, und dazu kommt noch das relativ ausladende Dekolleté. Es sieht auf den ersten Blick so aus als wäre es blickdicht, aber wenn du es dann anziehst merkst du, dass der Stoff so dünn ist dass er doch sehr viel durchblicken lässt – und hinzu kommen einige Stellen die ziemlich sehr durchsichtig sind. Ich spaziere eigentlich gerne durch die sommerliche Stadt mit nur einem einzigen Kleidungsstück, also ganz ohne Unterwäsche, aber in diesem Kleidchen ist das eine riskante Aktion. Also kam beim ersten Einsatz dieses Kleidchens dann doch nur Unterwäsche in Frage. Das stellte sich aber als komplizierter heraus als gedacht. Auch das war nämlich keine echte Lösung, mit Slip und BH sah es fast noch krasser aus als ohne, selbst wenn diese auch schwarz sind. Am wenigsten auffällig waren noch diejenigen BHs die ihrerseits ziemlich transparent sind, dann ist der Kontrast nämlich nicht so ausgeprägt. Bei meinen Slips spielt das keine große Rolle, an denen ist eh nicht viel Stoff dran.

Kannst du das bringen, fragte ich mich, und ehrlich gesagt, die Antwort lautete nein. Also zog ich ein anderes Kleid an, ohne Unterwäsche, und fühlte mich wohl. Aber warum hatte ich denn das Chiffonkleid gekauft? Das war dann doch ein blödes Gefühl. Die Lösung war dann, ein Bikini unter dem Kleid, das sah dann so aus als wäre ich direkt vom Strand gekommen und damit nicht so aufreizend. Dachte ich jedenfalls.  Und machte mich auf eine Shoppingtour in die Stadt.

Dass ich einen Bikini unter dem Kleid anhatte, war allerdings nicht sofort ersichtlich – eigentlich merket ich recht schnell, dass alle die mich sahen das Bikini-Oberteil eher für einen BH hielten, und so kam ich mir vor als würde ich in Slip und BH durch die Stadt spazieren. Genau das sprach ja eher für einen transparenten, unauffälligen BH. Nun hatte ich einen solchen aber nicht dabei, und die kaufe ich auch nicht einfach so wie eine Flasche Milch – kurzum, ich hatte die im Nachhinein ziemlich wahnsinnige Idee, dann ziehe ich den BH eben aus und trage nichts unter dem Chiffonkleid. Gesagt, getan – und es fühlte sich super gut an, und interessanterweise sah es auch nicht so krass aus wie mit dem Bikini, obwohl ich nun viel mehr zeigte: wer genau hinsah, konnte meine Brüste ziemlich unverhüllt bewundern. Aber eben nur wer genau hinsah, und das taten interessanterweise längst nicht alle. Aber die, die es taten – ihre Blicke waren wirklich ein Genuss. Sowohl diejenigen, die fasziniert waren als auch diejenigen, die eher Richtung „schockiert“ gingen.

Als ich dann auch noch zufällig eine Freundin traf, kam der kritische Moment. Ich trat aus der Anonymität heraus in meiner Transparenz, und sie war schon ein bisschen irritiert über mein outfit. Immerhin, ihr Minirock war auch sehr sexy, und ihr rückenfreies Neckholder-Top auch nicht ohne, aber ich ging echt viel weiter als sie. Aber sie missbilligte es nicht, wir plauderten noch lange, beispielsweise über klapperdürre Models die immer öfter in sehr transparenten Klamotten über den Catwalk laufen, aber so flache Brüste haben dass du dich fragst wie das Kleid eigentlich bei einer Frau wirkt, die sich ihre Oberweite noch nicht weggehungert hat.  Als wir uns verabschiedeten, war auch schon meine nächste Verabredung fällig. Ich fühlte mich inzwischen so wohl in meinem durchsichtigen Kleid, dass ich nicht lange fackelte und einfach so zu dieser Verabredung ging, bei der immerhin eine ganze Gruppe meiner Bekannten waren und die mich zwar schon als eine Lady kannten, die sich gerne sexy stylt, aber soviel hatten sie noch nie gesehen.

Ihre Blicke waren wirklich eine Studie wert, alle starrten auf meine Brüste – Ladies und gentlemen gleichermaßen, aber keine/r sagte etwas. Wichtig – wir waren weit überwiegend Ladies, die gentlemen gaben in der Gruppe definitiv nicht den Ton an. Wir hatten einen wunderschönen Abend, und als es dunkel wurde verschwanden einige der Ladies für einige Minuten und kamen offensichtlich ohne BH unter ihren Oberteilen zurück. Ich schien ansteckend zu wirken – auch wenn die anderen Oberteile längst nicht so transparent waren wie meines. Irgendwann musste ich mal auf die Toilette und kam erneut auf einen regelrecht wahnsinnigen Gedanken: eigentlich störte der Slip wirklich, und jetzt im Dunkeln konnte ich es wagen ihn auch auszuziehen. Gesagt, getan – es war ein irres Gefühl nur mit einem Hauch von nichts bekleidet sich unter die Menschen zu mischen. In der Dunkelheit merkten das wohl nur einige meiner Freundinnen, und wie sie mir zuzwinkerten zeigte dass sie mich insgeheim beneideten und es sich gerne auch gewagt hätten. Von den gentlemen schien es interessanterweise entweder keiner zu merken oder keiner ließ sich etwas anmerken. Ich war wirklich glücklich dass keine meiner Freundinnen zu dieser Sorte Frauen gehören, die in solchen Situationen meinen die Tugendapostel spielen zu müssen. Es war ein wahnsinnig aufregendes Gefühl, so zu tanzen…und seitdem habe ich keine Scheu vor Transparenz mehr, ich liebe sie geradezu…allerdings muss es jedesmal sehr genau überlegt werden, wieviel du wo und wann wagen kannst.

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Über sunflower22a

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2 Antworten zu Transparenz macht Spaß

  1. Henry Guillaume schreibt:

    Schon 1970 konnte Transparenz begeistern https://www.youtube.com/watch?v=8hBij7VWr60

  2. Anonymous schreibt:

    DAS KLEID IST ECHT SPITZE UND DER INHALT HAT EINEN ECHT AUS DEN LATSCHEN.
    DAVON TÄUMT DIE NATION.

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