Ellen von Unwerth in der CWC Gallery in Berlin

BerlinFreizeitGalerie und Kunst

Ellen von Unwerth ist eine begnadete Fotografin.
Ursprünglich war sie selbst als Model
tätig, bis sie Ende der 1980er Jahre die Seiten wechselte und selber
Fotografin wurde. Berühmt wurde sie, als sie Claudia Schiffer „entdeckte“. Die
kühle Erotik ihrer Fotos fand bei Glamour, Vanity Fair, Vogue und anderen
Magazinen sofort begeisterte Abnehmer. Mit „The Story of Olga“
erzählt Ellen von Unwerth eine erotische Fotogeschichte – im Bildband und in
einer Ausstellung. Die Story hat realen Hintergrund. Olga Rodionova, Hauptdarstellerin
der Ausstellung und des  Bildbands, ist
eine gelangweilte russische Milliardärsgattin, die nach dem Tod ihres Gemahls
ihre sexuellen Leidenschaften entdeckt, mit allen Abgründen. Wovon andere nur
träumen – Olga lebt es aus, und Ellen von Unwerth ist mit der Kamera dabei. Laszivität,
Dekadenz, orgienhafte Feiern lösen bei der Betrachterin Neugier, Beklemmung und
sublimes Verlangen aus – was du immer nur geträumt hast, Olga macht es.

Olga sagt, sie ziehe sich aus, um Stärke zu zeigen. Und wie
keine andere Fotografin darf Ellen von Unwerth Frauen mit geradezu sexistischem
Blick abbilden. Kein Mann dürfte dies, Ellen aber darf es. „Ich habe einen
absolut weiblichen Blick“, sagte sie im Interview mit dem Magazin „Focus“. „Ich
zeige starke, sinnliche Frauen, die sich amüsieren, manchmal provozieren, die
Lust am Leben haben und die man dafür lieben muss.“

Märchenhafte Szenen in pompösem Ambiente, laszive Hingabe und
Andeutungen brutaler Sadomaso-Szenen – Olga lebt wilde Exzesse aus, mit Frauen
und mit Männern. Und nie kommt Zweifel auf, wer die Herrin des Geschehens ist. „Saftige
Erdbeeren, Champagner aus der Flasche, Sahne im Schoß und ineinander
verschlungene Körper, die sich vor Begierde auf dem Boden räkeln – die Fotografin
Ellen von Unwerth hat sich mit ihrer neuen Serie „The Story of Olga“ in Sachen
Opulenz, Sinnlichkeit und Dramatik selbst übertroffen.“ – so die Amica, und
genau das trifft den Nagel auf den Kopf. Die Galerie Camera Work zeigt eine
Auswahl der scharfen Bilder in einer ehemaligen jüdischen Mädchenschule in
Berlin, bis 16.Februar.

Der  352 Seiten starke
Bildband „The Story of Olga“ der fleischgewordenen Fantasien Ellen von Unwerths
und Olga Radionovas ist eine Meisterleistung. Er kostet stolze 500 Euro und
wiegt mindestens 5 Kilo. Ich habe mir das geleistet, wer soviel nicht ausgeben
will, kann den faszinierenden Bildband in der Ausstellung durchblättern – aber nur
mit Handschuhen, kein Fingerabdruck soll das edle Werk verunstalten, auch wenn
das Umblättern dann schwieriger wird. Immerhin: Eintritt frei!

 

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