Sind Pornodarstellerinnen glücklichere Menschen?

Komische Frage – aber anscheinend ist da was dran. Brooke Magnanti schreibt im Daily Telegraph über eine kürzlich veröffentlichte Studie, die genau dieses Ergebnis bringt. Erschienen ist es im Journal of Sex Research, aber da gibt es online gar nichts umsonst. 177 Pornodarstellerinnen wurden ähnlichen Vergleichspersonen gegenübergestellt, und was kam heraus?
Die Pornodarstellerinnen sind öfter bisexuell, hatten früher im Leben den ersten Sex, haben höheres Selbstvertrauen…und sind glücklicher! Macht Porno also glücklicher? Vermutlich auch nicht unbedingt, möglicherweise hatten die Damen schon vor dieser Karriere höheres Selbstbewusstsein und waren insgesamt glücklichere Menschen. Dennoch, wer hätte das gedacht?
Ach und übrigens: befragt wurden nur weibliche Pornostars und ihre Vergleichspersonen. Für Männer muss das nicht unbedingt genauso gelten…
Ich finde, sie sieht wirklich glücklich aus…
CPA

Über sunflower22a

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2 Antworten zu Sind Pornodarstellerinnen glücklichere Menschen?

  1. TheNameOfTheRose schreibt:

    Das Problem bei solchen Studien ist ja, dass sie meist Korrelationen finden, aber nicht notwendigerweise auch die Kausalitäten zweifelsfrei nachweisen können. Angenommen, wir „glauben“ zumindest mal der herausgefundenen Korrelation, dann muss man immer noch folgendes beachten: Korreliert eine Größe A mit B, kann entweder A B kausal beeinflussen, oder B hat A zur Folge, oder es gibt noch eine (bislang völlig unbekannte, oder zumindest unbeachtete) Größe X, die A *und* B beeinflusst.
    Vielleicht sind Pornodarstellerinnen im statistischen Mittel einfach nur attraktiver als andere Frauen (keine so abwegige Annahme, wie ich finde, denn sie werden ja schließlich gecastet), und werden daher öfter angelächelt bzw. beziehen aus anderen Arten der zwischenmenschlichen Interaktion, die den Selbstwert steigert, mehr Selbstvertrauen. (Bei nach wissenschaftlichen Kriterien als „schöner“ kategorisierten Menschen – und ja, es gibt wirklich Wissenschaftler, die sich mit der Messbarkeit von empfundener Schönheit beschäftigen – soll ja angeblich schon von der Babyzeit an ein positiver Rückkopplungsprozess in Gang kommen: Sie werden öfter angeschaut, angelächelt, ermutigt, als Schulkinder bekommen sie die besseren Noten und haben mehr Erfolg, was sich auf das Selbstbewusstsein und damit auch auf das persönliche Glücksempfinden auswirkt. Natürlich sind das alles nach wie vor nur Aussagen über statistische Mittelwerte. Insofern völlig unaussagekräftig, wenn es um ein *konkretes* persönliches Leben geht… z.B. meins oder deins😉.)

  2. Pingback: Der Ideendetektiv erforscht die Pornographie | sunflower22a

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