Sex und Essen

Das Schönste im Leben sind gutes Essen und Erotik. Über diese Dinge reden die Menschen am meisten, wenn man man Verlegenheitskonversationen über das Wetter beiseitelässt. Leider ist zuwenig Zeit für gutes Essen und schöne erotische Gefühle, für ausgiebige erotische Erlebnisse eines der Hauptmerkmale „moderner“ westlicher Konkurrenzgesellschaften. Statt Produktivitätszuwächse für mehr freie Zeit, für ein schöneres Leben zu genießen, machen wir das Gegenteil. Der Wahnwitz der neoliberalen Konkurrenzideologie sorgt dafür, dass wir wie die Hamster im Rädchen immer weniger Zeit haben, die Mehrheit sogar immer weniger Kaufkraft hat, und viele immer mehr arbeiten. Anzeichen für tiefgreifende gesellschaftliche Krankheiten.

Manchmal denke ich, warum soll es uns so viel besser gehen als dem Rest der Welt. Dort haben sie Kriege, Armut, Ebola und warum sollen wir es so gut haben. Vom guten Leben bleibt immer wenigere übrig, wenn wir unsere kapitalistische Maschine immer schneller drehen lassen. Davon profitieren nur wenige, die Geldaristokratie. Weniger arbeiten, weniger konsumieren, mehr Zeit haben, mehr genießen. Das wünsche ich mir.

Am schönsten ist die Kombination der beiden schönsten Sachen im Leben, Essen und Erotik. Ein erotisches Abendessen, ein erotisches Frühstück. Ein Highlight für die ganze Woche. Immer neu, nie dasselbe, einfach weil Erotik so unberechenbar ist. Mal ein erotisches Abendessen, ladies only, oder mal ein breakfast in bed mit einem attraktiven Mann. Oder andersrum.

Ein erotic dinner beginnt am besten schon am Nachmittag. Vier ladies treffen sich, in einem schön dekorierten  Ambiente, verwöhnen sich mit Massagen und im Whirlpool. Duftkerzen und aromatische Öle sind wichtig, schöne  Musik auch. Sehr reizvoll ist es, mal nichts anzuhaben und mal sexy lingerie und schönen Schmuck, und diese gegenseitig zu tauschen. Das Kochen wird stundenlang zelebriert, es gibt mindestens 5 Gänge. Es macht Spaß, wenn sich abwechselnd zwei in der Küche betätigen und die anderen beiden im Whirlpool oder auf dem Sofa. Wichtig ist wenig Alkohol. Sonst wirst du zu schnell müde. Wagemutige können im Sommer den Balkon, Garten oder Dachterrasse einbeziehen, oder im Winter auf Vorhänge und Jalousien verzichten. Liebeskugeln beim Essen sind ein schönes Gefühl.

Sehr schön dazu passen Fondues, dabei zelebrierst du das langsame gemeinsame Essen, oder asiatisch gemeinsam mit Stäbchen aus einem großen Wok essen. Variante: Wer was fallen lässt, zieht ein Kleidungsstück aus.Fondue ist aber gefährlich, die Käsefondues stopfen dich sehr schnell voll. Schokofondue mit Erdbeeren auch, ist aber unglaublich lecker.

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Lebender Sushiteller ist eine reizvolle Möglichkeit, wenn du mal einen Gang auslassen möchtest. Ich habe das schon gemacht und fand es sehr reizvoll. Ganz wichtig: farbenprächtiges Essen servieren, vor allem viel Rot.

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Wenn man schon etwas angeheitert ist, können Desserts in Form von Schokosoßen auf der Haut für sehr viel Spaß sorgen.

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Am schönsten ist es, sie ohne Löffel zu essen, sondern mit Fingern oder der Zunge.

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Ganz wichtig: auf keinen Fall danach alle nach Hause fahren, das zerstört den schönen Abend. Irgendwann entspannt einschlafen gehört auf jeden Fall zu so einem wunderschönen Abend, am besten in kuscheliger Umarmung.

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Wenn Paare in festen Beziehungen ins Spiel kommen, wird es meist kompliziert, wenn sie nicht auf einen threesome aus sind. Der Eifersuchts-Faktor spielt dann immer eine Rolle. Am ehesten geht das mit zwei fest liierten Paaren, aber sobald Singles mit im Spiel sind lauern überall Fallen. Single Männer solltest du nur einladen, wenn du ihn gut kennst, das kann sonst rasch unangenehm werden.

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Klingt verrückt? Mag sein. Aber wenn du diese Kombination aus den schönsten Dingen im Leben mal richtig genossen hast, möchtest du es nicht wieder missen. Viele werden sich das nicht trauen, denn so etwas tut man nicht, was sollen die Leute sagen, wenn das rauskommt, und so weiter. Die Hemmschwelle ist groß, und natürlich brauchst du die richtigen Leute dafür. Mit einem Abendessen ohne viel Erotik und wenig Kleidern kann man anfangen…

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Dancing in the streets

Straßen.  Öffentlicher Raum. Was könnte man daraus alles machen. Am internationalen Parking Day erobern sich immer mehr Menschen die Straßen von den Autos zurück, machen sie wieder zu einem Raum des öffentlichen Lebens. Das öffentliche Leben, das Leben in der Öffentlichkeit, es macht eine Stadt aus, es unterscheidet sie von einer Schlafstadt. Es ist die Wiege von Kommunikation, von Kultur, und wir haben verlernt, wie wichtig es für eine Gesellschaft ist.

Künstler und Kreative sind die Pioniere, sich den öffentlichen Raum von den Verkehrsplanern zurückzuerobern. Menschen wie Marion Zurbach, Yoshiko Kinoshita, Vito Giotta, Nathanel Marie, Fouad Mesdari, Peter Agardi, die auf den Straßen von Marseille einfach nur tanzen.

Ein wunderschönes Video. Zur Nachahmung empfohlen.

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Wasting your precious lifetime time in meetings

Meetings. Wie ich sie hasse, diese endlosen Besprechungen mit Menschen, die dir auf die Nerven gehen, die nichts zu sagen haben aber unendlich viel reden. „Manager verschwenden immer mehr Zeit in unergiebigen Meetingmarathons“, stellte kürzlich das Handelsblatt fest. „Meetings verlaufen allzu oft ineffizient und ergebnislos. Mehr als die Hälfte bringt keinen Mehrwert, so das ernüchternde Fazit von 65% der Arbeitnehmer, die Marktforscher Ovum befragte…Meetings gehören zud en schlimmsten Zeitkillern am Arbeitsplatz.“

Absolut zutreffend, nur warum man eine Besprechung jetzt „Meeting“ nennen muss, verstehe ich sowieso nicht.

Allein schon wie sich die Leute gegenseitig belauern. Manche Leute, denen ich zum Glück sonst gar nicht begegnen würde, finden es am wichtigsten bei meetings, über mein Outfit lästern zu können. Man muss anscheinend gar keinen Firmen-Dresscode vorschreiben, manche Mitarbeiter übernehmen die Rolle der Klamottenpolizei ganz von selbst. Dauernd in blauen oder schwarzen Hosenanzügen oder Kostümen herumzulaufen, das ist nicht mein Ding. Das tötet jede Kreativität. Als ob man so beweisen könnte, dass man „seriös“ ist. Würde man Unbeteiligte fragen, welche Person in einem „meeting“ die Kreativste ist, die 19 grau-dunkelblau-schwarzen Mäuse oder der bunte Paradiesvogel, die Antwort wäre klar. Mittlerweile sind wir schon zu dritt oder zu viert, aber die Gegenwehr der Grauen wird dafür um so heftiger. Schon klimpernde Armreifen können ein Streitgegenstand werden.

Soll man zu solchen Kollegen, und erst recht Kolleginnen, auch noch auserlesen freundlich sein? So hätten sie es gern, all die Ratgeber für oberflächlich-freundliche substanzlose Meetings. Wie etwa  Gretchen Rubin bei LinkedIn. „Beware These Tricks for Making You Look Bad in Meetings” schreibt sie, und listet all das auf was man nicht tun soll – und was ich inzwischen gegenüber einigen Zeitgenossen sehr gerne anwende. Damit kann ich meine Seriosität bestens unter Beweis stellen ;-)

  1. “I don’t need all the details. Let’s just get to the bottom line.” The speaker implies that others are quibblers and small-minded technicians, while deflecting the possible need to master complicated details himself.

Oh so true. Unfortunately there are so many small-minded quibblers who just can’t get to the bottom line. Why should you be nice to them when they steal your and everybody else’s time?

  1. “Well, these are the facts.” The speaker emphasizes that she attends to hard facts, while implying that others are distracted by prejudice, sentiment, or assumption.

Exactly. People who look down on me because of my attire, red nails, jewely etc are in fact distracted by prejudice, sentiment, or assumption and this means their opinions should not be taken seriously. We need to expose such people, they are about to lure us into bad and prejudiced decisions.

  1. “You might be right.” The speaker seems open-minded while simultaneously undermining someone else’s authority and credibility.

Absolutely okay, if that person’s authority and credibility needs to be undermined. Sometimes this needs to be done to prevent bad decisions.

  1. “I’m wondering about ____. Pat, please get back to us on this.” The speaker demonstrates his habit of reasoned decision-making, while making Pat (who may not actually report to him) do the necessary work and report back.

There are people like Pat who meticulously avoid being tasked with anything, leaving all the work to others. People like Pat need to be checked.

  1. “You did a great job on that, Pat!” The speaker shows a positive attitude, while showing that she’s in the position to judge and condescend to Pat. (I must admit, I remember one incident where I did this very consciously. I was furious at someone, and at the next big meeting that we both attended, I gushingly complimented him in a way that drove him nuts.)

Gretchen, you see, Pat is a person that can only be handled this way. Even you did it, and you admit it works. It should not be solely your privilege.

  1. “I think what Pat is trying to say is…” The speaker shows that he’s a good listener and give credit to others, while demonstrating that he can take Pat’s simple thought further than Pat could.

Yeah, Pat is not completely stupid, so let’s help him to contribute positively to a fruitful meeting.

  1. “I can see why you might think that.” Variant: “I used to think that, too.” The speaker sounds sympathetic, while indicating that she’s moved far ahead in understanding.

Exactly. Gretchen, it is a reality that some people are smarter than others, and why should we pretend that we aren’t?

The London Edition Opening Celebrating The September Issue of W Magazine

Not exactly the typical business meeting

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La bourgeoisie anglo-allemande?

In der Berliner Friedrichstraße steht häufig ein verwahrloster, großgewachsener Mann und brüllt auf Französisch, manchmal auch auf Rumänisch oder Spanisch revolutionäre Thesen in die Welt. Er vermeidet es, irgendjemanden anzusehen. Wenn du versuchst, ihn anzusehen, dreht er sich um und sieht weg. Offenbar hält er es stundenlang aus, die Welt mit seinen Thesen vollzubrüllen. Neulich habe ich beschlossen, ihn in eine Diskussion zu verwickeln. Oder es zumindest zu versuchen.

„Encore, un nouveau pacte Ribbentrop-Molotov. La bourgeoisie anglo-allemande prépare à la guerre. La confrontation avec la Russie est une machination pour gagner la domination du monde. On ne peut pas…”

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“Excusez-moi, Monsieur. Qu’est-ce que c’est, la bourgeoisie anglo-allemande?”

“…continuer avec cette politique sans une guerre, une guerre mondiale. La bourgeoisie anglo-allemande…”

“Excusez-moi…”

“la bourgeoisie anglo-allemande, c’est la puissance des multinationales d’Allemagne, des Etats-Unis et de l’Angleterre.“

Aha, er antwortet mir, ohne mich anzusehen, und macht ungerührt weiter im selben Marktschreierton wie vorher. Eigenartige Konversation.

„Et la France, Monsieur? Il ya des multinationales en France…“

„La France est seulement un spectateur. La France est impuissant. La France est un protectorat anglo-allemand. La Russie est l’ennemi de la liberté, comme leurs allies, la bourgeoisie anglo-allemande. L’Ukraine…”

“Monsieur, la bourgeoisie anglo-allemande prépare à la guerre mais elle est l’allié de la Russie, je ne comprend rien.”

…l’Ukraine vais être partagé entre Moscou et Berlin, et les femmes allemandes sont trop stupides pour comprendre…”

Okay, diese „Unterhaltung“ führt wohl zu keinen neuen Erkenntnissen.

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Lita Ford, my teenage role model

Lita Ford, who still knows her? She was one of the first female heavy metal rockers. Once upon a long ago. 1980’s, 1990’s. My teenage heroine. I wanted to be like her. I adored her. Such beautiful music, such a beautiful voice, such a beautiful lady. I was considered to be somewhat deviant: all my friends, all other girls adored male rock stars.

Recently I visited a friend, and she surprised me by playing an old Lita Ford CD, Stiletto. It turned out she adored her as a teenager too. It made for a good talk.

Lita Ford. Still lovin’ this music.

 

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I am cheap – just €4.50

Haha, not what you think ;-)

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Lieben Sie Sex? Dann kommen Sie hier nicht rein

Wenn jemand eine Reise tut, kann sie was erleben. Etwas erleben kann eine alleine reisende Lady insbesondere dann, wenn sie solche gefährlichen Dinge wie Sexspielzeug, scharfe Lingerie oder Kondome dabei hat. In den meisten Ländern wird so etwas überhaupt nicht gerne gesehen, ist regelrecht verboten oder reicht als Verdachtsmoment für Prostitution. Dann kann es sehr unangenehm werden. Dies gilt vor allem für islamische Länder und natürlich die USA.

Als Amerikanerin kann ich mir all diese Berichte über erniedrigende Prozeduren bei der Einreise in „the land of the free“ eigentlich kaum vorstellen, aber es scheint immer schlimmer zu werden.

Ein besonders krasses (aber bei weitem nicht einziges) Beispiel ist die Kanadierin Clay Nikiforuk, die im März bei der Einreise in die USA festgesetzt wurde, weil sie sexy Lingerie und 8 Kondome dabei hatte. Das wurde als Anzeichen dafür gewertet, dass sie Sexarbeiterin ist. Später musste sie feststellen, dass sie wegen der 8 Kondome im Computer als “suspected prostitute“ gespeichert wurde.

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Kurz darauf war sie in Begleitung eines verheirateten Mannes auf dem Weg durch die USA nach Aruba, und wurde direkt bei der Vorlage ihres Passes in Miami gefragt “How much is he paying you to go on this trip?” Als sie angab, „nichts“, wurde sie belehrt dass sie Beihilfe zum Ehebruch begehe, aber durchgelassen. Bei der Rückreise aus Aruba wurde sie für acht Stunden von der Grenzpolizei festgehalten und ausgefragt.

The next question was whether this man was married or not. The answer, unfortunately for me, was yes. He asked whether I was planning on sharing a hotel bed with this man. I’m not one to sugar coat things and decided that now would not be a particularly good time to be found lying. Again, I answered yes. Righteous, the officer demanded what exactly I was doing in a bed with a married man. “That’s actually none of your business.” I had kicked the hornet’s nest. Inflamed, he raised his voice at me that it was his business and that adultery was a crime in America — a crime that he could deny me entry for.

Als sie schließlich gefragt wurde, mit was anderem als Prostitution sie eigentlich ihren Lebensunterhalt verdiene, und angab, sie schreibe gerade ein Buch über sexuelle Gewalt, wurde sie gefragt  „Are you looking to be sexually assaulted?“. Acht Stunden lang wurden ihr Essen und Trinlken verwehrt – ihr männlicher Begleiter dagegen wurde nicht belangt.

Bei Rabble.ca hat Clay aus erster Hand aufgeschrieben, wie sie behandelt wurde. „Sexism at the border: A personal account“ ist schockierend und beschämend. Es zeigt, wo wir hingeraten warden, wenn wir die religiösen Eiferer gewähren lassen statt sie offensiv zu bekämpfen.

Ach übrigens, hier noch einige praktische Tips wie du mit Sextoys möglichst ungestört reisen kannst. Dazu gehört, sich ein bisschen sachkundig zu machen was im Zielland erlaubt ist. Sämtliche Sextoys sind offiziell verboten in Indien, Saudi-Arabien und Alabama. Indische Zollbeamte überprüfen dein Gepäck nur selten, und wenn dann nur schlampig. Saudi-Arabien und Alabama sollte man sowieso nicht betreten. Grundsätzlich gilt: Batterien immer rausnehmen, die Dinger gehen öfter von alleine an als dir am Flughafen lieb sein kann. Zwischen kleinen Flaschen oder Tuben fällt ein Dildo nicht so auf. Niemals im Handgepäck, das wird viel gründlicher durchsucht, wobei zumindest in Europa Sextoys ohne Batterie problemlos mitgenommen werden können. Allerdings kann es sein, dass sie das Ding sehen wollen, und das findet manche Lady durchaus peinlich. Letzte goldene Regel: die Security-Leute haben das alles schon oft gesehen. Erzähle ihnen nicht, das seien irgendwelche anderen Sachen, sondern dann solltest du mit dem freundlichsten, unschuldigsten Lächeln der Welt sagen, dass es sich hier um Spielzeug handelt.

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