Gesichtshaare

Sie werden immer haariger, die Männer in meinem Bekannten- und Kollegenkreis. Immer seltener rasieren sie sich, immer mehr lassen es ganz sein. Selbst die Rasierklingenhersteller machen sich schon Sorgen um ihre Absätze. Nein, es ist wohl nicht die Attraktivität des Salafismus. Man nennt es anders. Hipster lautet das Wort.

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Es ist auch nicht so, dass sie keine Zeit mehr hätten zum Rasieren. Manche verwenden auf die Pflege ihrer Gesichtshaare sogar mehr Zeit. Aber warum nur?

Mein sehr geschätzter Modeblog fashionising.com brachte jetzt einen Beitrag, der mich wirklich betrübt. Ich liege offenbar neben dem aktuellen Trend. Lange Haare sind wieder im Kommen bei Männern, das finde ich ja sehr schön. Das kann sehr erotisch wirken, jedenfalls bei schwarzen Haaren.

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„Either you hate it or you love it, but long hair for men is such a big statement that it’s quite impossible not to leave an impression.”

Haarknoten sind der neueste Trend. Naja, so attraktiv finde ich das nicht. Ich mache das bei mir nur als Verlegenheitslösung, wenn ich keine Zeit habe. Aber es gibt wirklich schönere Frisuren. Natürlich auch bei Männern.

„Add a man bun to the picture, and expect the conversations to start flowing.”

Sicherlich wahr. Wahrscheinlich haben diese Männer eine unterschwellige Angst, man könnte ihr Erscheinungsbild für „zu feminin“ halten. Wie schrecklich. Deswegen kommt jetzt der Hammer:

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„How to make the man bun manly – Right now long hair for men, and the man bun by association, are being coupled with facial hair for maximum masculinity. A full beard style shapes off a more manly expression, thus balancing the longer length of the hair. Thick hair and thicker facial hair have the power to take the long-hair look to a whole other level of awesomeness, thus signing for a complete makeover. So, if you happen to be an ordinary masculine guy wanting to sport long hair, think about adding a beard to your look for extra points of masculinity.”

Thick facial hair…gruselig. Das macht alles kaputt. Dieser junge Mann könnte so attraktiv sein, wenn er das thick facial hair beseitigen würde.

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Nein, einen Kuss gibt es erst wenn du dich rasiert hast.

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Middelhoff ist ein lächerlicher Waisenknabe

Die US-Wirtschaft boomt, die Gewinne steigen auf Rekordhöhe – von Krise keine Spur, während Europa nicht aus der Krise kommt. Schau in die Wirtschaftsmedien, und das ist die Botschaft die du bekommst. Die meisten glauben das. Sie glauben gerne solches Zeug. Aber es stimmt nicht.

Während der Mittelstand sich immer weiter auflöst, zwei Drittel der Haushalte real über weniger Kaufkraft verdienen als vor 10 Jahren, werden die Reichen immer reicher. Fast die Hälfte der Haushalte in Florida und überall anders in den USA kommt kaum noch über die Runden, weil anständig bezahlte Jobs immer weniger werden. Das wisst ihr, das ist nichts Neues, das ist politisch gewollt.

Ich will hier über einige Hintergründe schreiben, die ich ausgerechnet in meiner Pflichtlektüre Harvard Business Review gefunden habe. Die USA bewegen sich zielstrebig „from Value Creation to Value Extraction“. Es wird kaum noch langfristig investiert. Steigende Gewinne werden einfach nur verfrühstückt. 2400 Milliarden verdienten die 449 Unternehmen, die im S&P 500 Index von 2003-2012 gelistet wurden, in diesem Zeitraum. 54% davon wurden in Aktienrückkäufe gesteckt, 37% in Dividendenzahlungen. Für Investitionen oder gar Gehaltserhöhungen bleibt nicht mehr viel. Für die Firmen mit besonders hohen Aktienrückkäufen sind die Zahlen noch extremer.

Aktienrückkäufe erhöhen den Aktienkurs, im Grunde ist das nichts anderes als pure und seit 1982 (die Reagan-Jahre) weitgehend legale Aktienkursmanipulation, das macht die Aktionäre glücklich – und noch mehr die Vorstände, deren Bonuszahlungen direkt vom Aktienkurs abhängen. Die 500 höchstbezahlten Manager amerikanischer Aktiengesellschaften verdienten 2012 im Durchschnitt $30.3 Millionen, satte 83% kamen aus Aktienoptionen und an den Aktienkurs gekoppelter Boni. „As a result, the very people we rely on to make investments in the productive capabilities that will increase our shared prosperity are instead devoting most of their companies’ profits to uses that will increase their own prosperity.”

Die Ideologie des “maximizing shareholder value” wird so zu einer Investitions- und Innovationsbremse, und ist eine der Ursache warum die US-Ökonomie in immer Sektoren zu einer Extraktionsökonomie wird. Diese Vorstände saugen ihre Unternehmen aus wie Vampire, gegen diese Leute ist ein Middelhoff geradezu ein Treppenwitz.

Dieser Trend ist so extrem, dass sich Unternehmen sogar verschulden und ihre Reserven auflösen. Pharmamulti Pfizer gab von 2003-2012 71% seines Gewinns für Aktienrückkäufe aus und 75% seines Profits für Dividenden – dafür machte man Schulden und löste Reserven auf. Medikamente kosten in den USA doppelt so viel wie in anderen Ländern, weil die Pharmakonzerne hier von der Politik bestens geschützt werden.

Was man dagegen tun müsste, ist offensichtlich: massive Begrenzungen und Kontrollen von Aktienrückkäufen und an den Aktienkurs gekoppelter Bonuszahlungen an Vorstände, um nur die wichtigsten zu nennen. Alles das gab es vor den Reagan-Jahren und es wurde systematisch beseitigt. Seit 1991 dürfen Vorstände ihre Aktienoptionen sofort verkaufen, so dass ihr persönliches Interesse an kurzfristigen Kurssteigerungen noch weiter erhöht wurde. Aber Amerikas politisches System und das Bewusstsein der Öffentlichkeit ist seit dem Irrsinn der Reagan-Bush-Clinton-Ära so komplett durchgeknallt, dass ohne eine regelrechte Bewusstseinsrevolution und einen Komplettaustausch der gesamten politischen Klasse das alles ein Wunschtraum bleibt. Ein Grund mehr für Europa, diesem Beispiel nicht zu folgen. Aber auch hier gibt es genug Realitätsblinde, die immer noch jeden Mist kopieren wollen, solange er aus USA kommt.

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Jetzt habe ich alles abgeräumt, nichts ist mehr übrig…ich ziehe weiter zur nächsten Firma

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Fotografieren verboten. Immer öfter.

Die Deutschen sind ein gar wunderliches Volk. Es gibt Dinge an ihnen, die versteht man wohl nur wenn man hier geboren und sein ganzes Leben hier verbracht hat. Zugegeben, für die meisten anderen Nationen gilt das wohl auch.

Die von der Regierung und vor allem dem sozialdemoktratischen Justizminister geplante Strafrechtsänderung in Sachen Fotografien von Menschen gehört zu dieser Kategorie. Nach der Edathy-Affäre ging es los. Pflichtschuldig erkläre ich hiermit, mit diesem Herrn keine Sympathie zu haben und nackte Knaben langweilig zu finden. Was der wirklich gemacht hat und ob es überhaupt strafbar war, ist bis heute unklar. Darum geht es aber gar nicht mehr. Wie bei der Skandal-Causa um den Präsidenten Wulf ist das längst nicht mehr wichtig. Die Rituale der öffentlichen Erregung und Aufregung, und welche Konsequenzen sie schlussendlich haben, das ist das Interessante. Der Umgang mit Skandalen, von denen bald niemand mehr weiß, ob sie überhaupt Skandale sind. Das Spannende ist, bei welchen Skandalen gibt es wirklich Konsequenzen und bei welchen nicht.

Nehmen wir die aktuelle Debatte um die Luxemburger Steuervermeidung. Alles längst bekannt, jetzt Talkshowthema, übermorgen vergessen. Konsequenzen: höchstwahrscheinlich keine, trotz der angerichteten Milliardenschäden für die Allgemeinheit. Salafisten und Hooligans auf deutschen Straßen, beide eine reale Bedrohung vor allem für Menschen mit Migrationshintergrund oder in Syrien/Irak, sie dürfen gewähren, ihre Grundrechte werden besser geschützt als die jedes Flüchtlings. Es regt niemanden auf, es ist normal, das gehört sich so. Nehmen wir die flächendeckende Überwachung durch NSA, GCHQ und ihre deutschen Assistenten – nach monatelangem aufgeregtem Gequassel stellt sich langsam heraus, dass all das keinerlei Konsequenzen hat und auch nicht haben wird.

Aber Nacktfotos. Da kann sich der radikale Biedermeier, der sich im Lande der Großen Koalition immer tiefer in die Köpfe frisst, austoben. Der kleine Gnom im Amte des Justizministers plant einen Strafgesetz-Paragraphen mit dem Wortlaut: „Ebenso wird bestraft, wer unbefugt von einer anderen Person eine Bildaufnahme, die geeignet ist, dem Ansehen der abgebildeten Person erheblich zu schaden, oder unbefugt eine Bildaufnahme von einre unbekleideten anderen Person herstellt oder überträgt.“

Ein absichtsvoll schwammiger Text, der keinerlei Rechtssicherheit herstellt aber für viel Verunsicherung sorgen wird und wohl auch soll. Einfach eine Straßenszene fotografieren, kann bereits jetzt Prozesse auslösen, wenn sich Leute davon „belästigt“ oder in ihrer „Privatsphäre“ beeinträchtigt fühlen. So wie die Dame, die gegen einen Fotokünstler geklagt hat, der sie beim Überqueren der Straße in Charlottenburg vor einem Pfandhaus gezeigt wurde und außerdem ihrer Meinung nach wegen „ihres mürrischen Gewsichtsausdrucks und der unvorteilhaften Falten ihres Kleides im Bauchbereich“ sich in ihren Persönlichkeitsrechten  beeinträchtigt fühlte.

Sie verlor den Prozess, in Zukunft dürfte sie ihn gewinnen, wenn der Biedermeier-Extremismus des Heiko Maas sich durchsetzt. All die schönen Bilder, die wir von 25 Jahren Mauerfall haben – latent verboten. Da kann immer jemand auf dem Bild sein, der mürrisch glotzt, hysterisch lacht, jemanden küsst, besoffen ist, zu dick daherkommt oder sonstwie „unvorteilhaft“ erscheint. Wer mich vor einem McDonalds fotografiert, den kann ich verklagen, weil das meinem Ansehen schaden würde. Bald können wir nur noch leere Plätze gefahrlos fotografieren. Und natürlich, Nacktfotos, das Schlimmste überhaupt. Für den nackten Körper müssen wir uns schämen. Der verkrampfte Umgang der Gesellschaft mit nackten Körpern ist das Problem, nicht die Fotos.

Während die Facebook-Selfie-Kultur die Grenzen zwischen privat und öffentlich immer mehr verschwimmen lässt, gehen Politik und Justiz immer mehr in die andere Richtung. Der Biedermeier-Bürger schützt sich vor den Zumutungen der modernen Mediengesellschaft mit Gesetzen wie von Heiko Maas. Es sind zwar Placebos, aber die werden dafür umso überzeugter vertreten. Wer anderer Meinung ist, wird mit dem einen Wort „Edathy“ augenblicklich zum Schweigen gebracht.

In den Niederlanden gilt es als unanständig, Vorhänge an den Fenstern anzubringen. Du kannst allen in die Wohnung sehen, niemand findet etwas dabei. Die Schweden können alle Steuererklärungen ihrer Mitbürger im Internet nachlesen. Nahezu alle Kulturen in wärmeren Ländern finden im wesentlichen im öffentlichen Raum statt. Für den Privatheits-Wahn der Deutschen hätte dort niemand Verständnis, wie er sich etwa beim Widerstand gegen Google Street View zeigte. Einer derjenigen, die als erste durchsetzten, dass ihre Hausfassade nicht von Google fotografiert werden durfte, zeigte sich stolz vor just ebendieser Fassade im Bremer „Weser-Kurier“. Logik? Brauchen wir nicht.

Nein, die Bedrohung von Privatheit und Privatsphäre kommt nicht von Fotokünstlern, von Hobbyfotografen, vom Foto von Menschen auf der Straße. Es kommt von der ungeheuren Datensammelei von Konzernen und Geheimdiensten. Gegen die wollen die radikalen Biedermeiers wie Heiko Maas nichts tun. Ihre Paragraphen gegen Fotokünstler und Hobbyfotografen sind Ersatzaktivismus, und niemand wagt etwas dagegen zu sagen, weil man ja nicht als Edathy-Symapthisant gesehen werden möchte. Und die Hauptkunden des Justizministers, nämlich Heerscharen unterbeschäftigter Anwälte, bekommen wieder ein neues Betätigungsfeld. Wie abgedreht.

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Sind die beiden Herren hier in einer „unvorteilhaften Position“ zu sehen?

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Meine Süße, achte bloß darauf dass niemand mit auf das Bild kommt, das wäre ja ganz unvorteilhaft…

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Going Home – Unscathed and Alive

Alia Bhatt ist eine indische Filmschauspielerin, ein rising star auf dem größten Filmmarkt der Welt. Mit einem Youtube-Video hat sie jetzt ein Millionenpublikum erreicht, eines der derzeit in Indien am häufigsten angeklickten Videos. „Going Home“ zeigt eine junge schöne Frau, die in ihrem Auto nach Hause fährt, und am Handy ihrer Mutter sagt, sie sei in 10 Minuten zuhause. Kurz darauf gibt das Auto an einer einsamen Stelle den Geist auf, ein SUV mit 5 jungen Männern nähert sich. Sie erkennen was los ist. Sie parken neben und und begutachten sie. Eine gruselige Szene, jederzeit kann das passieren was nicht nur in Indien in solchen  Situationen häufig passiert. Man erwartet förmlich, wie sie über sie herfallen.

Sie steigt lächelnd aus und bittet die fünf um Hilfe. Die fünf wirken perplex, wie kann eine lächelnde Schönheit  scheinbar arglos sie einfach um Hilfe zu bitten. Wahrscheinlich haben sie erwartet, dass sie angsterfüllt vor ihnen wegläuft. Jederzeit kann die Stimmung kippen. Aber sie kippt nicht, die fünf fahren Alia nach erfolglosen Reparaturversuchen sogar nach Hause. Aber zu sechst, dichtgedrängt im Auto, immer wieder lüsterne Blicke von der hinteren Sitzbank.

Am Ende wird eingeblendet: “Can we give her the world that she believes exists?” Diese Spannung zwischen der indischen Realität und der Welt wie sie sein sollte durchzieht das Video, und natürlich ist die Botschaft: Yes.

Vogue India hat den Film gesponsort, als Teil der Kampagne VogueEmpower, mit der Frauen ermutigt werden sollen für ihre Rechte einzustehen.  Regisseur Vikas Bahl sagt er wollte “visualize a utopia for women, where, unlike today, mistrust and fear don’t dictate actions and decisions.”

Ein weiteres Video in dieser Kampagne ist “Start with the boys”.

Das Video zeigt weinende Jungs, die dafür beschimpft werden denn “boys don’t cry”, und die später als Männer ihre Frauen schlagen. “We taught our boys not to cry. It is time we teach them not to make girls cry.”

Wie wahr. In Indien und anderswo.

 

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Sex und Essen

Das Schönste im Leben sind gutes Essen und Erotik. Über diese Dinge reden die Menschen am meisten, wenn man man Verlegenheitskonversationen über das Wetter beiseitelässt. Leider ist zuwenig Zeit für gutes Essen und schöne erotische Gefühle, für ausgiebige erotische Erlebnisse eines der Hauptmerkmale „moderner“ westlicher Konkurrenzgesellschaften. Statt Produktivitätszuwächse für mehr freie Zeit, für ein schöneres Leben zu genießen, machen wir das Gegenteil. Der Wahnwitz der neoliberalen Konkurrenzideologie sorgt dafür, dass wir wie die Hamster im Rädchen immer weniger Zeit haben, die Mehrheit sogar immer weniger Kaufkraft hat, und viele immer mehr arbeiten. Anzeichen für tiefgreifende gesellschaftliche Krankheiten.

Manchmal denke ich, warum soll es uns so viel besser gehen als dem Rest der Welt. Dort haben sie Kriege, Armut, Ebola und warum sollen wir es so gut haben. Vom guten Leben bleibt immer wenigere übrig, wenn wir unsere kapitalistische Maschine immer schneller drehen lassen. Davon profitieren nur wenige, die Geldaristokratie. Weniger arbeiten, weniger konsumieren, mehr Zeit haben, mehr genießen. Das wünsche ich mir.

Am schönsten ist die Kombination der beiden schönsten Sachen im Leben, Essen und Erotik. Ein erotisches Abendessen, ein erotisches Frühstück. Ein Highlight für die ganze Woche. Immer neu, nie dasselbe, einfach weil Erotik so unberechenbar ist. Mal ein erotisches Abendessen, ladies only, oder mal ein breakfast in bed mit einem attraktiven Mann. Oder andersrum.

Ein erotic dinner beginnt am besten schon am Nachmittag. Vier ladies treffen sich, in einem schön dekorierten  Ambiente, verwöhnen sich mit Massagen und im Whirlpool. Duftkerzen und aromatische Öle sind wichtig, schöne  Musik auch. Sehr reizvoll ist es, mal nichts anzuhaben und mal sexy lingerie und schönen Schmuck, und diese gegenseitig zu tauschen. Das Kochen wird stundenlang zelebriert, es gibt mindestens 5 Gänge. Es macht Spaß, wenn sich abwechselnd zwei in der Küche betätigen und die anderen beiden im Whirlpool oder auf dem Sofa. Wichtig ist wenig Alkohol. Sonst wirst du zu schnell müde. Wagemutige können im Sommer den Balkon, Garten oder Dachterrasse einbeziehen, oder im Winter auf Vorhänge und Jalousien verzichten. Liebeskugeln beim Essen sind ein schönes Gefühl.

Sehr schön dazu passen Fondues, dabei zelebrierst du das langsame gemeinsame Essen, oder asiatisch gemeinsam mit Stäbchen aus einem großen Wok essen. Variante: Wer was fallen lässt, zieht ein Kleidungsstück aus.Fondue ist aber gefährlich, die Käsefondues stopfen dich sehr schnell voll. Schokofondue mit Erdbeeren auch, ist aber unglaublich lecker.

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Lebender Sushiteller ist eine reizvolle Möglichkeit, wenn du mal einen Gang auslassen möchtest. Ich habe das schon gemacht und fand es sehr reizvoll. Ganz wichtig: farbenprächtiges Essen servieren, vor allem viel Rot.

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Wenn man schon etwas angeheitert ist, können Desserts in Form von Schokosoßen auf der Haut für sehr viel Spaß sorgen.

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Am schönsten ist es, sie ohne Löffel zu essen, sondern mit Fingern oder der Zunge.

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Ganz wichtig: auf keinen Fall danach alle nach Hause fahren, das zerstört den schönen Abend. Irgendwann entspannt einschlafen gehört auf jeden Fall zu so einem wunderschönen Abend, am besten in kuscheliger Umarmung.

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Wenn Paare in festen Beziehungen ins Spiel kommen, wird es meist kompliziert, wenn sie nicht auf einen threesome aus sind. Der Eifersuchts-Faktor spielt dann immer eine Rolle. Am ehesten geht das mit zwei fest liierten Paaren, aber sobald Singles mit im Spiel sind lauern überall Fallen. Single Männer solltest du nur einladen, wenn du ihn gut kennst, das kann sonst rasch unangenehm werden.

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Klingt verrückt? Mag sein. Aber wenn du diese Kombination aus den schönsten Dingen im Leben mal richtig genossen hast, möchtest du es nicht wieder missen. Viele werden sich das nicht trauen, denn so etwas tut man nicht, was sollen die Leute sagen, wenn das rauskommt, und so weiter. Die Hemmschwelle ist groß, und natürlich brauchst du die richtigen Leute dafür. Mit einem Abendessen ohne viel Erotik und wenig Kleidern kann man anfangen…

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Dancing in the streets

Straßen.  Öffentlicher Raum. Was könnte man daraus alles machen. Am internationalen Parking Day erobern sich immer mehr Menschen die Straßen von den Autos zurück, machen sie wieder zu einem Raum des öffentlichen Lebens. Das öffentliche Leben, das Leben in der Öffentlichkeit, es macht eine Stadt aus, es unterscheidet sie von einer Schlafstadt. Es ist die Wiege von Kommunikation, von Kultur, und wir haben verlernt, wie wichtig es für eine Gesellschaft ist.

Künstler und Kreative sind die Pioniere, sich den öffentlichen Raum von den Verkehrsplanern zurückzuerobern. Menschen wie Marion Zurbach, Yoshiko Kinoshita, Vito Giotta, Nathanel Marie, Fouad Mesdari, Peter Agardi, die auf den Straßen von Marseille einfach nur tanzen.

Ein wunderschönes Video. Zur Nachahmung empfohlen.

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Wasting your precious lifetime time in meetings

Meetings. Wie ich sie hasse, diese endlosen Besprechungen mit Menschen, die dir auf die Nerven gehen, die nichts zu sagen haben aber unendlich viel reden. „Manager verschwenden immer mehr Zeit in unergiebigen Meetingmarathons“, stellte kürzlich das Handelsblatt fest. „Meetings verlaufen allzu oft ineffizient und ergebnislos. Mehr als die Hälfte bringt keinen Mehrwert, so das ernüchternde Fazit von 65% der Arbeitnehmer, die Marktforscher Ovum befragte…Meetings gehören zud en schlimmsten Zeitkillern am Arbeitsplatz.“

Absolut zutreffend, nur warum man eine Besprechung jetzt „Meeting“ nennen muss, verstehe ich sowieso nicht.

Allein schon wie sich die Leute gegenseitig belauern. Manche Leute, denen ich zum Glück sonst gar nicht begegnen würde, finden es am wichtigsten bei meetings, über mein Outfit lästern zu können. Man muss anscheinend gar keinen Firmen-Dresscode vorschreiben, manche Mitarbeiter übernehmen die Rolle der Klamottenpolizei ganz von selbst. Dauernd in blauen oder schwarzen Hosenanzügen oder Kostümen herumzulaufen, das ist nicht mein Ding. Das tötet jede Kreativität. Als ob man so beweisen könnte, dass man „seriös“ ist. Würde man Unbeteiligte fragen, welche Person in einem „meeting“ die Kreativste ist, die 19 grau-dunkelblau-schwarzen Mäuse oder der bunte Paradiesvogel, die Antwort wäre klar. Mittlerweile sind wir schon zu dritt oder zu viert, aber die Gegenwehr der Grauen wird dafür um so heftiger. Schon klimpernde Armreifen können ein Streitgegenstand werden.

Soll man zu solchen Kollegen, und erst recht Kolleginnen, auch noch auserlesen freundlich sein? So hätten sie es gern, all die Ratgeber für oberflächlich-freundliche substanzlose Meetings. Wie etwa  Gretchen Rubin bei LinkedIn. „Beware These Tricks for Making You Look Bad in Meetings” schreibt sie, und listet all das auf was man nicht tun soll – und was ich inzwischen gegenüber einigen Zeitgenossen sehr gerne anwende. Damit kann ich meine Seriosität bestens unter Beweis stellen ;-)

  1. “I don’t need all the details. Let’s just get to the bottom line.” The speaker implies that others are quibblers and small-minded technicians, while deflecting the possible need to master complicated details himself.

Oh so true. Unfortunately there are so many small-minded quibblers who just can’t get to the bottom line. Why should you be nice to them when they steal your and everybody else’s time?

  1. “Well, these are the facts.” The speaker emphasizes that she attends to hard facts, while implying that others are distracted by prejudice, sentiment, or assumption.

Exactly. People who look down on me because of my attire, red nails, jewely etc are in fact distracted by prejudice, sentiment, or assumption and this means their opinions should not be taken seriously. We need to expose such people, they are about to lure us into bad and prejudiced decisions.

  1. “You might be right.” The speaker seems open-minded while simultaneously undermining someone else’s authority and credibility.

Absolutely okay, if that person’s authority and credibility needs to be undermined. Sometimes this needs to be done to prevent bad decisions.

  1. “I’m wondering about ____. Pat, please get back to us on this.” The speaker demonstrates his habit of reasoned decision-making, while making Pat (who may not actually report to him) do the necessary work and report back.

There are people like Pat who meticulously avoid being tasked with anything, leaving all the work to others. People like Pat need to be checked.

  1. “You did a great job on that, Pat!” The speaker shows a positive attitude, while showing that she’s in the position to judge and condescend to Pat. (I must admit, I remember one incident where I did this very consciously. I was furious at someone, and at the next big meeting that we both attended, I gushingly complimented him in a way that drove him nuts.)

Gretchen, you see, Pat is a person that can only be handled this way. Even you did it, and you admit it works. It should not be solely your privilege.

  1. “I think what Pat is trying to say is…” The speaker shows that he’s a good listener and give credit to others, while demonstrating that he can take Pat’s simple thought further than Pat could.

Yeah, Pat is not completely stupid, so let’s help him to contribute positively to a fruitful meeting.

  1. “I can see why you might think that.” Variant: “I used to think that, too.” The speaker sounds sympathetic, while indicating that she’s moved far ahead in understanding.

Exactly. Gretchen, it is a reality that some people are smarter than others, and why should we pretend that we aren’t?

The London Edition Opening Celebrating The September Issue of W Magazine

Not exactly the typical business meeting

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